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„Ich habe nicht den Eindruck, dass es dem Bürgermeister um offen geführte Diskussionen geht. Man wird hier regiert!“

von li: Hans Noormann; Christian Ritter; Andrea Gertz
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Langgöns | Einen herzlichen Empfang bereitete Andrea Gertz, Geschäftsführerin der Neuro-Service GmbH, Hans Noormann, Bürgermeisterkandidat der Langgönser Koalition aus CDU, FDP und Bündnis 90/Die Grünen. Die 2004 gegründete Unternehmensberatung hat sich auf die Beratung von unterstützenden Programmen im Bereich Pharma spezialisiert. Begleitet wurde Hans Noormann von Christian Ritter, dem Ortsvorsitzenden der Oberkleener CDU. Wie ein roter Faden zogen sich drei wesentliche Kritikpunkte an der derzeitigen Kommunalpolitik durch das gesamte Gespräch mit Hans Noormann und der engagierten Oberkleenerin: Eine völlig ungenügende Informationspolitik, fehlende Konzepte und mangelnde Unterstützung bürgerschaftlichen Engagements.

„Fehlende zeitnahe Informationen und mangelnde Transparenz, wenn es um Straßenbaumaßnahmen geht, an denen die Bürger finanziell beteiligt werden, sind Gründe für eine wachsende Unzufriedenheit in den Reihen der Bürger“, berichtet Andrea Gertz ihren interessierten Zuhörern. Ein weiteres Beispiel sei die völlig ungenügende Informationspolitik beim Thema Windkraft, die eine große Verunsicherung in der Bevölkerung in den Ortsteilen hervorgerufen habe. „Ich habe nicht den Eindruck, dass es dem Bürgermeister um offen geführte Diskussionen geht. Man wird hier regiert!“ Ihr dränge sich immer das Gefühl auf, dass „alles schon entschieden“ sei! Hinsichtlich der Problematik Windkraft, war man sich einig, dass es sich hier um ein sensibles Thema handelt. Hans Noormann garantierte einen ergebnisoffenen Diskussionsprozess. „Wir tragen das als Dorfgemeinschaft gemeinsam oder wir lassen es sein oder wir verschieben es noch mal“. Einen geeigneten Standort zu finden werde keine leichte Aufgabe sein.

Als Mutter zweier sportbegeisterten Kinder verwies sie auf die seit Jahren vernachlässigten Interessen der Leichtathleten sowie auf die schlechten Trainingsbedingungen in Oberkleen und in der Kerngemeinde. Bereits in der Vergangenheit seien die Sportler bereit gewesen, Eigenarbeit zu leisten, aber die Unterstützung habe gefehlt. „Das ist bedauerlich, denn schließlich haben wir hier in Langgöns schon Weltmeister wie Charles Friedeck hervorgebracht!“ Generell seien Sportanlagen in den Ortsteilen vernachlässigt und die Wertschätzung im Hinblick auf die geleistete Arbeit der Sportler fehle „ es fehlt einfach an Beachtung!“ Hans Noormann verwies auf die Pläne für eine neue Sportanlage für die Leichtathleten in der Kerngemeinde, die gerade auf dem Tisch lägen. „Gute Anlagen geben den Sportlern Chance, ihr Potential zu erweitern und für die Gemeinde zu werben.“

„Fehlende Konzepte, wie im Kindergarten Oberkleen, sind ist ebenfalls ein Problem“, weiß Andrea Gertz aus eigener Erfahrung. Nur wenige Monate besuchten ihre beiden Kinder den Kindergarten in ihrem Wohnort. „Dort war weder für mich noch für meinen Mann ein klares Konzept erkennbar!“ Erst im Kinderhaus im Fasanenweg in Langgöns war eine positive Entwicklung der Zwillinge erkennbar gewesen. „ Nach nervenaufreibenden Monaten hatten wir Kinder, die gerne und glücklich in den Kindergarten gegangen sind.“ Die Kompetenz, das Engagement und den liebevoll konsequenten Umgang der Mitarbeiter im „Kinderhaus“ hätten zu dieser Entwicklung beigetragen. „Wir fragten uns damals, warum es innerhalb der Gemeinde solch große Qualitätsunterschiede in der Betreuung der Kinder gibt, und warum dagegen, in Kenntnis der Situation, nichts unternommen wird?“ Hans Noormann verwies auf seinen Vorschlag, die Kitas zu Familienzentren weiterzuentwickeln. „Jede Kindertagesstätte soll sich auf den Weg machen und zusammen mit den Eltern die Konzepte für die Qualität der Betreuung weiter entwickeln. Natürlich müssen wir uns anstrengen, um an allen Orten die gleiche, gute Qualität anzubieten“, so Noormann abschließend und bedankte sich für das Gespräch. Themen wie Familien, Senioren und Soziales, die Unterstützung des Ehrenamtes, sowie Offenheit und Transparenz in der Politik seien für ihn von elementarer Bedeutung für die er sich, sollte er am 2. Dezember zum Bürgermeister gewählt werden, einsetzen werde!

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von:  Barbara Fandré

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