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SPD Langgöns sollte eigenes Leitprogramm "Visionen Langgöns 2020 plus X" beachten!

Langgöns | Langgöns: „Nicht nachvollziehbar, falsch verstanden und nicht richtig dargestellt“, so kommentieren Jürgen Knorz, Chef der Langgönser Fraktionsgemeinschaft CDU/FDP, die Ortsvorsitzende der FDP Barbara Fandré und Dr. Michael Buss, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen, die Pressemitteilung von Thomas Schmidt und Gerald R. Dörr (beide SPD). In dieser lehnen die beiden Sozialdemokraten die von der Koalition zur Diskussion gestellten Richtlinen zur Kulturförderung in Langgöns als „viel zu kompliziert“, sowie generell ab und sprechen sich ausschließlich für die Förderung von Vereinen aus. Dies geschah bemerkenswerter Weise ohne vorherige Beratung und Diskussion im Sozialausschuss, monieren die Koalitionäre nun in einer Presseerklärung.
„Die Kulturrichtlinen und die damit verbundene finanzielle Unterstützung von bestimmten Veranstaltungen sollen eine zusätzliche und ebenfalls freiwillige Leistung darstellen. Die Vereinsförderung wird dadurch nicht berührt“, stellt Jürgen Knorz in einer Presserklärung richtig. Außerdem verwundere die Kritik doch sehr, hatten doch Schmidt und Dörr ausdrücklich „detailliertere“ und „weitergehende“ Richtlinen verlangt, nachdem die Koalition bereits Anfang des Jahres zunächst einfache, unbürokratische und dennoch klare Richtlinien vorgelegt hatte! Diesem Wunsch habe man entsprochen und sich an die Kulturförderrichtlinien der Stadt Gießen angelehnt. Man frage sich auch,  wie Ernst es den Sozialdemokraten mit Wahlversprechen sei? Deren Leitprogramm, unter dem Motto „Visionen Langgöns 2020 plus X“ zur Kommunalwahl 2011 konnte man entnehmen, dass Themen wie Kunst und Kultur sich „wie ein roter Faden durch die sozialdemokratische Gemeindepolitik“ ziehen sollen. Sich jetzt diesem Thema zu entziehen und sich – einmal mehr im „Klein, Klein“ und in Haarspalterei zu üben - sei völlig unverständlich! Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung, dem damit für viele Kommunen verbundenen Bevölkerungsrückgang und den dadurch einhergehenden Steuermindereinnahmen sei es von großer Bedeutung, dass Langgöns auch zukünftig Zuzugsgemeinde bleibe. Dazu trage auch ein vielfältiges Kulturangebot bei, welches in Langgöns nicht ausschließlich von Vereinen organisiert würde. Fest stehe, dass die Gesellschaft immer mehr auf das Wirken von ehrenamtlich arbeitenden Menschen angewiesen sei, denn ohne bürgerschaftliches Engagement, auch außerhalb von Vereinsarbeit, würde vieles, gerade im sozialen Bereich, nicht mehr aufrechterhalten werden können. „Deshalb halten wir es für falsch, ausschließlich auf die, von uns sehr geschätzte Arbeit der Langgönser Ortsvereine, zu setzen“, betonen die Koalitionäre ausdrücklich.
„Wir wollen auch Bürgerinnen und Bürger in unserer Gemeinde, die nicht vereinsorganisiert sind, dazu ermuntern, sich kreativ in die Langgönser Kulturlandschaft einzubringen. Im Hinblick auf die Visionen Langgöns 2020 plus X würden wir uns daher sehr freuen, könnten sich die Genossinnen und Genossen dazu entschließen, in der nächsten Sozialausschusssitzung doch noch einmal über die Kulturförderungsrichtlinien zu beraten“. Was spreche dagegen, wenn eine Gemeinde wie Langgöns, ausgestattet mit günstigen Infrastrukturen und damit besten Voraussetzungen für Zuzug, sich für Neues öffne, ohne alt Bewährtes infrage zu stellen? Dem könne sich die SPD, die in ihren Leitlinien von " Zukunftsvisionen für Langgöns" spricht, doch nicht ernsthaft verschließen. Schließlich sei Kulturförderung in den meisten deutschen Kommunen bereits eine Selbstverständlichkeit!

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