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Sparmaßnahmen gefährden Ausbildungsplätze in Gießen- Rüdiger Veit MdB besucht Auszubildende der ZAUG GmbH

Bundestagsabgeordneter Rüdiger Veit (4.von rechts) mit den Auszubildenden aus dem Beriech Maler/Lakierer und den Elektroberufen,ZAUG-Geschäftsführerin Monika Neumaier (2. von rechts) und Nicole Brinkmann  (1. von links)
Bundestagsabgeordneter Rüdiger Veit (4.von rechts) mit den Auszubildenden aus dem Beriech Maler/Lakierer und den Elektroberufen,ZAUG-Geschäftsführerin Monika Neumaier (2. von rechts) und Nicole Brinkmann (1. von links)
Langgöns | Am vergangenen Freitag hat der Bundestagsabgeordnete Rüdiger Veit das Zentrum Arbeit und Umwelt – Gießener gemeinnützige Berufsbildungsgesellschaft mbH besucht, um sich im Rahmen eines Werkstattgespräches mit Ausbildern, Auszubildenden und der Geschäftsführung der ZAUG GmbH über die aktuelle Lage der Ausbildungswerkstätten der ZAUG zu informieren. Im anschließenden Pressegespräch teilten Veit und ZAUG-Geschäftsführerin Monika Neumaier die Ergebnisse der Zusammenkunft mit.

1000 junge Menschen im Landkreis Gießen sind derzeit ohne Ausbildungsstelle. Hinter der nackten Zahl stehen 1000 individuelle Schicksale von Menschen, die aus diversen Gründen- darunter viele Migranten und Jugendliche ohne Schulabschluss- vom Arbeitsleben ausgeschlossen und auf Sozialleistungen angewiesen sind. Viele davon durchlaufen jahrelang frustrierende Förderprogramme, einer Warteschleife ins Leben nicht unähnlich.

Die außerbetriebliche Ausbildung benachteiligter junger Menschen muss bleiben!- darin waren sich alle Gesprächsteilnehmer einig. Bei den Verantwortlichen der Arbeitsverwaltung ist man wohl anderer Meinung. Neumaier spricht
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von einer ihrer Arbeit „äußerst hinderlichen Regulierungswut“. 177 Auszubildende hatte die ZAUG noch 2007. Derzeit sind es noch 81 Lehrlinge. Nach der Sommerprüfung werden es nur noch 31 sein. Die Ausbildungsform sei zu teuer, hieße es. Dabei, so Neumaier, käme volkswirtschaftlich betrachtet langfristig jeder investierte Euro mannigfach zurück. Die Erfolgsquote liegt hoch. Von den Prüflingen 2011 haben 65% die Prüfung im ersten Anlauf bestanden, 81 % der Übrigen bestanden immerhin bei der Wiederholungsprüfung.

Außerdem ist nicht jeder Jugendliche für eine Ausbildung im dualen System geeignet berichtete Nicole Brinkmann, die für den Bereich der Nachqualifizierung zuständig ist und so täglich mit den Problemen, die sich u.a. durch Sprachprobleme und zu lange Wartezeiten zwischen Schulabgang und Beginn der Ausbildung bei der ZAUG – in einem Extremfall vergingen 11 Jahre- ergeben konfrontiert ist. Diese Wartezeit ist verlorene Zeit, sowohl für die benachteiligten Jugendlichen als auch für die heimische Volkswirtschaft, der bekanntlich Fachkräfte fehlen.

Veit, der selbst ein Zeichen gesetzt und bewusst eine muslimische Auszubildende eingestellt hat, will die Ergebnisse des Gespräches nun mit nach Berlin tragen und sich dafür einsetzen, dass auch weiterhin jungen Menschen in Gießen eine zweite Chance auf einen Berufsabschluss bekommen.

(Abgedruckt in Ausgabe 21. März 2012)

Bundestagsabgeordneter Rüdiger Veit (4.von rechts) mit den Auszubildenden aus dem Beriech Maler/Lakierer und den Elektroberufen,ZAUG-Geschäftsführerin Monika Neumaier (2. von rechts) und Nicole Brinkmann  (1. von links)
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Bundestagsabgeordneter Rüdiger Veit (3.von rechts) mit den Auszubildenden aus dem Beriech Maler/Lakierer und den Elektroberufen,ZAUG-Geschäftsführerin Monika Neumaier (1. von rechts) und Nicole Brinkmann (1. von links)
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Bundestagsabgeordneter Rüdiger Veit (3.von rechts) mit den Auszubildenden aus dem Beriech Maler/Lakierer und den Elektroberufen,ZAUG-Geschäftsführerin Monika Neumaier (3. von rechts) und Nicole Brinkmann (1. von links)
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