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Ehrenamt in Langgöns: Frust statt Lust

Langgöns | „Das Ehrenamt ist eine immer wichtiger werdende Stütze in unserer Gesellschaft. Während in anderen Kommunen das Ehrenamt - auch ohne Anschub durch Anträge - unterstützt und gefördert wird, herrscht in Langgöns Frust statt Lust.“ So sieht Barbara Fandré, FDP-Ortsvereinsvorsitzende in Langgöns, die derzeitige Situation in Langgöns und kritisiert dies in einer Presserklärung.

„Ehrenamtlich Arbeitende werden in Langgöns überwiegend stiefmütterlich behandelt“, stellt die Liberale mit großem Bedauern fest. Kraft, Ausdauer, Energie und vor allem Durchhaltevermögen würden Ehrenamtlichen, die in ihrer Freizeit in Langgöns etwas Positives bewegen wollen, abverlangt. Aber auch der unerschütterliche Wille, ohne jegliche Unterstützung des Bürgermeisters Dinge in den Fluss zu bringen, umzusetzen und am Laufen zu halten. „Die ehrenamtliche Arbeit in Langgöns gestaltet sich also mitunter als unerfreulich, voller überflüssiger Hürden und für die Betroffenen wenig erbaulich“, so Fandré.

Die Bedeutung ehrenamtlicher Tätigkeit für die Gesellschaft habe sich im Gedächtnis von Bürgermeister Horst Röhrig noch nicht verankert, so Fandré weiter. Das freiheitlich-demokratische Gemeinwesen lebe jedoch davon, dass Bürgerinnen und Bürger an seiner Gestaltung in ihrer Freizeit mitwirkten. „Wären nicht Millionen von Menschen bereit, sich in Wohlfahrtsverbänden, Kirchengemeinden, Vereinen, Parteien, Bürgerinitiativen, Organisationen und Selbsthilfegruppen für eine am Gemeinwohl orientierte Aufgabe zu engagieren, unser Gemeinwesen wäre wohl nicht denkbar“, ist Fandré überzeugt. Die Qualität des Lebens in Deutschland hänge von diesem freiwilligen Engagement entscheidend ab. Zu den Aufgaben eines guten Bürgermeisters gehöre es Fandrés Auffassung nach auch, Impulse und Motivation für die Weiterentwicklung seiner Gemeinde zu setzten. „Dazu gehört auch der Respekt und die Anerkennung vor der Leistung von ehrenamtlich arbeitenden Menschen. Beides kann ich in Langgöns nicht erkennen“, redet die Liberale Klartext und sagt an die Adresse von Röhrig: „Herr Bürgermeister, Sie reden nach außen immer schön daher, schmücken sich mit Projekten, die Ehrenamtliche mit großem Zeitaufwand aber ohne Ihre Unterstützung auf den Weg gebracht haben und intern sieht es so aus, dass sie ihnen das Leben auch noch schwer machen, indem sie noch Steine in den Weg legen. Wie groß der Ehrenamtsfrust in Langgöns derzeit ist, zeigen aktuell zwei Beispiele: Die Mitglieder des BZL haben ihre Arbeit ebenso eingestellt wie der Migrationsbeauftragte!“

Die Koalition aus CDU, FDP und Bündnis 90/Die Grünen habe vor der Sommerpause 2011 den Antrag zur Ehrenamtsförderung eingebracht mit dem Ziel, die Arbeit von Menschen, die in ihrer Freizeit mehr tun als sie tun müssen, zu fördern, zu respektieren und anzuerkennen. Diesen Antrag nannte die Fraktionsspitze der SPD einen „Schaufensterantrag“, dem man nicht zustimmen könne. Aus diesem Grund sei der Antrag wegen fehlender Mehrheit in der letzten Sitzung vor den Sommerferien zurückgestellt worden. Nach den Sommerferien brachte die SPD zu diesem als „Schaufensterantrag“ titulierten Antrag der Koalition nicht etwa einen Ergänzungsantrag ein, „nein, es wurde ein eigener, thematisch sehr nah an dem der Koalition orientierter Antrag eingebracht“, erinnert sich die Liberale. In der Ausschusssitzung vom 16. Januar habe Gerald R. Dörr, der Ortsvereinsvorsitzende der Langgönser SPD, dann gleich mehrfach erklärt, die Genossen seien die ersten gewesen, die das Ehrenamt in Langgöns fördern wollten! Und als ob das noch nicht genug wäre, habe man sich flugs als DIE Ehrenamtspartei erklärt, so als hätten die Sozialdemokraten den alleinigen Anspruch darauf gepachtet, soziale Projekte auf den Weg zu bringen und alle anderen Menschen, die möglicherweise keiner Partei oder einer anderen, anders denkenden Partei angehören, hätten an dieser Stelle bitteschön nichts zu suchen. „Das nenne ich anmaßend!“, konstatiert Barbara Fandré und fügt abschließend hinzu: " Dass in Langgöns zur Ehrenamts- und Kulturförderung Anträge gestellt werden müssen, spricht ohnehin Bände".




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Barbara Fandré
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