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Landesgartenschau Gießen - Nichts wichtigeres als Luxusblumenarrangements und durchgestylte Wieseckau?

Langgöns | Seit geraumer Zeit verfolgen wir interessiert die Diskussion um die Landesgartenschau in Gießen und natürlich auch die Vorgehensweise bei der Reinigung des Schwanenteiches. In unserer Eigenschaft als ehrenamtlich arbeitende Kommunalpolitikerin und stellvertretende Vorsitzende der Liberalen Senioren Hessen finden wir es bedrückend und beschämend, wie manche hauptamtliche Politiker ihre Vorgehensweise und dadurch entstehende Mehrausgaben und Neuverschuldungen entschuldigen und schön reden.

„Als Chance für Gießen“ werden völlig überzogene Investitionen in Grünanlagen, Gärten, Wege und (zusätzliche) Brücken dargestellt. Und natürlich sind alle Maßnahmen sinnvoll. Selbstverständlich auch die Fällung von rund 360 Laubbäumen und die Rodung von 2100 Quadratmeter Gehölz in der Wieseckaue. Ein über Jahrzehnte hinweg gewachsenes Biotop und Rückzugsgebiet für Wasservögel und anderer Tiere wird in einem Handstreich vorerst zerstört. Die Masse der Bäume wird einfach als ohnehin nicht überlebensfähig oder schon für tot erklärt. Ein Trompetenbaum in unserem Garten wurde von einem Fachmann vor 10 Jahren als nicht erhaltenswert
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Marga Zoller (1)Landesgartenschau Gießen (101)Barbara Fandré (54)
eingestuft. Er steht heute noch und wächst und gedeiht von Jahr zu Jahr schöner. Gut 11 Mio. Euro würden allein in Neupflanzungen in der Wieseckau fließen, so der Planer. Allein diese horrende Summe könnte man sich sparen, würde man erst gar nicht anfangen zu fällen und zu roden.

Als ob es in diesem Lande nichts wichtigeres gäbe als Luxusblumenarrangements und opulente Staudenbeete in einer durchgestylten Wieseckaue mit Palmencafe! Warum werden die wirklich wichtigen Probleme nicht erst einmal angegangen? Es fehlen jetzt schon die Mittel, bestehende Infrastrukturen wie Straßennetze und Autobahnbrücken instand zu halten. Flickschusterei ist an der Tagessordnung. Wie groß die Not der Kommunen ist zeigte der Versuch, sogar den Streudienst wegen zu teurem Streusalz zu reduzieren ohne Rücksicht auf Berufstätige, die auch zur nächtlichen Stunde ihre Arbeitsstelle antreten müssen. Nur lautstarker Protest von Verbänden (ADAC) und engagierten Bürgern verhinderte dies – vorerst. Schulische- und soziale Einrichtungen sind teilweise in einem erbärmlichen Zustand. Frauenhäuser müssen geschlossen werden. Von den gewaltigen Problemen – auch in monetärer Hinsicht - im Gesundheitswesen ganz zu schweigen! Anstatt sich, was solche Veranstaltungen
betrifft zurückzunehmen, übertrifft man sich im Größenwahn und der Wähler, der das Ganze durch seine Steuern bezahlt, soll gefälligst schweigend daneben stehen! Es ist gut, richtig und begrüßenswert, dass die jüngsten Diskussionen um die Landesgartenschau 2014 eine Dynamik entwickelt haben, die zumindest eine ernsthafte Auseinandersetzung der Verantwortlichen mit dem Projekt zur Folge haben müssten. Negativ. Die Stadt sieht eine „missverständliche Diskussion“ und will natürlich diese Aktivitäten ausbremsen, müsste man doch vielleicht auf ein Denkmal verzichten, welches sich man sich so gerne setzen würde, koste es, was es wolle. Wir empfehlen an dieser Stelle, die politischen Verantwortlichen mögen sich einmal die heute traurig und ungepflegt aussehenden ehemaligen Gelände der alten Gartenschauen in Frankfurt und Bad Nauheim anschauen und sich fragen, für was das ganze Geld ausgegeben worden ist und ob die Stadt Gießen nach der Schau mehr Geld zur Pflege der neu angelegten Wieseckau ausgeben kann als die vorgenannten Städte.

Ist Frau Oberbürgermeisterin Grabe-Bolz nicht auch angetreten, um für mehr Bürgerbeteiligung einzutreten? Wäre dieses Thema nicht die Gelegenheit ein Wahlversprechen einzulösen und die Wähler in die Entscheidung mit einzubinden? Die Stadt Gießen hätte sich, im Hinblick auf die desolate Haushaltslage und aus vorgenannten Gründen, überhaupt nicht um die Ausrichtung der Landesgartenschau bewerben dürfen. Es ist uns natürlich bewusst, dass Kommunen und Städte darauf hinarbeiten müssen, ihre Gemeinde hinsichtlich des demographischen Wandels attraktiv zu gestalten für Zuzug, den damit verbunden Steuereinnahmen und für wohnortnahe Arbeitsplätze. Möglich wird dies unserer Meinung nach aber auch, indem man beispielsweise bürgerschaftliches Engagement fordert, fördert und nutzt, um kreative und innovative Ideen hieraus zu generieren, deren Umsetzung nicht teuer sein muss.

Barbara Fandré und Marga Zoller, Linden

 
 

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Kommentare zum Beitrag

742
D. Theiß aus Lich schrieb am 16.11.2011 um 20:17 Uhr
Das ganze Gezeter um die LaGa im Nachhinein ist doch nur lächerlich, wann wurde der Beschluss gefasst, dass in Gießen eine LaGa stattfinden soll, warum haben nicht schon damals alle Politiker egal ob Haupt. oder Ehrenamtlich nicht mit demselben Eifer wie sie es heute tun reagiert?
Ich habe manchmal das Gefühl dass mancher mit seinem nutzlosen, (weil viel zu spät) Gebrüll jetzt schon für die nächste Kommunalwahl auf sich aufmerksam machen möchte.
Wer denkt dass die Stadt Gießen heute noch von der LaGa zurücktreten kann, ohne in Regress genommen zu werden, der glaubt auch daran, dass der Osterhase und das Christkind ein Ehepaar sind.
Ilse Toth
33.269
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 16.11.2011 um 20:25 Uhr
Stimmt! Erst mal schweigen alle, die mit Kommunalpolitik etwas zu tun haben. Ganz nach dem Motto- erst mal schauen, was passiert.
Ist dann klar, dass es ein Desaster wird, dann haben plötzlich ja alle gleich gesagt....................
Es tut mir leid, aber ich habe das Vertrauen in die Politik verloren. Ich hätte von einer grünen Bürgermeisterin erwartet, dass sie sich schützend vor die Bäume stellt, anstelle deren Rodung zu befürworten.
Alle schwätzen ohne was zu sagen und machen, was für ihren Posten gut ist.
742
D. Theiß aus Lich schrieb am 16.11.2011 um 20:40 Uhr
Wer als Privatperson Bäume von dieser Stärke fällt der bekommt massiven Ärger, deswegen kann ich nicht verstehen dass man schon vor Jahren als Stadtverordneter alles nur abgenickt hat und jetzt setzt die große Schelte ein.
Ein Bürgerbegehren wie es manche fordern ist zu diesem Zeitpunkt auch für die Katz, hätte man schon vor einigen Jahren ein Bürgerbegehren durchgeführt dann hätte dieses vielleicht zu einem Erfolg geführt, aber auch nur vielleicht, siehe Reiskirchen.
Barbara Fandré
385
Barbara Fandré aus Langgöns schrieb am 16.11.2011 um 21:13 Uhr
Sehr geehrte Frau Toth, sehr geehrter Herr Theiß,

offensichtlich ist Ihnen nicht bekannt, dass Kommunalpolitiker ausschließlich in ihrer Stadt oder in ihrer Gemeinde Entscheidungen treffen können. Die Bürgerinnen und Bürger in ihren jeweiligen Kommunen müssen schon selber aktiv werden, um Dinge in ihrem Sinne zu beeinflussen. Das tun sie in diesem Fall jetzt, was gut ist. Einsparungen vornehmen, dass sollte immer möglich sein. Was die Wieseckau anbelangt: Bäume fällen zugunsten von Luxusblumenbeete, das zu verhindert, sollte auch zum jetzigen Zeitpunkt machbar sein. Herr Theiß bestätigt das ja auch, indem er (zu Recht) kritisiert, dass es für Privatpersonen häufig nicht so einfach ist, mal eben so einen alten Baum zu fällen. Er sollte demnach doch froh sein, dass es nun Menschen gibt, die sich für den Baumbestand in der Wieseckau einsetzen.

Mit freundlichen Grüßen

Barbara Fandré
742
D. Theiß aus Lich schrieb am 16.11.2011 um 21:23 Uhr
Frau Fandré,
ich sehe das genauso wie Sie, aber, der Zeitpunkt der wurde von den Bürgern und den Kommunalpolitiker/innen verkehrt gewählt, es gibt ein Sprichwort, Wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, deckt man ihn zu.
Genauso wird zum jetzigen Zeitpunkt in Gießen reagiert, hätte man zu einem früheren Zeitpunkt agiert wäre manches anders.
Bernd Zeun
9.536
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 16.11.2011 um 23:08 Uhr
Frau Fandré, dem muss man ja zustimmen, was Sie schreiben, ich könnte es Ihnen auch abnehmen, wenn Sie es als Privatperson und nicht als Kommunalpolitikerin geschrieben hätten. Fakt ist nämlich, dass sich die FDP, wie auch CDU, SPD, Bündnis90/Die Grünen und FWG für das Projekt Landesgartenschau 2014 begeistert eingesetzt haben. Das kann man in einer IHK-Broschüre „Auf zu neuen Ufern“ von 2007 nachlesen (die einzige Partei, die nicht erwähnt wurde und sich möglicherweise damals als „Spaßverderber“ gezeigt hatte, war die Linke, damals noch Linkspartei/PDS.). Ebenso begeisterte Befürworter waren die Industrie- und Wirtschaftsverbände, Gruppierungen wie die Rotarier und Lions-Club, Vertreter des Handels und der Universität etc. Angeblich sollten sich auch Tausende Bürger durch Einzelbekundungen dafür ausgesprochen haben, ein Beweis wurde allerdings nicht geliefert, lediglich der Vertreter der Fünfzigervereinigungen wird zitiert. Aufgefallen ist mir, dass von Kosten und Umweltschädigung damals in der Broschüre keine Rede war, lediglich von den tollen Möglichkeiten, die das Projekt der Stadt bieten würde. http://www.giessen.de/media/custom/684_4464_1.PDF?1283393576
Ilse Toth
33.269
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 16.11.2011 um 23:42 Uhr
Ich kann es nur wiederholen! Mit wem man auch spricht, das Vertrauen in die Politik haben die Bürger und Bürgerinnen verloren. Das zeigen die Wahlbeteiligungen in den Gemeinden. Jeder Privatmann, der sich einen solchen Schuldenberg auflädt, geht in die Insolvenz.
Sehr geehrte Frau Fandré, ja , wir sollten aktiv werden! Keiner soll mehr zur Wahlurne gehen! Für mich gibt es momentan niemanden, dem ich mein Vertrauen ausspreche. Sprüche können alle "klopfen"! Vor den Wahlen machen alle alles besser und verteilen Gelder, die nicht vorhanden sind. Ich bin eigentlich ein Optimist, aber ich sehe keine Chance für Giessen, sich von diesem Schuldenberg zu befreien. Mit und ohne LaGa! Vielleicht gibt es ja einige Leute, die wieder einmal neue Steuern erfinden, um die sparsamen Privatleute, die "Haus und Hof zusammenhalten", weiter zu schröpfen.
Stefan Walther
3.934
Stefan Walther aus Linden schrieb am 16.11.2011 um 23:52 Uhr
Ob es nun richtig oder falsch war, dass die Beitragseinstellerinnen ihre Parteizugehörigkeit erwähnen, das will ich hier mal nicht in den Vordergrund stellen:
- für mich ist der Inhalt des Beitrages ausschlaggebend, und da gehe ich in fast allen Punkten mit!

Dass dann Skepsis bei den Kommentatoren aufkommt, dies ist aber auch verständlich, denn gerade aus der Ecke der Liberalen hat man bisher wenig von Bürgerbeteiligung besser "Bürgerentscheidung!" gehört.

Nicht so skeptisch Herr Theiß, es ist nie zu spät, sicher hätte man früher anfangen können....nur, das hilft jetzt wenig....und wie sagte schon Bert Brecht: Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft, der hat schon verloren. Und das ist dann auch nicht lächerlich.
Barbara Fandré
385
Barbara Fandré aus Langgöns schrieb am 17.11.2011 um 08:06 Uhr
Sehr geehrter Herr Zeun,

hätte ich "verschwiegen", dass ich kommunalpolitisch tätig bin, wäre ich dafür auch kritisiert und als unehrlich abgestempelt worden. Ich bin nicht dafür bekannt, opportune Politik zu machen. Jeder sollte seine Meinung zu einem Thema äußern dürfen. Die Aufforderung von Frau Toth, keiner sollte mehr zur Wahl gehen, hilft nicht weiter.

Vielen Dank an Herrn Walther für das Brecht Zitat! Besser kann man es nicht ausdrücken!
Michael Beltz
6.507
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 17.11.2011 um 08:39 Uhr
Herr Theiß, ich muß auf den Hinweis von Herrn Zeun zurückkommen. Ich habe mich vor Jahren nach dem Schulleiter der Herderschule als zweiter (neben Artikeln im Gießener Echo) in der Gießener Tagespresse gegen die LaGa positioniert. Gleichzeitig musste ich Selbstkritik üben, da ich im ersten Anflug von Freude über die schönen Blumen für die LaGa im Stadtparlament gestimmt habe.
Zur heutigen Sitzung in unserem teuren Kulturrathaus habe ich einen Antrag zur Absage der LaGa eingbracht. Den Text meines Redebeitrages werde ich hier einstellen.
Werte Frau Fandre, ich denke, die beiden Vertreter der FDP werden dieseen Antrag ablehnen und der weiteren Verschuldung unserer Stadt und der Vernichtung der Natur in der Wieseckaue zustimmen. Ihre guten Argumente werden Ihre Parteifreunde nicht erreichen.
So stellt sich mir jedoch die Frage, warum Sie hier überhaupt geschrieben haben. Die FDP ist schon unglauwürdig genug.
Nicole Freeman
7.248
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 17.11.2011 um 09:03 Uhr
mir zeigt es das es in allen parteien mitlerweile zweifler gibt und das ist gut. so langsam scheint der buerger ernst genommen zu werden. man bekommt angst das ein denkmal nicht gebaut wird und das ist gut. sollen die politiker der stadt bemerken das der buerger eine stimme hat ! es gibt viel ungenutztes potential giessen atraktiver zu machen . ideen die wenig geld kosten aber ,, leider,, kein denkmal darstellen wie das rathaus . warum nutzt man das nicht aus ? natuerlich werden gelder fuer die nichtausrichung der laga verlangt werden aber das kostet nicht so viel wie die durchfuehrung.
Stefan Walther
3.934
Stefan Walther aus Linden schrieb am 17.11.2011 um 17:21 Uhr
Ich denke das ist falsch Michael, warum sollte man Unterstützung aus dem bürgerlichen Lager ablehnen, nur weil die Stadtverordneten (hier als Beispiel die FDP) in Gießen das mit hoher Wahrscheinlichkeit anders sehen?
Hier sollte es weniger um Parteigezänk gehen, viel mehr um den Bürgerwillen, natürlich nur (wovon ich ausgehe!) wenn es ehrlich gemeint ist!
Michael Beltz
6.507
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 18.11.2011 um 13:27 Uhr
Du hast mich falsch verstanden, Stefan. An anderer Stelle (zum Aufruf für Donnerstag) habe ich geschrieben, dass es wichtig ist, dass nicht dur die Vertreter vin DKP, PDL, Linkes Bündnis/Bürgerliste und Fraktion Die Linke die Sprecher stellen. Vielmehr sind wir auf Gießener Bürger angewiesen, die den Protest gegen die LaGa organisieren. Gegen die FDP habe ich polemisiert, weil sie in Gießen seit 2008 für die Ausrichtung der LasGa eintritt.
Insofern tritt Faru Fandre als Alibi auf.
Ilse Toth
33.269
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 18.11.2011 um 13:50 Uhr
Ich bin der Meinung, dass es nicht die Aufgabe einzelner Parteien sein soll, pro oder kontra LaGa zu stimmen. Die Parteien sollen lieber abstimmen, ob es eine Bürgerbefragung geben soll.
Stefan Walther
3.934
Stefan Walther aus Linden schrieb am 18.11.2011 um 15:10 Uhr
Michael, die Aufrufer sind ein bunt gemischtes Völkchen von Einzelpersonen ( und treten keineswegs als Vertreter von der von dir genannten Parteien auf ), die als Person zum Kritiker-Treffen aufgerufen haben, darunter (wie du sicher weisst) Vertreter von Naturschutzverbänden, Gewerkschaften oder auch Organsiationen wie attac. Von "Sprechern" ist bisher, so weit ich informiert bin, überhaupt nicht die Rede, und von Parteien schon mal gar nicht!
Für alle, die dies bisher nicht gewusst haben: weder das Linke Bündnis noch die Bürgerliste ist eine Partei! Die Mitglieder des Linken Bündnisses sind in überwältigender Mehrheit parteilos!
Und wenn sich jemand als Kritikerin der LaGa outet, dann ist es mir persönlich völlig egal ob er/sie parteilos oder vielleicht sogar Mitglied der FDP ist.

Ja, die Bürgerinnen und Bürger sollten entscheiden, völlig klar, darum soll es ja gerade beim Treffen gehen. Und ob das dann den Parteien gefällt, das ist mir persönlich "schnuppe"! Die Volksvertreter sollten eigentlich immer das umsetzen was das Volk will....tja, das ist dann aber wirklich nur noch graue Theorie :-)
Ilse Toth
33.269
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 18.11.2011 um 16:11 Uhr
Wie wahr, wie wahr, Stefan!
Peter Herold
24.460
Peter Herold aus Gießen schrieb am 21.11.2011 um 12:41 Uhr
Also durch ihren unwermütlichen WEinsatz zur Zerstörung der "Naturlandschaft" Wieseckaue hat sich für mich nicht nur die grüne Bürgermeisterin unglaubwürdig gemacht, nein sie hat dadurch der ganzen Grünen Partei einen Bärendienst erwiesen und danke Herr Beltz, den jetzt zitierten Satz von Ihnen unterschreibe ich voll und ganz: "So stellt sich mir jedoch die Frage, warum Sie hier überhaupt geschrieben haben. Die FDP ist schon unglaubwürdig genug. "
Stefan Walther
3.934
Stefan Walther aus Linden schrieb am 21.11.2011 um 12:57 Uhr
Peter, ich werde auch weiterhin jeden egal wen kritisieren, der sich hier auf die Ebene von Auseinandersetzungen zwischen Parteien begibt!
Wenn die Kritiker der Landesgartenschau zu dem Ergebnis kommen sollten, was ich natürlich nicht weiss, dass man ein Bürgerbegehren anstrebt, dann wäre es fatal, wenn man von vorne herein jede(n) ausgrenzen würde nur weil er/sie in der oder der Partei ist! Manche sollten sich auch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, es gibt kaum eine Partei in Deutschland, in der es keine verschiedenen Flügel bis hin zu verschiedenen Fraktionen gibt.
Wenn etwas erfolgreich gegen die LaGa unternommen werden soll, dann müssen ALLE Kritiker ( als Bürgerinnen und Bürger ) herzlich willkommen sein. Zum Beispiel fragt keine Bürgerinitiative, wenn sie es richtig macht, nach der Parteizugehörigkeit einer Person, sondern lediglich nach ihrer Position. Dieses überparteiliche Bündnis ist Grundvoraussetzung jeder Bürgerbewegung!
Christine Weber
6.910
Christine Weber aus Mücke schrieb am 24.11.2011 um 10:25 Uhr
Eine Bemerkung zu den Fällen der alten Bäume:
Ich weiß, dass vor ca. 5-6 Jahren ein Kleingartenverein in der Stadt Gießen verurteilt wurde, eine Strafe von 5.000 Euro zu zahlen, weil sie ein Funktionshaus neben einer alten wunderschönen Kastanie errichtet haben. Der Bau des Hauses könnte ja die Wurzeln des Baumes verletzen. So viel dazu.
Ilse Toth
33.269
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 24.11.2011 um 11:10 Uhr
Ja, nun ist es umgekehrt. Der wunderschön gewachsene , alte Baum an der Brücke stört nun den Bau eines Kaffees. So ändern sich die "grünen Zeiten"!
Christine Weber
6.910
Christine Weber aus Mücke schrieb am 24.11.2011 um 11:53 Uhr
Ja, leider. Und das ist sehr schade. Wo sind die Ideale geblieben? Auf der Strecke für den Gewinn.
Ilse Toth
33.269
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 24.11.2011 um 12:30 Uhr
Wer einen Posten hat, vergißt schnell seine früheren Ideale!
54
Thomas Pfund aus Gießen schrieb am 24.11.2011 um 21:14 Uhr
Jede Stadtregierung braucht doch ihr Prestigeobjekt und sei die Stadt noch so hoch verschuldet. Bei der CDU/FDP/Grünen-Regierung war es das viel zu teure Rathaus und die Landesgartenschau (LaGa). Bedauerlicherweise machen SPD und GRÜNE genau da weiter. Die FWG ist hiervon nicht ausgenommen, die war ja auch dafür.
Aber wehe wenn die jetzige Stadtregierung die LaGa absagt, dann gibt es Kritik vom politischen Gegner.
Wenn jetzt die CDU/FDP-Opposition wegen zu hoher Schulden die Stadtregierung aus SPD/Grünen kritisiert, sollte sie sich mal an die eigene Nase fassen. Sie hat doch als damalige Stadtregierung den Weg für die LaGa, ohne Einbindung der Bürgerschaft, geebnet. Das Neue Rathaus, welches während der Amtszeit von CDU/FDP/GRÜNEN gebaut wurde, war ja auch wesentlich teurer als geplant.
Die SPD hat vor der Wahl mehr Bürgerbeteiligung versprochen. Das hat sie nach der Wahl auch eingehalten. Es nützt aber nichts wenn bereits Verträge mit Unternehmen zur LaGa während der Regierungszeit von CDU/FDP/Grünen unterschrieben wurden. Das ist doch eine Farce.
Ich frage mich mittlerweile ob unsere Bürgermeisterin Weigel-Greilich eine "echte Grüne" ist. Sie trägt ein grünes Mäntelchen und hat ein tiefschwarzes Herz, da ist ja manch ein Politiker der CDU noch "grüner". Wenn eine "Grüne" Bürgemeisterin mehr Bäume - die meisten davon sind gesund - in der Wieseckaue zu Fall bringen will als neue für die LaGa gepflanzt werden sollen, wenn während der Brutzeit im Frühjahr Bäume gefällt werden und Vogelnester mitsamt Gelege vernichtet werden, wenn das biologische Gleichgewicht des Schwanenteichs zerstört wird, dann gehört diese Frau bei der nächsten Wahl abgestraft.
Wie lässt sich denn eigentlich diese extreme Überschuldung der Stadt Gießen mit der Schuldenbremse in der Hessischen Verfassung in Einklang bringen? SPD/CDU/FDP und GRÜNE waren für die Aufnahme der Schuldenbremse in die Hessische Verfassung und jetzt werden Steuergelder einfach verbraten. Eine Bürgerbefragung zur Durchführung der LaGa wäre fair gewesen, aber die Politiker haben ja Angst davor. Angst, dass die Mehrheit der Bürger sich gegen die LaGa ausspricht und so ein erneutes Prestigeobjekt zu Fall bringt. Schade, dass man die Politiker, die sich für die LaGa aussprechen, nicht persönlich haftbar machen kann. Ich persönlich brauche keine LaGa, nicht zum jetzigen Zeitpunkt, die kann man in einigen Jahren immer noch in Gießen durchführen. Viel wichtiger ist es erst einmal den Bahnhofsvorplatz (Aushängeschild der Stadt) zu erneuern, öffentliche Gebäude z.B.Schulgebäude zu sanieren, mehr Geld in Bildung und Präventionsprojekte zu stecken.
Peter Herold
24.460
Peter Herold aus Gießen schrieb am 30.11.2011 um 22:13 Uhr
Na endlich hat es einer auf den Punkt gebracht. Die grünen sind nur noch außen grün;-)) und innen schwarz!!
M.E. will sich die grüne Bürgermeisterin ein Denkmal setzen. Fragt sich nur was dann unten auf dem Sockel steht?
Michael Beltz
6.507
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 01.12.2011 um 10:36 Uhr
Hallo Stefan, ob Du willst oder nicht. Selbstverständlich gibt es auch in der Frage LaGa Auseinandersetzungen zwischen Parteien. Ich werde also weiterhin gegen SPD, CDU, Grüne, FDP usw argumentieren, auch wenn ich weiß, dass einige Stadtverordnete entgegegen ihrem Gewissen fürdie LaGa gestimmt haben oder stimmen werden.
Dennoch halte ich die außerpalamentarischen Bewegungen und Aktionen für wichtiger; sie können wiederum zu einem anderen Wahlverhalten führen. Dies ist nur von geringer Bedeutung, da wiederum jede der genannten Parteien mit beinahe jeder anderen koalieren kann.
Ich denke, die Fraktion Die Linke und Linkes Bündnis/Bürgerliste gehen beide in diese Richtung und nehmen den Bürgerwillen ernst. Sie handeln also nicht abseits von den hinter ihnen stehenden Organisationen und Wählern.
Du kannst mich noch einmal hier kritisieren, dann habe ich an dieser Stelle jedoch keine Lust mehr.
Interessanter sind die Berichte (auch in Protokollform) über die gestrige Beratung.
Peter Herold
24.460
Peter Herold aus Gießen schrieb am 01.12.2011 um 17:51 Uhr
Leider sind sich die jetzt regierenden Parteien einig, auch gegen Volkesmeinung die Show in voller Läge, ungeachtet der Kosten durchzuziehen.
Ich hoffe der Bürger merkt sich das für die nächste Wahl, wobei sie hoffentlich auch bedenken, dass die derzeit nicht an der Macht stehende CDU einen großen Anteil an der Geldausgabe hat.
Ich werde es mir auf jeden Fall merken. ADE SPD!
Stefan Walther
3.934
Stefan Walther aus Linden schrieb am 01.12.2011 um 22:46 Uhr
Meine Kritiken sind nie persönlich gemeint Michael, das mal vorab!
Und wenn ich Kritik erhalte, dies kommt schon öfter mal vor :-), nun dann nehme ich sie auch nie persönlich, denn persönliche Kritik würde mich gar nicht interessiern.
Ich wollte nur damit ausdrücken, dass es hier um den Bürgerwillen geht, um die Einheit, völlig unabhängig einer Parteizugehörigkeit, und dass es meiner Ansicht nach der großen Mehrheit der LaGa-Gegner darauf ankommt wie jetzt am effektivsten der außerparlamentarische Druck verstärkt werden kann. Die nächsten Wahlen, davon bin ich überzeugt, interessieren in diesem Zusammenhang die wenigsten, jetzt geht es um die Absage / die Verhinderung der LaGa. Wer völlig uneigennützig dann an der Seite der LaGa-Gegner steht, das sollen die Menschen dann selbst beurteilen! Genauso wie sie auch klar erkennen werden wer nicht an ihrer Seite steht, das sieht man alleine schon am letzten Kommentar von Peter.....
Peter Herold
24.460
Peter Herold aus Gießen schrieb am 02.12.2011 um 13:11 Uhr
Ich bin echt sauer auf die und wenn ich demnächst mal die OB auf ihr Versprechen mit der Bürgerbeteiligung anspreche, ich hoffe ich komme zu einem persönlichen Gespräch, dann sehe ich weiter.
Stefan Walther
3.934
Stefan Walther aus Linden schrieb am 02.12.2011 um 16:38 Uhr
...kannst "Kollegin" und "du" zu ihr sagen Peter, gestern bei der DGB-Konferenz hat sie uns Delegierte als ver.di "Kollegin" auch so begrüßt :-)
ob sie dann morgen, wenn u.a. der Kollege Dr. Ulf Immelt vom DGB für die LaGa-Gegner spricht, auch noch so viele Sympathien für uns hat? Schau`n mer mal :-)
Peter Herold
24.460
Peter Herold aus Gießen schrieb am 02.12.2011 um 19:29 Uhr
ja, schaun wir mal ;-), aber gilt das mit dem Du auch für mich. Bin docgh kein Mitglied mehr nur noch Sympathisant;-))
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Barbara Fandré

von:  Barbara Fandré

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