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Sternstunde im Langgönser Kulturkalender - "Kommen immer wieder gerne in diese kleine, große Alte Oper"

Die jungen Sängerinnen des Vokalkreises der Friedrich-Ebert-Schule mit (vorne l.) Pianist Roland Schmiedel, Tenor Michael Brauer, Sopranistin Kira Petry, Flötistin Katharina Sames und Initiatorin Barbara Fandré
Die jungen Sängerinnen des Vokalkreises der Friedrich-Ebert-Schule mit (vorne l.) Pianist Roland Schmiedel, Tenor Michael Brauer, Sopranistin Kira Petry, Flötistin Katharina Sames und Initiatorin Barbara Fandré
Langgöns | Märchenhafter Opernabend verzauberte Besucher und brachte 3.382 Euro für PalliativPro.

Magische und sehr intensive, vielfach Gänsehaut erzeugende musikalische Momente erlebten und genossen die knapp 250 Besucher am Samstagabend beim sechsten Konzert der Reihe „Business meets Classic“ im Autohaus Bödeker in Langgöns. Veranstalter war wieder der Förderverein Palliativ Pro aus Gießen, der die Freunde klassischer Musik einmal mehr nach Langgöns lockte. Passionierte Opernliebhaber und Gäste, die mit dem Genre nicht ganz vertraut sind, waren gleichermaßen begeistert. Sie honorierten die grandiose Darbietung der auf höchstem Niveau agierenden Künstler mit langanhaltendem Applaus und immer wiederkehrenden Bravo-Rufen schon während des Programms. Initiatorin und PalliativPro-Vorstandsmitglied Barbara Fandré hatte mit Sopranistin Kira Petry, der die musikalische Leitung oblag und die charmant durch den Abend führte, für ein abwechslungsreiches und höchst stimmungsvolles Programm unter dem Titel „Märchenzauber – Magie der Oper“ gesorgt, das keine Wünsche offenließ. Ausführende waren neben den Solisten Kira Petry, Tenor Michael Brauer und Flötistin Katharina Sames die jungen Sängerinnen des Vokalkreises der Friedrich-Ebert-Schule und Pianist Roland Schmiedel.
Viele Firmen aus der Region unterstützten die Veranstaltung, allen voran das Autohaus Bödeker, in dessen Ausstellungshalle das Konzert stattfand. Die stimmungsvolle Dekoration der ungewöhnlichen Lokalität wurde durch eine Vernissage von Bildern der heimischen Künstlerinnen Rebekka Zygan, Catherina Peeters und Heike Donat reizvoll umrahmt. Der Erlös aus den Publikumsspenden sowie ein Drittel aus dem Verkauf der Bilder geht auch diesmal an den Förderverein „Palliativ Pro“ aus Gießen, der es sich zum Ziel gemacht hat, die palliativmedizinische Versorgung in Mittelhessen zu unterstützen und sich für ein weitgehend schmerzfreies Sterben in Würde einsetzt. Die Schirmherrschaft hatte Dr. Hermann Otto Solms, Vizepräsident des Deutschen Bundestages, übernommen.
Barbara Fandré widmete das Konzert Hans Bödeker und dem achtjährigen Kayra Can Travaci, die beide seit Jahren – und auch aktuell - gegen eine lebensbedrohliche Erkrankung kämpfen. Sie begrüßte unter den Gästen den ersten Vorsitzenden des Fördervereins, Professor Dr. Ulf Sibelius und hieß auch den Ersten Beigeordneten Hans-Ottmar Müller
Der Vokalkreis der Friedrich-Ebert-Schule, ein Mädchenchor, wurde 1998 zum sechstbesten Chor Deutschlands gekürt
Der Vokalkreis der Friedrich-Ebert-Schule, ein Mädchenchor, wurde 1998 zum sechstbesten Chor Deutschlands gekürt
und die Fraktionsvorsitzenden Jürgen Knorz (CDU/FDP), Hans Noormann (Grüne) und Thomas Schmidt (SPD) sowie Eva Oberschelp (Ortsvorsteherin Niederkleen) und den Lang-Gönser Ortsvorsteher Prof. Dietrich Steffens willkommen – zudem die Pfarrer Achim Keßler und Hartmut Völkner. In ihrer Rede betonte sie, dass sich „der Förderverein trotz immer knapper werdender finanzieller Mittel im Gesundheitswesen dafür einsetzt, dass die Menschlichkeit und Würde kranker Menschen nicht auf der Strecke bleiben.“ Da sich der Verein ausschließlich aus Mitgliedschaftsbeiträgen und Spenden finanziere, „von denen Leistungen beglichen werden, die weit über die der Kassen hinausgehen, möchten wir um Spenden bitten, die ausschließlich dazu dienen, unheilbar kranken Menschen und deren Angehörigen zu helfen", sagte Fandré und wies auf die Möglichkeit hin, als Mitglied in den Förderverein einzutreten, um die Arbeit von PalliativPro kontinuierlich zu unterstützen. Auch Dr. Hermann Otto Solms würdigte in seinem Grußwort den Verein: "Ich halte die Arbeit des Fördervereins für sehr wertvoll. Mit seinem Wirken übernimmt er Verantwortung für andere und lebt uns vor wie Barmherzigkeit in unserer modernen Welt aussehen kann!" Indem der Förderverein die Schwerstkranken
und ihre Familien in den Mittelpunkt seiner Arbeit stelle, hole er sie in die Gemeinschaft zurück und bette sie gleichsam in die Gesellschaft ein, betonte der Schirmherr und dankte Professor Sibelius und Barbara Fandré für "Ihre verantwortungsvolle Barmherzigkeit und für ihren Dienst an den Schwerstkranken“.
Mit dem "Märchenzauber" von J.G. Rheinberger eröffneten die talentierten Mädchen und jungen Frauen des Vokalkreises unter der Leitung von Kira Petry das Programm, sie bestachen mit ihrem jugendlich-frisch vorgetragenen und qualitativ höchst anspruchsvollen Gesang. Katharina Sames betörte das Publikum an der Querflöte, die unter ihren Händen bei Stücken wie „La flute enchantée“ von Ravel und dem „Rondo in D“ aus Mozarts „Zauberflöte“ selbst zur Zauberflöte wurde. Kira Petry begeisterte mit ihrem herrlichen Sopran, der auch in anspruchsvollsten Partien wie der Arie der Pamina „Ach, ich fühl’s“ aus der „Zauberflöte“ stets perfekt erklang. Gleiches galt für Michael Brauer, der unter anderem mit der berühmten Arie „Nessun dorma“ aus der Oper „Turandot“ von Puccini für kollektives Gänsehaut-Feeling im Publikum sorgte. Am Ende dieser Sternstunde im Langgönser Kulturkalender verlangte das Publikum mehrere Zugaben, den berührenden Schlusspunkt setzte der Vokalkreis mit dem "Abendsegen" aus der Oper "Hänsel und Gretel“: Die jungen Stimmen besangen wunderschön eine Szene, in der 14 Englein den Schlaf eines Kindes behüten. „Langgöns ist eine Reise wert, wir kommen immer wieder gerne in diese kleine, große Alte Oper“, sagte ein Besucher aus dem Rhein-Main-Gebiet am Ende des Konzerts sichtlich beeindruckt von dem zuvor Dargebotenen.
Wer die Arbeit des Fördervereins PalliativPro unterstützen möchte, kann auf folgende Konten Geld spenden: Volksbank Mittelhessen BLZ 513 900 00 Kontonummer: 816 98 708 und Sparkasse Wetzlar BLZ: 513 500 25 Kontonummer: 222 038 640

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Schirmherr Bundestagsvizepräsident Dr. Hermann-Otto Solms
Stimmungsvolle Dekoration mit ....
.... zauberhafen Bildern der heimischen Künstlerinnen Rebekka Zygan, Catherina Peeters und Heike Donat
Pianist Roland Schmiedel
Flötistin Katharina Sames betörte das Publikum
Allerhöchstes Niveau: Sopranistin Kira Petry verzauberte mit ihrer wunderschönen Stimme die Gäste
Kira Petry und MIchael Brauer im Duett

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Kommentare zum Beitrag

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Heinz-Dieter Lipp aus Langgöns schrieb am 04.11.2011 um 10:42 Uhr
Toller Bericht, tolle Veranstaltung, schöne Bilder.
Glückwunsch Frau Fandre.
Konnte in diesem Jahr leider nicht an der Veranstaltung teilnehmen.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

Mitmachen ist ganz einfach und alles ist kostenlos: Gleich registrieren und los geht's!

Herzlichst, Ihr(e) Barbara Fandré

von:  Barbara Fandré

offline
Interessensgebiet: Langgöns
Barbara Fandré
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