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"Kunst im Unternehmen": Ausdrucksvolle Vernissage von behinderten und nicht behinderten Künstlern

Andi Jung und Benjamin Schmidt
Andi Jung und Benjamin Schmidt
Langgöns | Die siebte Auflage von "Kunst im Unternehmen" stand ganz im Zeichen von Inklusion und gastierte zum zweiten Mal in den Räumlichkeiten der Langgönser Geschäftsstelle der Volksbank Mittelhessen. "Kunst ist ein Medium, das zur Verständigung hervorragend geeignet ist, Menschen zusammenführt und in Dialog bringt. Diese sehenswerte Vernissage rangiert auf einem beeindruckenden künstlerischen Niveau und wurde von bemerkenswerten Künstlern erschaffen", sagte Barbara Fandré, die als Initiatorin des Projekts die Gäste der Vernissage begrüßte. Sie dankte besonders der Volksbank Mittelhessen, die behinderten und nicht behinderten Künstlern einen würdevollen Rahmen bietet, um ihre Kunstwerke und Musik zu präsentieren.

„Wir tun das gerne“, bekräftigte Volksbank-Filialbereichsleiter Manuel Menge. Mit Sach- und Geldspenden im Wert von weit über eine Million Euro jährlich übernehme die Volksbank Mitverantwortung für die Region und ihre Menschen

Dieses Bild hätten wir gleich mehrmals verkaufen können“, freute sich Angelika Maus, die Heimleiterin der Schottener Reha Langgöns, als sie bereits zu Beginn der Ausstellungseröffnung am Freitag das vor Lebensfreude sprühende Gemälde „Konfetti“ von Martina Prause mit einem roten Punkt als„verkauft“ markierte. Dabei handelt es sich um eines der ausdrucksstarken Bilder der Malgruppe der Schottener Reha, die derzeit in den Räumen der Lang-Gönser Volksbankfiliale zu sehen sind. Gemeinsam mit der Malgruppe stellen auch der Langgönser Künstler Peter Schmied, die Niederkleener Künstlerin Catherina Peeters und die Wettenbergerin Rebekka Zygan einige überaus sehenswerte Arbeiten aus. Die Ausstellung im Rahmen des ortsteilübergreifenden Projekts „Kunst im Unternehmen“ wird bis Mitte November in der Volksbankfiliale zu sehen sein. Anspruchsvoll musikalisch umrahmt wurde die Vernissage von Andi Jung und Benjamin Schmidt von der Langgönser Musikschule "musikPlatz".

Barbara Fandré sieht Inklusion als die konsequente Weiterführung von Integration – auch behinderter Menschen - in die Gesellschaft; sie sei froh, dazu mit „Kunst im Unternehmen“ einen Beitrag leisten zu können. „Wir alle sollten uns im Rahmen unserer Möglichkeiten auch für Schwache und für Minderheiten einsetzen und engagieren“. Doch reiche allein bürgerschaftliches und ehrenamtliches Engagement nicht aus. Auch die Politik müsse eine tragende Säule
Künstlergruppe Schottener Reha, Manuel Menge (siebter von links), daneben Catheriana Peeters, Marin Hanika, Peter Schmied, Rebekka Zygan, Barbara Fandré, Angelika Maus
Künstlergruppe Schottener Reha, Manuel Menge (siebter von links), daneben Catheriana Peeters, Marin Hanika, Peter Schmied, Rebekka Zygan, Barbara Fandré, Angelika Maus
sein, um dieses Anliegen in den Köpfen der Menschen zu verankern. In diesem Zusammenhang begrüßte die Initiatorin neben dem Langgönser Beigeordneten Hans-Ottmar Müller, den Fraktionsvorsitzenden von CDU/FDP und Bündnis 90/Die Grünen Jürgen Knorz und Hans Noormann auch den Vorsitzenden der Langgönser Gemeindevertretung Martin Hanika, der in seinem Grußwort zur Ausstellung den Begriff der Inklusion aufgriff. Diese sollte eigentlich „die größte Selbstverständlichkeit der Welt“ sein, so Hanika. Es brauchte dennoch eine UN-Konvention, die 2006 von der UNO-Generalversammlung in New York verabschiedet und in Deutschland 2009 durch Bundestagsbeschluss in Kraft getreten sei. Unter Applaus formulierte er den Anspruch, allen Teilen der menschlichen Gesellschaft Teilhabe, Akzeptanz und Achtung der Individualität entgegenzubringen und ihnen die Möglichkeit zu geben, sich zu entwickeln und ihr kreatives, künstlerisches Potential zu entfalten – „nicht nur für sich selbst, auch für die Gesellschaft“. Genau dies wolle die Ausstellung. Vollständige Inklusion zeige im Umgang nicht nur mit behinderten Menschen, sondern mit allen Schwachen und Alten einer Gesellschaft: „Wirkliche Inklusion, wirkliche Solidarität schließt sie alle ein“.

Barbara Fandrés ganz besonderer Dank galt den Ausstellern der Malgruppe Martina Prause, Monika Thiesen, Renate Hirnet, Roy Cisco Ritter, Hans-Jürgen Schillo, Rainer Gabriel, Ulrike Gottschalk und Christos Pyrelis, die unter Leitung von Elke Bäcker arbeiten, und den heimischen Künstlern Rebekka Zygan, Catherina Peeters und Peter Schmied sowie Stefan Baldus als Helfer im Hintergrund.

Mit dem Wunsch an die Gäste, "heiter und beschwingt, entspannt und inspiriert, aber auch etwas nachdenklich ins Wochenende" zu kommen, schloss Fandré.

Andi Jung und Benjamin Schmidt
Künstlergruppe Schottener Reha, Manuel Menge (siebter von links), daneben Catheriana Peeters, Marin Hanika, Peter Schmied, Rebekka Zygan, Barbara Fandré, Angelika Maus
Filiale Volksbank Mittelhessen  Lang-Göns
Andi Jung
Benjamin Schmidt
Renate Hirget und Roy Cisco Ritter
Rebekka Zygan, Angelika Maus
Bild von Peter Schmied
Manuel Menge, Martin Hanika
Barbara Fandre, Stefan Baldus
Catherina Peeters
Bild links: Catherina Peeters Bild rechts: Rebekka Zygan
Künstlergruppe Schottener Reha

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von:  Barbara Fandré

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Interessensgebiet: Langgöns
Barbara Fandré
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