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SPD Langgöns: Barbara Fandré (CDU/FDP) soll Bürgermeister um Entschuldigung bitten

Kristine Tromsdorf
Kristine Tromsdorf
Langgöns | Heftig kritisieren die Sozialdemokraten den Umgangston und den Stil der politischen Auseinandersetzung in Langgöns, wie ihn Teile der Koalition prägen. Dies wurde bereits in der letzten Sitzung der Gemeindevertretung deutlich. Aus sozialdemokratischer Sicht war dies eine konstruktive Sitzung, in der sachlich debattiert wurde. Beispielhaft war der Umgang mit dem Thema erneuerbare Energien, das gemeinsam angegangen werden soll!

Völlig aus dem Rahmen fielen dann am Ende die beleidigenden Angriffe Barbara Fandrés (CDU/ FDP) gegenüber Bürgermeister Horst Röhrig. „Für mich war das ein unglaublicher Auftritt“, stellt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Kristine Tromsdorf fest, die dies in der Sitzung auch äußerte. „Persönliche Angriffe und Diffamierungen sind kein geeignetes Mittel der politischen Auseinandersetzung und haben in einer Sitzung der Gemeindevertretung nichts zu suchen!“, unterstreicht Tromsdorf ihre Kritik.
Verwundert und verärgert zeigt sich die Sozialdemokratin auch darüber, dass der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Martin Hanika (CDU) das Verhalten Fandrés nicht sofort pflichtgemäß rügte, wie es die Geschäftsordnung vorsieht. Hiernach ist es Aufgabe des Vorsitzenden, für eine sachliche und ordnungsgemäße Sitzung zu sorgen.
Amüsiert reagiert Thomas Schmidt, der Fraktionschef der SPD in der Gemeindevertretung Langgöns, auf die jüngste Presseerklärung der Koalition zum Thema ‚Älter werden in Langgöns‘. „Wir waren schon ziemlich überrascht von der heftigen Reaktion der Koalition“. Thema des Antrages sei lediglich gewesen, in den Gremien der Gemeinde den Altenhilfeplan sowie die Anregungen des Seniorenbeirates zu diskutieren. Der Altenhilfeplan wurde im Mai 2010 vom Landkreis erstellt und enthält Aussagen zur derzeitigen und zukünftigen Situation älterer Menschen.

Der Seniorenbeirat der Gemeinde Langgöns hat sich mit diesem Plan intensiv auseinandergesetzt und eine Stellungnahme verfasst. Eine Beschäftigung mit diesen Informationen ist nach Überzeugung der Sozialdemokraten eine wesentliche Aufgabe des Parlamentes. Folgerungen und Bewertungen können erst nach erfolgter Besprechung erfolgen. „Wo hier ein Dissens zur Koalition sein kann, ist mir rätselhaft“, so Schmidt.
Er verweist darauf, dass nahezu alle in der Presseerklärung genannten Anträge einstimmig beschlossen worden sind. Es sei also albern, hier für eine Fraktion das alleinige Gestaltungsrecht zu reklamieren. Zudem müsse gerade ein Thema wie ‚Älter werden‘ als ein ständiger Prozess verstanden werden. Dabei muss es immer wieder darum gehen zu überprüfen, was erreicht wurde und wo neue Bedarfe entstehen.
Gerade die ebenfalls angeführte Seniorenwerkstatt stehe beispielhaft dafür, wie durch gemeinsames Handeln ein tolles Projekt realisiert werden konnte. Und die tatkräftige Mitarbeit verdienter Sozialdemokraten zeigt, dass die SPD voll und ganz hinter diesem Haus steht.

Kristine Tromsdorf
Kristine Tromsdorf 
Thomas Schmidt
Thomas Schmidt 

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