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Arbeitskreis Umwelt des SPD-Unterbezirks Gießen besuchte Windpark in Ulrichstein im Vogelsberg

Langgöns | Mitglieder des Arbeitskreises Umwelt im SPD-Unterbezirk Gießen besuchten kürzlich unter der Führung von Arbeitskreissprecher Hasan Sander und dem Langgönser SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Gerald R. Dörr die Gemeinde Ulrichstein im Vogelsberg und bekamen dort in einer gut zweistündigen Veranstaltung viele Einblicke in die Produktion von Windenergie. Der Wiesecker Genosse Klaus Zimmermann hatte den Termin mit dem unabhängigen Ulrichsteiner Bürgermeister Erwin Horst vereinbart und dieser führte das knappe Dutzend Sozialdemokraten persönlich zu einem der drei gemeindeeigenen Windparks, gewährte viele Einblicke in den Gewinn der Windenergie und beantwortete bei der anschließenden Diskussion im Rathaus viele Fragen zu dem interessanten Thema.

Ulrichstein die höchstgelegene Stadt in Hessen, ist schon von der Lage her als strukturschwach einzustufen. Die ca. 3.240 Einwohner in etwa 1.200 Haushalten verteilen sich auf insgesamt 9 Stadteile plus einige einzelne Höfe. Die einzelnen Ortschaften liegen auch in verschiedenen Tälern, was zum Beispiel zu einer sehr teuren Wasser- und Abwasserversorgung führt. Umso wichtiger
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für die Stadt und ihre Bürger sind daher die 18 gemeindeeigenen Windenergieanlagen (WEA), die jährlich etwa zwischen 20,0 und 23,8 Mio. Kilowattstunden in das Netz des regionalen Stromversorgers liefern. Dies entspricht einer Menge an Elektrizität, wie sie etwa 6.900 Privathaushalte im Jahr verbrauchen
Die Überschüsse aus der Windenergienutzung, die der Stadt Ulrichstein zufließen, kommen nämlich einem Eigenbetrieb zugute, in dem die Stadt wirtschaftliche Aufgaben – darunter eben die Wasserversorgung – in einer eigenen Organisationseinheit zusammengefasst hat. Letztlich dient damit der kommunale Windenergie-Park nicht nur der Umweltentlastung und Ressourceneinsparung, sondern auch zur Steigerung der ökonomischen Leistungsfähigkeit der Stadt. Dadurch könnten die Preise für Wasser und Abwasser deutlich gesenkt werden und die Bürger müssten deutlich weniger dafür bezahlen. So profitieren auch alle Privathaushalte von den WEA’s.

Angenehm überrascht hat die Genossen auch die Tatsache, dass die Windenergieanlagen extrem geräuscharm sind. „Wir standen direkt unter einem Windrad, aber es war praktisch nicht zu hören“ meinte Hasan Sander. Die normalen natürlichen Geräusche des Windes, der Bäume etc. wären laut genug, um die WEA’s zu übertönen. Außerdem sind es gerade die neuen und modernen großen Anlagen, die noch leiser wären, weil die Rotation, die für die Geräusche verantwortlich ist, viel langsamer ist.
Die Gießener Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten bedauerten daher umso mehr, dass die Windkraftnutzung in Hessen durch die CDU-Landesregierung politisch behindert werde. Hessen sei das absolute Schlusslicht in Sachen Windenergienutzung. Bei den letzten Regionalplänen seien so viele Gebiete zu Ausschlussflächen ernannt werden, dass da nicht einmal mehr ein so genanntes „Repowering“ stattfinden könne, d.h. das Ersetzen alter kleiner Anlagen durch neue und moderne mit größerer Leistungsfähigkeit.
Der SPD-Arbeitskreis begrüßte daher auch abschließend die Initiative der SPD-Landtagsfraktion und von Hermann Scheer, ein Gesetz für den Vorgang Erneuerbarer Energien in den Landtag einbringen zu wollen. Dabei würden sechs hessische Gesetze (u.a. Landesplanungsgesetz, Energiegesetz, Gemeindeordnung und Bauordnung) geändert, die den Kommunen eine viel größere Selbständigkeit geben würde, um über den Einsatz von Erneuerbaren Energien zu entscheiden.

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von:  Gerald R. Dörr

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