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Keine Atomkraft mehr !

Langgöns | Das Thema Ausstieg aus der Atomenergie ist durch die Ereignisse in Japan brisanter und aktueller denn je geworden. Defekte und Störfälle sind auch in unseren AKW möglich und keineswegs eine irreale Panikmache militanter Atomkraftgegner. Die Auswirkungen einer Reaktorkatastrophe sind seit Tschernobyl allgemein bekannt. Da die Schäden die durch einen derartigen Unfall verursacht werden, langfristiger Natur sind, tragen wir mit unseren Entscheidungen für die Lebensqualität vieler nachfolgender Generationen Verantwortung.

Die ablehnende Haltung gegenüber Industrieanlagen in der Natur ist grundsätzlich nachzuvollziehen. Allerdings müssen wir uns darüber im Klaren sein, dass uns auch die Ressourcenknappheit in absehbarer Zeit zwingen wird, über Alternativen zur herkömmlichen Energieversorgung nachzudenken.

Im Moment überwiegen die landschafts- und naturschutzrelevanten Aspekte bei der Entscheidungsfindung für WEA. Im Hinblick auf die aktuellen Katastrophen in Japan müssen wir aber bei zukünftigen Überlegungen u.U. eine andere Gewichtung vornehmen. Möglicherweise können wir es uns schon bald nicht mehr leisten, eine WEA abzulehnen.

Wenn wir DAUERHAFT verhindern wollen, dass in unseren kommunalen Wäldern Windräder aufgestellt werden, müssen wir adäquate Alternativen haben. Zielführend sollte der Gedanke sein, Langgöns von externer Energie weitgehend unabhängig zu machen.

Unser weiteres Ziel muss es sein, alle AKW europaweit in absehbarer Zeit vom Netz zu nehmen und dafür unverzüglich mit der Entwicklung eines tragbaren Energiekonzeptes zu beginnen. Hierfür müssen wir uns verstärkt engagieren, denn nur ein Mix verschiedener alternativer Energiequellen im Rahmen unserer lokalen Möglichkeiten kann uns eine gewisse Unabhängigkeit von zentralen oder auch krisengefährdeten Versorgungseinrichtungen z.B. in Nordafrika gewährleisten.

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Kommentare zum Beitrag

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Petra Meyer aus Allendorf (Lumda) schrieb am 23.03.2011 um 14:56 Uhr
Hallo Frau A.L. aus E,

für alle Haushalte von Waldsolms und Langgöns zusammen genommen reicht eine halbe JUWI Windkraftanlage aus. Es werden dort keine 20 Anlagen im Wald benötigt. Zu der halben WKA Anlage benötigen wir dann noch ein Atomkraftwerk, dass die Leistung übernimmt wenn eine Windflaute kommt. Windkraft gehört dahin wo dauerhafter Wind ist, also offshore (im Meer) oder dort wo mit Kombination von Pumpspeicherwerken Energie gespeichert werden kann. Ebenso wenig wie Atomkraftwerke in Erdbeben und Tsunami bedrohten Gebieten und Küsten gehören - gehören Windkraftwerke in den Wald ! Man muss kein Ingenieur sein um das zu verstehen.
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von:  Annemarie Lorenz

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Interessensgebiet: Langgöns
Annemarie Lorenz
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