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Kampf gegen Windmühlen?

Langgöns | Empört reagiert die stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende der SPD Langgöns, Kristine Tromsdorf, auf die in einem Leserbrief in der Gießener Allgemeinen veröffentlichten Beschimpfungen gegen Bürgermeister Horst Röhrig.
„Meinungsfreiheit muss ihre Grenzen da haben, wo sie benutzt wird, andere Menschen völlig zu Unrecht herabzusetzen oder zu beleidigen. Bürgermeister Röhrig führt sein Amt ohne Fehl und Tadel zum Wohle der Gemeinde“, so die Sozialdemokratin.
Der Bürgermeister hatte die ihm vorliegenden Pläne der Firma JUWI in einer Veranstaltung der interessierten Öffentlichkeit zur Kenntnis gegeben. Darauf entbrannte eine heftige Diskussion über die Errichtung von Windrädern in der Gemarkung der Gemeinde Langgöns. Dabei haben in den Augen der Sozialdemokraten einige wenige Gegner der Anlage jedes Maß verloren. Im Forum der Bürgerinitiative wird Gewalt gegen Personen angekündigt oder angedroht, die sich für die Anlage einsetzen. Dem Bürgermeister der Gemeinde Langgöns wird unterstellt, er handle aus eigennützigen, materiellen Motiven.
Thomas Schmidt, Fraktionsvorsitzender der SPD in der Langgönser Gemeindevertretung stellt klar: „Horst Röhrig hat im Interesse der Gemeinde gehandelt, so wie es die Hessische Gemeindeordnung vorsieht, indem er das Angebot der Firma veröffentlichte.“ Die SPD erwarte eine öffentliche Entschuldigung!
Der Bürgermeister selber hat sich im Übrigen klar gegen den Standort ausgesprochen, was die Absurdität der Anschuldigung nur unterstreicht.

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Kommentare zum Beitrag

Christian Momberger
10.830
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 28.02.2011 um 22:47 Uhr
Interessant, das alle in Langgöns gegen Windkraft an diesem Standort sind und es dann trotzdem so ein großes Hauen und Stechen gibt.
Thomas Caracciola
7
Thomas Caracciola aus Langgöns schrieb am 01.03.2011 um 12:33 Uhr
Liebe Frau Annemarie Lorenz

in Ihrem Leserbrief vom 25.02. bringen Sie doch viele Dinge durcheinander und die Wahlkampfpolemik erreicht einen Höhepunkt an wahlkampftechnischer Diskreditierung, die in dieser Form nicht mehr hinnehmbar ist.

Zitat
Darauf entbrannte eine heftige Diskussion über die Errichtung von Windrädern in der Gemarkung der Gemeinde Langgöns. Dabei haben in den Augen der Sozialdemokraten einige wenige Gegner der Anlage jedes Maß verloren.“

Zunächst ist wohl festzustellen, dass es sich nicht nur um eine Anlage handelt, sondern um insgesamt 15 Windkraftanlagen. Das kann ja mal passieren!!

Die SPD Langgöns sollte allerdings der Bürgerinitiative Gegenwind dankbar sein, dass diese Veranstaltung so erfolgreich wurde. Dank des kurzfristigen Engagements der Bürgerinitiative Gegenwind wurden kurzfristig noch über 2500 Flugblätter verteilt, die einer bis dato weitestgehend uninformierten Bevölkerung die Veranstaltung nahe gebracht haben. Und genau auf dieser Veranstaltung wurde den anwesenden Politikern die Einstellung zu 200m hohen Windkraftanlagen im Wald transparent. Also hat doch insbesondere diese Veranstaltung im Nachgang zu dem aktuell propagierten Sinneswandel bei der SPD: „vorerst keine Windkrafträder im Langgönser Wald zu implementieren“ geführt. Alle Zeitungen haben von einem positiven Verlauf der Sitzung berichtet und die sachlich und freundlich angeführten Argumente der Gegner hervorgehoben. Sowohl im Rahmen des Vortrags der Firma Juwi als auch in der anschließenden Diskussion war eine zustimmende Haltung des Bürgermeisters Röhrig (und im einheitlichen Gefolge die Sozialdemokraten) zu der Implementierung der WKA’s deutlich feststellbar. Hatten sie, Frau Lorenz, sich nicht auch in dem Forum der Bürgeninitiative Gegenwind noch in der Woche zuvor für die WKA’s in Langgöns ausgesprochen?

Die in Augen vieler Anwesender unglücklich Rolle des Bürgermeisters wurde unter anderem dadurch noch bestätigt, dass der Vertreter der Firma Juwi GmbH, Teile des Publikums öffentlich als Lügner beschimpfen dürfte und eine vom Publikum gewünschte sofortige Klarstellung dann von Herrn Röhrig abgewürgt wurde. Da Sie in der ersten Reihe saßen, haben Sie unter Umständen nicht mitbekommen, dass genau an dieser Stelle über 100 Menschen aufgestanden sind und die Sitzung demonstrativ verlassen wollten. Wer hier, wie auch an verschiedenen anderen Stellen nach Ansicht vieler Zuhörer einen so extremen Schulterschluss mit dem Vertriebsmitarbeiter eines WKA-Betreibers demonstriert, sollte m.E. nicht ganz so dünnhäutig sein, wenn dieses Verhalten öffentliche Kritik anwesender Bürger nach sich zieht.

Aus Sicht der Bürgerinitiative Gegenwind Waldsolms-Langgöns ist es bedauerlich, dass die Sozialdemokraten in Langgöns der Meinung sind, dass das Maß verloren gegangen sei. Wir missbilligen jede Form von Beleidigung oder gar Gewaltandrohung und haben den besagten Beitrag einer vereinzelten Person unmittelbar nach Bekanntwerden gelöscht. Und im Nachgang das Forum deutlich überarbeitet. Die hier ermittelnde Kriminalpolizei hat sich für unsere Unterstützung bedankt und unsere Vorgehensweise gelobt. Gleiche Informationen wurden an Herrn Bürgermeister Heine weitergegeben. Ihre Aussage, dass (allen) Personen, die sich für eine WKA einsetzen, Gewalt angedroht wird, entbehrt jeder Grundlage. Den in der Psychologie für diese Denk- / Verhaltensweise verwendeten Fachbegriff möchte ich an dieser Stelle ungern zitieren.

Wir möchten nochmals betonen, dass wir uns über jede Form der fachlichen Diskussion freuen. Mit unserer fundierten Recherche und den daraus resultierenden Argumenten haben wir bereits viele ideologisch oder pekuniär geprägte Gemeindepolitiker von ihrer befürwortenden Haltung abbringen können. Wir freuen uns, Sie wieder in unserem Forum begrüßen zu dürfen.

ps: wir erwarten keine Entschuldigung Ihrerseits, wünschen uns aber einen bewussten Umgang mit der deutschen Sprache

Thomas Caracciola (Bürgerinitiative Gegenwind Waldsolms-Langgöns)
Annemarie Lorenz
72
Annemarie Lorenz aus Langgöns schrieb am 01.03.2011 um 13:43 Uhr
Sehr geehrter Herr Carraciola,

gestatten Sie mir einige Anmerkungen:

die Bezeichnung "Lügner" kam auf der Informationsveranstaltung zunächst mal von Seiten eines und später mehrerer Besucher. Dass Herr Kunze sich letztendlich auf dieses Niveau herabließ, hat mir persönlich auch nicht gefallen. Weiterhin bin ich, wie viele andere auch, der Ansicht, dass Herr Bürgermeister Röhrig die Veranstaltung trotz des teilweise äußerst undisziplinierten Verhaltens seitens der Zuhörerschaft sehr souverän geleitet hat.

Was Ihnen mit Ihrer fundierten Recherche so gut gelungen scheint, wäre sicherlich auch ohne Ihre Unterstützung in Langgöns geschehen, hätte man uns die Zeit dafür gelassen. Die Veranstaltung am 15.2.2011 war eine Info-Veranstaltung , die zu einer ergebnisoffenen, kritischen Diskussion mit fachlich und sachlich qualifizierten Bürgern hätte führen können. Ob das jetzt noch möglich ist, sei dahingestellt.

Als ich mich in Ihrem Forum anmeldete, habe ich dies unter meinem Namen getan und anders als die Recken mit herabgelassenem Visier, offen und persönlich meine Ansicht dargestellt. Mir ist allerdings bis heute nicht bekannt, wer von den "Pseudos" mir während der Veranstaltung diesen Hinweis mit dem genauen Hinschauen zukommen ließ.

Ich sehe nicht, wo es meinerseits einen Anlass gäbe, Sie um Entschuldigung zu bitten. Der erwähnte Beitrag wurde in Ihrem Forum veröffentlicht und ich habe mir lediglich erlaubt, ihn aufzugreifen.


Was in Waldsolmser Gemeindevertretung oder dem Gemeindevorstand passiert, ist mir nicht bekannt. In Langgöns gab es jedenfalls bislang keinerlei konkrete Verhandlungen zum Bau einer oder mehrerer Anlagen mit welcher Firma auch immer. Es gab lediglich die Planungshinweise der Regionalkonferenz und das Angebot der Firma Juwi, das ungefragt bzw. aus eigener Aquise der Gemeinde Langgöns unterbreitet wurde. Mit der Veranstaltung am 15.2.2011 wurden diese beiden Fakten der Öffentlichkeit bekannt gemacht. Und mehr nicht. Diese ganze hochgekochte und unangemessene Diskussion entbehrt letztendlich jeder Grundlage. Ich würde mir wünschen, dass Sie sich das bewusst machen.

Annemarie Lorenz (Ortsvorsteherin Espa)
Ulrike J. Schepp
1.180
Ulrike J. Schepp aus Reiskirchen schrieb am 02.03.2011 um 09:03 Uhr
Sehr geehrte Frau Lorenz,

wenn ich aus Ihrem eigenen Artikel vom 23.2.2011 zitieren darf:
„Dabei wurden die vorliegenden Planungen als nicht zustimmungsfähig eingestuft“
waren die von Ihnen dort angeführten Worte des Herrn Strauss.

Dort steht nirgends, dass diese Planungen "vom Tisch" sind sondern dass die vorliegenden Planungen nicht zustimmungsfähig sind. Was ja nun NICHT heißt, dass neu eingebrachte Pläne mit meinetwegen geänderter Papierfarbe, Schriftart und neuem Datum ebenfalls abgelehnt werden.

Gerade in der aktuellen Glaubwürdigkeitskrise der Politik sollten sich bürgernahe Gemeindevertreter und -vorstände um klare Aussagen nicht drücken und keinen Politikersprech reden sondern Klartext.

Hilfreich wäre z.B. ein Beschluß des Gemeindevorstand, der klar aussagt, dass die Gemeinde Langgöns gegen die Ausweisung von vom Regionalplan 2010 abweichenden Vorrangflächen für die Windenergienutzung ist. Insbesonders gegen Windenergieflächen in Waldgebieten.

Ohne Hintertürchen für spätere Ausflüchte "Das haben wir ja soooo nieeee gesagt..."

Ich erwarte dann demnächst einen Artikel über einen Beschluss in der o.g. Form hier zu lesen... Da anscheinend darüber Konsens in der Gemeinde besteht, sollte das ja nicht schwer fallen.
7
Petra Meyer aus Allendorf (Lumda) schrieb am 08.03.2011 um 11:40 Uhr
Hallo Frau Lorenz,

ich kann schon verstehen, dass Sie wissen wollen wer von Ihren Bürger- oder Bürgerinnen gegen die Windkraft im Wald argumentiert… Ich verstehe jedoch nicht was ein sachliches Gegenargument mit einem persönlichen Namen zu tun hat. Ich würde mir wünschen einfach nur Sachargumente für die Windkraft zu erhalten, damit ich mich damit auseinandersetzten kann. Ich kenne kein haltbares Argument außer Geld und selbst dieses dürfte für die SPD kein Grund sein, weil hier die zusätzlichen Gebühren des erneuerbaren Energiegesetzes - jedes einzelnen Normalbürgers bzw. Stromverbrauchers in die Taschen von Investoren und den Windkraftbetreibern fließt. Somit entsteht ein volkswirtschaftlicher Schaden weil die Kaufkraft des Otto-Normalverbrauchers sinkt und das für eine Zufallsenergie welche jederzeit herkömmliche Kraftwerke benötigt damit diese bei zu wenig Wind oder zuviel Wind, Schattenwurf, Eiswurf, Vogelzug und ich weiß nicht noch was - die Last übernehmen kann. Daher ist eine Windkraftanlage kraftwerksneutral und schlicht und einfach unnütz im Wind verpufftes Volksvermögen. Sachargumente gegen die Windkraft gibt es zur genüge. Überzeugen Sie mich, Ihre Bürger und Bürgerinnen mit Sachargumenten. Was mich weiterhin stört ist, dass es den Anschein hat, dass unsere gewählten Vertreter keinerlei Interesse an Gegenwind-Argumenten haben. Dieses wurde glänzend durch angekündigte, gewollte Abwesenheit unserer Interessensvertreter an der Info-Veranstaltung Gegenwind in Weiperfelden dokumentiert. Hut ab vor Herrn Ott von der CDU, er hat sich der Diskussion gestellt !
Und nunmehr zu den „Pseudos“ Die „Pseudos“ sind deswegen anonym weil Sie sich vor Sanktionen der öffentlichen Hand fürchten. Es gibt „Pseudos“ welche von der öffentlichen Hand leben und deren Existenz von dieser abhängt. Der Unterschied zwischen einem „Pseudo“ und einem Beamten liegt jedoch im besonderen Schutz !
Ich erspare mir an dieser Stelle auf den persönlichen finanziellen Schaden von Politikern einzugehen – wenn diese zurücktreten. Es gibt halt einen Unterschied von Menschen mit staatlicher Vollkaskoversicherung und „Pseudos“ welche von heute auf morgen in die Armut fallen können.
Noch ein Hinweis: Wir alle Pseudos und nicht Pseudos sind Wahlberechtigte !
In Frankfurt beim Einkaufen tragen wir auch keinen Personalausweis vor uns her !
Pseudos gab es weiterhin auch schon im Mittelalter und auch weit davor. In Fabeln war der Fuchs ein gerissener Magister und der Burga das Häschen.

Zitat: "Unter Freiheit verstehe ich den Triumph der Individualität sowohl über die Staatsmacht, die despotisch regieren will, als auch über die Massen, die das Recht für sich in Anspruch nehmen, die Minderheit zu unterdrücken." Benjamin Constant


Grüße von einem Pseudo
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