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CDU Oberkleen – „Keine Windkraftanlagen im Wald von Oberkleen“ - Regionalplan Mittelhessen weist keine Windvorrangsflächen aus

Fotomontage Oberkleen (Größenordnung exakt eingemessen)
Fotomontage Oberkleen (Größenordnung exakt eingemessen)
Langgöns | „Wir wollen keinen Windkraftanalgen-Standort im Wald von Oberkleen“ so lautet die deutliche Aussage des Vorsitzenden der CDU-Oberkleen, Heinz-Dieter Lipp.

Nach der Bürgerinformation im Bürgerhaus Niederkleen am 15.02. und einer kurzfristig einberufenen Vorstandssitzung stellt der Vorsitzende klar, dass die CDU-Oberkleen keinesfalls generell gegen Windenergie sei, sondern im Gegenteil in den erneuerbaren Energien eine wichtige Zukunftstechnologie sehe.
Im konkreten Fall sieht die CDU Oberkleen jedoch die Interessen des Landschafts- und Naturschutzes sowie die Interessen der betroffenen Anwohner gefährdet und spricht sich deshalb deutlich gegen die Pläne für den Bau von Windkraftanlagen im Wald von Oberkleen aus.

„Windräder mit einer Höhe von 200 Metern im Oberkleener Wald sind eine Zerstörung unserer schönen Naturlandschaft und würden unser Ortsbild negativ beeinträchtigen. Weiterhin ist zu bedenken, dass Oberkleen noch ein ausbaufähiges Neubaugebiet besitzt und der Wert der Grundstücke und der bereits vorhandenen Immobilien im Ortsteil bis zu 30 % sinken könnten und so alle Anwohner unverhältnismäßig
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belasten würden. Wer möchte außerdem abends im Garten sitzen und den Anblick der roten Blinklichter an den Windrädern genießen, die bei den Anlagen von 200 m Höhe natürlich vorgeschrieben sind. Hinzu kommt noch der Lärm der Windkraftanlage durch die Wind-, Flügel- und Antriebsgeräusche, die je nach Windlage im Ortskern extrem zu hören wären“, erläutert Lipp die Position der Oberkleener CDU.

Überall werde darüber hinaus auf die ökologische Bedeutung des Waldes als Wasserspeicher und CO2-Kompensator hingewiesen. Im Oberkleener Wald soll nun für den Bau der Anlagen eine sehr große Fläche Wald vernichtet und damit für viele Tiere und Pflanzen unbewohnbar gemacht werden. Durch die von der Firma „Juwi“ geplanten 9 Windkraftanlagen müsste eine Fläche von insgesamt rund 45.000 qm Wald gerodet werden. Dies würde auch riesige Angriffsflächen für Windwurf bieten.
Auch das Vorkommen von geschützten Tieren im Oberkleener Wald wie der Rote Milan, Falken und insbesondere Fledermäuse, sowie vorbeiziehende Kraniche stellen den Standort in Frage.

Der Regionalplan Mittelhessen weist im Gemeindegebiet Langgöns keine Windvorrangsflächen aus. Die von der Firma „Juwi“ vorgesehenen Standorte hier sind im Bereich Oberkleen der Götzenstein und für Cleeberg/Espa der Bereich Schorn-Altenwald.
Nach eingehender Beratung über die Informationsveranstaltung und verschiedenen Recherchen ist der CDU-Ortsverband Oberkleen aus nachfolgenden Gründen gegen den von „Juwi“ initiierten Versuch, einen Windkraftstandort in Oberkleen/Cleeberg entgegen den Festsetzungen im Regionalplan durchzusetzen: Neben der gewaltigen Zerstörung des Oberkleener Waldes sind für die CDU vor allem die Beeinträchtigung der Lebensqualität und Wertverlust der Immobilien und Grundstücke gewichtige Argumente gegen die Windkraftanlagen. Auch sieht die CDU Oberkleen den vielfältigen Tierbestand, vor allem der geschütztem Tierarten, gefährdet und befürchtet Abwanderung vieler Tiere. Des Weiteren sind insbesondere Vögel und Fledermäuse durch die Rotoren der Windräder unmittelbar gefährdet (an anderen Standorten werden jährlich tausende Flugtiere durch die Rotoren erschlagen). Letztlich sind die Lärmbelästigung, die je nach Wetterlage auftritt, die Brandgefahr für den Wald durch die Windräder und Eiswurf von den Rotoren bis in etwa 400 Meter weitere Argumente gegen den Bau der Anlagen.

Die CDU möchte in einen intensiven Austausch mit den Bürgern zu diesem Thema eintreten und gemeinsam mit der Bevölkerung gegen den Bau von Windkraftanlagen im Oberkleener Wald kämpfen.

„Wir sind für erneuerbare Energien, aber nicht um (und für) jeden Preis und schon gar nicht zum Preis einer dann zerstörten Naturlandschaft“, so der CDU-Ortsverbandsvorsitzende Lipp abschließend.

Kommentare zum Beitrag

Barbara Fandré
385
Barbara Fandré aus Langgöns schrieb am 18.02.2011 um 23:01 Uhr
Dieter, ein mittlerweile heikles Thema in Bezug auf die Umweltpolitik auf europäischer Ebene! Auf gar keinen Fall darf der natürliche CO2 "Entsorger" Wald einer Windkraftanlage geopfert werden!
92
Heinz-Dieter Lipp aus Langgöns schrieb am 19.02.2011 um 00:06 Uhr
Hallo Barbara,
sehe ich genauso - 45.000 qm in Oberkleen und 30.000 qm in Cleeberg/Espa - zusätzlich die Wege und Anlieferungsstrecken ist m.E. zu viel Wald.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Heinz-Dieter Lipp

von:  Heinz-Dieter Lipp

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Interessensgebiet: Langgöns
92
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