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Langgönser Feuerwehr empört!

Langgöns | Die Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr sind empört über den Antrag der FWG-Fraktion vom 26.11.2008, der in der nächsten Sitzung der Gemeindevertretung am 11. 12.08 auf der Tagesordnung steht. Die FWG-Fraktion fordert in ihrem Antrag die Verschiebung des Neubaues eines Feuerwehrhauses für die Freiwillige Feuerwehr Langgöns.

Nachdem endlich nach langen Jahren des Wartens und Immer-wieder-neu-Vertröstens der Neubau durch die Gemeindevertretung der Gemeinde Langgöns beschlossen worden war und der Neubau in 2009 begonnen werden sollte, wird nun von der FWG ein Aufschub dieses Vorhabens mit der schlechten wirtschaftlichen Situation der Gemeinde begründet.

Besonders verärgert ist man bei der Langgönser Feuerwehr darüber, dass die Gemeindevertretung einstimmig, also auch mit den Stimmen der FWG-Fraktion am 21.6.2007 den von den Parteien geforderten Bedarfs- und Entwicklungsplan beschlossen hat und dieser nun durch den Antrag der FWG-Fraktion ad absurdum geführt werden soll. Dieser war seinerzeit unter Mitarbeit der Feuerwehren, die hierfür viele Stunden ihrer Freizeit opferten, erstellt worden und beinhaltet unter anderem den Neubau eines Feuerwehrhauses in Langgöns mit festem Zeitplan.

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Jedoch besinnt man sich nun plötzlich aufs Sparen. Laut Antrag der FWG soll mit dem Naubau des Feuerwehrhauses gewartet werden, bis sich die finanzielle Lage der Gemeinde gebessert hat. Wann dies sein soll, wird allerdings nicht gesagt. Hier soll getreu dem Motto: „Was stört mich mein Geschwätz von gestern?“ am falschen Ende der Gürtel der Gemeinde enger geschnallt werden. Als weitere Begründung, den Neubau zurückzustellen, bemerkte die FWG, dass für diesen „noch gar kein Bedarf“ besteht.

Wer sich das Gerätehaus in Lang-Göns schon einmal genauer angesehen hat, wird sicherlich nicht dieser Meinung sein. Die Substanz ist marode und mehr als ein Riss in den Wänden stellt die Baustatik in Frage. Die vorhandenen Setzungen des Gebäudes wirken sich nachteilig auf die Funktion und die Sicherheit des Gebäudes aus. Selbst die Funktion von Brandschutztüren ist seit langem nicht mehr gewährleistet. Auch Baugutachter bescheinigen dem Gebäude erhebliche Mängel und verantworten die Nutzung jeweils nur noch für festgelegte Zeiträume, denen dann wieder eine erneute Prüfung folgen muss.

Mittlerweile machen sich die Feuerwehrleute in Lang-Göns Gedanken darüber, ob der tägliche freiwillige Einsatz der Männer und Frauen, Familienväter und –mütter, einen Aufschub des Neubaues verdient hat. Immerhin verbringt die Einsatzabteilung viel Zeit in diesen Räumen, muss in dieser Örtlichkeit arbeiten, sich für Einsätze vorbereiten, von hier ausrücken, Einsätze nachbereiten, sich weiterbilden und die Geräte und Materialien in Ordnung halten. Außerdem bildet die Feuerwehr hier ihren Nachwuchs in der Mini- und Jugendfeuerwehr aus. Auch Kindergartengruppen und Schulklassen kommen hierher, um vieles über die Tätigkeiten, Fahrzeuge und Geräte der Feuerwehr zu erfahren.

Sind die Gemeindevertreter bereit, die Verantwortung zu übernehmen, wenn es in diesem maroden Gebäude zu einem Schaden kommt.

Der Neubau eines Feuerwehrhauses ist keine fixe Idee gelangweilter Feuerwehrmänner und –frauen, um mit einem Prestigeobjekt zu glänzen, sondern ein absolutes Muß, um ein störungsfreies Arbeiten der Feuerwehr zu gewährleisten. Die Feuerwehr leistet einen wichtigen Dienst für die Allgemeinheit und sollte jegliche Unterstützung bekommen um diese Tätigkeiten auszuführen.
Jeder sollte sich vor Augen halten, dass es sich hier um den Arbeitsplatz von Freiwilligen handelt, die zum Wohle der Gemeinde und der Langgönser Bevölkerung Tag und Nacht bereit stehen, um zu retten, bergen, löschen und schützen.

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Kommentare zum Beitrag

Ramona Nowaczyk
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Ramona Nowaczyk aus Langgöns schrieb am 12.12.2008 um 08:17 Uhr
Die Fraktion der FWG hat diesen Antrag in der Sitzung am 11.12.2008 zurückgezogen, um "ungute Diskussionen zu vermeiden". Haben die Langgönser Gemeindevertreter dieser Fraktion wirklich gedacht, das wäre ein Thema, bei dem die Feuerwehr die Füße stillhalten würde? Und: wir sind immer bereit, konstruktiv zu diskutieren, niemals "ungut".
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von:  Ramona Nowaczyk

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Interessensgebiet: Langgöns
Ramona Nowaczyk
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