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SPD-Arbeitskreis Umwelt des SPD-Unterbezirks Gießen besuchte mit Bürgermeisterkandidatin Elke Högy Solarpark Trais-Horloff

Fachbereichsleiter Dirk Siebert (rechts) erläutert den AK-Mitglieder mit AK-Sprecher Hasan Sander (2. von links) die Anlage
Fachbereichsleiter Dirk Siebert (rechts) erläutert den AK-Mitglieder mit AK-Sprecher Hasan Sander (2. von links) die Anlage
Langgöns | Mitglieder des Arbeitskreises Umwelt im SPD-Unterbezirk Gießen besuchten kürzlich unter der Führung von Arbeitskreissprecher Hasan Sander und dem Langgönser SPD-Ortsvereinsvorsitzenden und Kreistagskandidaten Gerald R. Dörr den Hungener Stadtteil Trais-Horloff. Dort wurden die Arbeitskreismitglieder vom Fachbereichsleiter Zentrale Dienste und kaufmännischen Leiter der Stadtwerke Hungen, Dirk Siebert, und der SPD-Bürgermeisterkandidatin Elke Högy begrüßt.

Dirk Siebert führte die Gruppe zum im Dezember 2009 ans Netz gegangenen größten kommunalen Solarpark Hessens auf die sogenannte „Halde“. Dieser ebene Standort mit ca. 80.000 m² hat eine Reihe von Vorteilen, da er z.B. ein erhöht gelegenes und nicht einsehbares Gelände mit lediglich zwei Zufahrten (Sicherheitsaspekt) und ein in Nord-Süd-Richtung gelegenes gut geschnittenes Areal (Ausnutzungsaspekt), sowie nahe Einspeisungsmöglichkeiten des erzeugten Stroms bietet. Das Photovoltaikfeld selbst mit seinen über 12.000 Modulen ist umzäunt und videoüberwacht. Zukünftig soll hier eine Schafbeweidung erfolgen.

Fachbereichsleiter Siebert informierte die Arbeitskreismitglieder über die Entwicklung des Solarparks. Nach nur etwas mehr als zwei Monaten Bauzeit konnte das ambitionierte Projekt am 23. Dezember 2009 in Betrieb genommen werden. Die Betreibung des Solarparks erfolgt durch den Eigenbetrieb „Stadtwerke Hungen“. Die Finanzierung der Investition erfolgt über ein langfristig abgesichertes Darlehen, dessen Zinssatz bis zur vollständigen Rückzahlung festgeschrieben wurde.

Erfreut wies Siebert mit Blick auf die im Eingangsbereich installierte Anzeigetafel darauf hin, dass ein knappes Jahr nach dem Start der Anlage die 3 Millionste Kilowattstunde fast erreicht ist, was bei der für 20 Jahre festgeschriebenen Vergütung von 31,94 Cent pro kWh (netto) bereits jetzt einem Gesamtertrag von über 900.000,00 Euro entspricht. Die im September des vergangenen Jahres getroffene Entscheidung der Hungener Stadtverordnetenversammlung hat sich somit bisher als richtig erwiesen und die Betreibung des Solarparks als Betriebszweig der Stadtwerke Hungen hat sich trotz der hohen Investitionssumme von rund 7,5 Mio. Euro (netto) bisher bezahlt gemacht.
Elke Högy betonte, dass die Anlage entschieden zur Stärkung des Standorts Hungen als umweltbewusste Kommune im Landkreis Gießen und Mittelhessen beitrage. „Hier wird umweltfreundlicher Strom für rund 800 Haushalte produziert und gleichzeitig werden jährlich ca. 1.900 Tonnen an CO2 eingespart. Die Stadt Hungen nehme damit eine Vorreiterrolle auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien ein“ erklärte sie.

Die Bürgermeisterkandidatin wies weiter darauf hin, dass das die Stadt auch an die weitere Zukunft gedacht habe. In unmittelbarer Nachbarschaft des Solarparks sei ein Industrie- und Gewerbegebiet mit ca. 20 Hektar geplant. Hier möchte die Stadt unter anderem Unternehmen aus dem Sektor erneuerbarer Energien ansprechen, um weiterhin von diesem Wachstumsmarkt profitieren zu können.

Die Mitglieder des SPD-Arbeitskreises zeigten sich von der Anlage beeindruckt. AK-Sprecher Hasan Sander lobte die Hungener Politik und Verwaltung. „Hier ist mit kreativem und vorausschauendem Handeln eine umweltbewusste und bürgerfreundliche Anlage erstellt worden, die sich zudem auch wirtschaftlich rechnet. Hiervon profitieren alle.“ Der Langgönser SPD-Vorsitzende Gerald R. Dörr bedauerte, dass die Förderung solcher Anlagen zurückgefahren worden sei und sich der Neubau damit nicht mehr rechne. „Ich glaube, jede Kreiskommune hätte entsprechende Flächen finden und damit dazu beitragen können, dass der Landkreis Gießen möglichst schnell energie-autark hätte werden können. Aber leider machen CDU und FDP in Bund und Land nur Politik zugunsten der Atom-Lobby und blenden aus reiner Profitgier die Gefahren der Kernenergie und die schädlichen Folgen der Kohlekraftwerke aus.“

Abschließend bedankten sich die AK-Mitglieder bei Dirk Siebert und wünschten Elke Högy viel Erfolg in ihrem anstehenden Wahlkampf.

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