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Absurde Angst um die Kamille oder klares Votum pro Naturheilkunde?

Langgöns | Laut Spiegel-online unterzeichneten „117.000 Menschen eine Petition an den Bundestag, damit Heilpflanzen auch künftig verkauft werden dürfen. Die Aufforderung zum Mitmachen geisterte per Kettenmail durchs Netz – dabei steht ein Verbot von Kamille und Co. gar nicht an“, sagt der Spiegel und beschreibt das Protokoll eines (angeblichen) Massenirrtums.
Man kann das aber auch anders sehen und welchem Zweck die Beschwichtigungsversuche gegen eine angebliche „Panikmache“ tatsächlich dienen, wird sich noch herausstellen.
Aber selbst wenn die Petition ein Irrtum war und ein Schuss in den Ofen gewesen sein sollte – so bleibt es doch ein Phänomen, dass sich in kurzer Zeit mehr als hunderttausend Menschen pro Naturheilkunde engagiert haben! Warum? Weil sie es satt haben!
Weil:
• immer mehr bewährte Präparate nicht mehr erhältlich sind,
• Naturheilmittel nicht mehr erstattet werden,
• naturheilkundliche Behandlung bei chronischen Erkrankungen, obwohl viel erfolgreicher als allopathische Verfahren, nicht erstattet wird,
• Hebammen und Hausärzte zu Gunsten einer „Gesundheitswirtschaft“ nach amerikanischen Vorbild verdrängt werden,
Mehr über...
Pharma-Multis (2)Petition pro Naturheilkunde (1)Naturheilkunde (12)Gesundheit (332)Gentechnik (35)
• Verbraucher auf Verpackungen nicht mehr erkennen können, wozu ein naturheilkundliches Präparat nützlich sein kann,
• Erweiterte Informationen über Hersteller und Präparate wegen eines absurden „Heilmittelwerbegesetzes“ nicht erhältlich sind,
• fundamentalistischen Fanatiker auf Websites wie Esowatch und myWot eine Hexenjagd angezettelt haben, bei der naturheilkundlich tätige Therapeuten persönlich denunziert und diskreditiert werden,
• gentechnische Kontamination die Grundlagen der Phytotherapie zerstören wird,
• Medien wie Spiegel und Focus über Homöopathie u.a. Therapien nur polemisieren,
• immer mehr Nahrungsergänzungsmittel in den Schwarzmarkt gedrängt werden,
• der gesamte Verkehr von Lebensmittelstoffen kontrolliert reguliert und kanalisiert werden soll,
• Politiker ihre Seele offensichtlich an die Pharma-Multis verkauft haben und deshalb
• eine „Gesundheitsreform“ inszeniert wird, die „kranke, behinderte und alte Menschen medizinisch und menschlich verrät, finanziell ausplündert und den Konzernen Milliarden in die Kassen spült. ( Zitat: R. Hartwig „Krank in Deutschland“).

Leider begreifen weder Ärzteschaft noch Kassen und Politiker, dass die medizinische Versorgung in diesem Land ohne unsere naturheilkundlichen Therapeuten längst zusammengebrochen wäre, weshalb gesundheitsbewusste Bürgerinnen und Bürger bereit sind, sich in Petitionen pro Naturheilkunde zu engagieren.
Mittelständische Naturheilmittelhersteller, die Tausende von Arbeitsplätzen geschaffen haben und brav Steuern zahlen, können keine Neuzulassungen mehr finanzieren, Nahrungsergänzungsmittelhersteller werden ins Ausland und in den Untergrund getrieben oder auf Grundlage eines vollkommen veralteten Heilmittelschutzgesetzes von Abmahnvereinen terrorisiert.
Nur die Pharma-Großkonzerne, die (laut Hanns Weiss „Korrupte Medizin“) hierzulande so gut wie keine Steuern zahlen, reiben sich die Hände: Via EU und Berlin liefern ihre „Experten“ die Gesetzesvorlagen, um unsere naturheilkundliche Versorgung flächendeckend zu zerstören.
Bedauerlich ist, dass der Großangriff auf die Naturheilkunde selbst von den Funktionären mancher Heilpraktiker-Verbände sowie manchen Naturheilmittelherstellern nicht wahrgenommen oder zumindest unterschätzt wird. Dadurch geht Handlungsspielraum verloren. Eine gemeinsame Aktion pro Naturheilkunde lässt sich somit immer schwieriger gestalten.

Eugen Pletsch

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