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Grenzsteindokumentation im Gemeindearchiv Langgöns

Langgöns | Die Benutzung von Steinen, Bäumen, Gräben oder Erdhaufen zur Abgrenzung von Grundstücken, Gemarkungen, Markwäldern, aber auch Gauen und ganzen Territorien ist schon sehr lange verbreitet. Ein noch heute sichtbares Zeichen einer historischen Grenze in der Nähe von Langgöns stellt der römische Limes dar. Aber nicht nur die „alten Römer“ sondern auch die in unserer Gegend ansässigen Grund- und Landesherren, andernorts auch geistliche Stifter und Städte, zeigten sich stets um die Wahrung ihres Besitzstandes und somit um die Markierung ihrer Grenzen bemüht. So kann man bei einem Spaziergang durch Wälder, Wiesen und Felder immer wieder auf die Zeugen alter Grenzziehungen in steinerner Form stoßen.
Das Gemeindearchiv Langgöns bemüht sich nun in Zusammenarbeit mit den für unsere Gegend zuständigen Obmännern zur Erfassung und zum Nachweis historischer Grenzen in Hessen darum, dass die auf dem Gebiet der heutigen Großgemeinde Langgöns vorhandenen Grenzsteine nicht in Vergessenheit geraten. Durch die Übernahme der durch Herrn Horst Rohmer in langjähriger Arbeit erstellten Grenzsteindokumentation für das Gebiet des Altkreises
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Langgöns (239)Grenzstein (1)Gemeindearchiv (7)
Wetzlar ist ein erster Schritt zur Sicherung dieses Wissens getan. Seit 2001 beschäftigt sich Rohmer ehrenamtlich mit den steinernen Zeugen ehemaliger Grenzen und nimmt deren Standorte, Erhaltungszustand, Größe, Beschriftung und Gestaltung minutiös anhand von Karteikarten auf. Dabei beschränkt er sich vornehmlich auf die Dokumentation der aus preußischer Zeit stammenden, nach 1830 gesetzten Steine an der Grenze zwischen dem Königreich Preußen und dem Herzogtum Nassau bzw. dem Großherzogtum Darmstadt. Von den 264 damals gesetzten Steinen an der preußisch-nassauischen Grenze und den circa 290 Steinen an der Grenze zwischen Preußen und dem Großherzogtum Darmstadt ist, laut Rohmer, noch etwa ein Drittel vor allem in weniger zugänglichen Gebieten, beispielsweise in den Wäldern, erhalten. In den Feldfluren gingen und gehen die als Kleindenkmäler einzustufenden Grenzsteine durch Straßenbau und Landwirtschaft oft verloren. Umso wertvoller ist die durch systematisches Abgehen der historischen Grenzen entstandene Dokumentation Rohmers, die den ehemaligen Grenzverlauf auf dem Gebiet der Großgemeinde Langgöns bei Dornholzhausen, Niederkleen, Oberkleen, Cleeberg Espa und Lang-Göns für nachfolgende Generationen festhält. Der in das Gemeindearchiv
Langgöns übernommene Bestand „Grenzsteindokumentation Langgöns“ umfasst derzeit Kartenmaterial mit dem Grenzverlauf, den Nummern und genauen Positionen der Grenzsteine sowie die für das Gebiet der Großgemeinde Langgöns relevanten Karteikarten zu den einzelnen noch vorhandenen Steinen. In den nächsten Jahren wird darüber hinaus Herr Gerd Mathes, ebenfalls ehrenamtlich im Rahmen der Grenzsteindokumentation tätig, weiteres Material zusammentragen und dem Gemeindearchiv Langgöns zwecks öffentlicher Zugänglichmachung zur Verfügung stellen.
Die obengenannten Unterlagen sind bereits verzeichnet, können über die Archivdatenbank HADIS (www.hadis.hessen.de) recherchiert und von allen Interessierten im Gemeindearchiv Langgöns nach Voranmeldung per Telefon oder E-Mail eingesehen werden.

Kontakt: Gemeindearchiv Langgöns, Dipl.-Archivarin Marei Söhngen-Haffer M.A., St.-Ulrich-Ring 13, 35428 Langgöns; Tel.: 06403/928108; E-Mail: m.soehngen@langgoens.de.

 
 

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