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Ökumenisches Austauschprogramm zwischen der United Methodist Church der USA und der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau

Amerikanische Gäste in der Petruskirche in Gießen
Amerikanische Gäste in der Petruskirche in Gießen
Langgöns | Amerikanische Christen besuchen evangelische Gemeinden in Oberhessen
Langjährige Partnerschaft mit der United Methodist Church fortgeführt

Zu einer Begegnung- und Besuchsreise ist eine Gruppe amerikanischer Christinnen und Christen in die Evangelische Propstei Oberhessen gekommen. Die aus 17 Personen bestehende Delegation der "United Methodist Church" (UMC) besucht zwischen 22. Juni und 9. Juli 2010 evangelische Kirchengemeinden in Mittelhessen.
Die amerikanischen Gäste, unter ihnen Pfarrerinnen und Pfarrer und Gemeindemitglieder, sind im Bereich der "Northeastern Jurisdiction der UMC" in den USA, also den Bundesstaaten Maine, New Hampshire und West Virginia zuhause. Sie absolvierten direkt nach ihrer Ankunft in Deutschland ein dreitägiges Einführungsseminar im Zentrum Ökumene der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) in Frankfurt. Dort wurden sie offiziell auch vom oberhessischen Propst Matthias Schmidt in Deutschland willkommen geheißen.
Gottesdienste und Begegnungen
In verschiedenen Dekanaten besuchen die methodistischen Gäste aus den USA jeweils zwei evangelische Kirchengemeinden. Die
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Ökumenisches Austauschprogramm der Propstei Oberhessen (1)
Amerikaner wohnen dabei in Privatquartieren. Bei ihrem mehr als 3-wöchigen Aufenthalt feiern sie mit ihren Gastgebern Gottesdienste, halten Predigten und nehmen am Leben der Gemeinde teil. Daneben stehen auch Begegnungen in evangelischen Einrichtungen auf dem Programm. In Gießen besuchten die amerikanischen Gäste zum Beispiel die Flüchtlingsseelsorge in der Erstaufnahmeeinrichtung am Meisenbornweg. Vorher besichtigten sie das Laubach-Kolleg der EKHN in Laubach. Auch eine Fahrt in den Vogelsberg und zum Point-Alpha-Museum an der früheren innerdeutschen Grenze steht auf dem Reiseprogramm.

Regelmäßige Besuche seit fast 50 Jahren

Das regelmäßige, ökumenische Austauschprogramm, an dem seit 1961 annähernd 800 Männer und Frauen teilgenommen haben, soll ein tieferes Verständnis für den christlichen Dienst von Kirchengemeinden in anderen Kulturen und Ländern wecken. Dabei lernen die Teilnehmenden mehr über andere Kirchenformen - und können von den guten Ideen ihrer ökumenischen Partner selbst profitieren. In den vergangenen Jahren sind verstärkt Laien aufgerufen worden, sich an Besuchsprogrammen zu beteiligen. Zuletzt reiste eine oberhessische Delegation im Sommer 2009 in die USA, eine amerikanische Gruppe besuchte zuletzt im Sommer 2007 evangelische Gemeinden in Deutschland.
Gegenseitiger Rat ist wichtig

In Deutschland ist die Kirche als Institution aufgrund historischer Entwicklungen eng mit dem Staat verbunden und finanziert sich überwiegend durch Kirchensteuern. In den USA dagegen entwickelte sich durch die Trennung von Staat und Kirche ein freikirchliches System mit einer großen Vielfalt von Glaubensrichtungen. Bei den gegenseitigen Besuchen helfen deutsch-amerikanische Tagungen, den Aufbau und die Geschichte der je anderen Kirche besser zu verstehen. Besonders wichtig dabei: Gegenseitiger Rat, wie mit den Herausforderungen der multikulturellen und multireligiösen Gesellschaft in der jeweiligen Gesellschaft umgehen.
Organisiert wird das Austauschprogramm seit vielen Jahren vom Butzbacher evangelischen Pfarrer Norbert Hott.

BesucherInnen in Butzbach und Rockenberg

Auch in der Evangelischen Markuskirchengemeinde Butzbach waren für jeweils eine Woche die folgenden Personen aus der amerikanischen Partnerkirche zu Gast: Pfr. Walter Brown (Organisator des Programms auf amerikanischer Seite), Pfr. Douglas Cruger und Pfr. Robert Firby aus Maine sowie Pfr. Jeffrey Zickefoose mit seiner Frau Lynell Zickefoose aus West Virginia und Carolyn Stotts aus St. Louis. Die BesucherInnen nahmen auch an den Gottesdiensten und anderen kirchlichen Veranstaltungen in Butzbach teil.
In der Evangelischen Kirchengemeinde Rockenberg waren ebenfalls Pfr. Walter Brown und Carolyn Stotts sowie Kathy Black und Vicki Snyder aus West Virginia zu Gast.
Abgesehen von Walter Brown wird die Gruppe am Freitag in die USA zurückfliegen.

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von:  Norbert Hott

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Interessensgebiet: Langgöns
Norbert Hott
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