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Die designierte Kandidatin für den Posten der Landrätin stellte sich in Langgöns vor!

Gute Stimmung bei der SPD-Langgöns (von links): Bürgermeister Horst Röhrig, Fraktionsvorsitzender Thomas Schmidt, Landrätin-Kandidatin Anita Schneider, Kreistagsabgeordnete Kristine Tromsdorf, SPD-Vorsitzender Gerald R. Dörr
Gute Stimmung bei der SPD-Langgöns (von links): Bürgermeister Horst Röhrig, Fraktionsvorsitzender Thomas Schmidt, Landrätin-Kandidatin Anita Schneider, Kreistagsabgeordnete Kristine Tromsdorf, SPD-Vorsitzender Gerald R. Dörr
Langgöns | Der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Langgöns, Gerald R. Dörr konnte kürzlich Anita Schneider, die für die SPD in das Rennen um den Posten der Landrätin gehen will, persönlich zu einem Informationsabend begrüßen. Dörr freute sich darüber, dass so viele Interessierte zu diesem Kennen lernen gekommen waren. Auch Bürgermeister Horst Röhrig und der Fraktionsvorsitzende der SPD in der Gemeindevertretung, Thomas Schmidt, waren anwesend.
Kristine Tromsdorf, stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der SPD-Kreistagsfraktion und Diskussionsleiterin, machte deutlich, dass für sie die Landrätin-Wahl besonders wichtig sei, da durch die bürgerliche Mehrheit im Kreistag das Vermögen des Landkreises verschleudert werde – siehe Verkauf des Landratsamtes – und weil dies gepaart sei mit einer Politik der sozialen Kälte gegenüber den Menschen. Deswegen hoffe sie, dass Anita Schneider im nächsten Jahr zur ersten Landrätin in Hessen gewählt werde und damit die Nachfolge von Willi Marx antrete, damit wenigstens an dieser Stelle noch ein Regulativ vorhanden sei.

Anita Schneider berichtete über ihren beruflichen Werdegang, den sie mit einem Studium der Politikwissenschaften, Jura und Wirtschaft mit dem Abschluss als Diplom Politologin begonnen hatte. Nach dem Studium arbeitete sie bei einer Tageszeitung, bis sie Fraktionsassistentin der SPD in der Stadt Frankfurt wurde. Der damalige Giessener SPD-Oberbürgermeister Manfred Mutz wurde auf die Sozialdemokratin aufmerksam und holte sie als persönliche Referentin nach Gießen. In dieser Funktion baute sie die Stabsstelle Beteiligung auf, entwickelte den ersten Beteiligungsbericht, war bei der Umwandlung eines Eigenbetriebs in eine AG und eines Regiebetriebs in einen Eigenbetrieb involviert, sorgte mit dafür, dass der Stadtkirchenturm renoviert und für die Öffentlichkeit zugänglich wurde und als Gießen zusammen mit Wetzlar sog. Ziel-2-Gebiet wurde, sorgte sie mit für die Entstehung des Mathematikums.
Seit 2006 ist Anita Schneider Leiterin eines Sozialrathauses in Frankfurt, das verantwortlich für rund 42.000 Menschen ist.
Sehr klar betonte die Sozialdemokratin, dass für sie die Daseinsvorsorge uneingeschränkt in die öffentliche Hand gehört. Natürlich seien unterschiedliche Rechtsformen denkbar, aber diese müssten unter kommunaler Kontrolle stehen. Besonders die regionale Wirtschaftsförderung liegt ihr am Herzen und sie benannte gleich viele Bereiche, um die sie sich kümmern wolle.
Die Kandidatin für die Wahl zur ersten Landrätin Hessens, Anita Schneider
Die Kandidatin für die Wahl zur ersten Landrätin Hessens, Anita Schneider
Im Schulbereich steht für Anita Schneider die Weiterentwicklung der Ganztagsschulen obenan, auch aus der persönlichen Betroffenheit als Mutter einer 14-jährigen Tochter. Sie wolle die Grundschulstandorte sichern. Da sie selber einen offenen kooperativen Arbeitsstil pflege, liege ihr die gute Zusammenarbeit mit den Kommunen und eine Zusammenarbeit zwischen Stadt und Landkreis Gießen sehr am Herzen. Einer ihrer Wünsche sei, dass es zu einer wirklichen Zusammenarbeit im Bereich der Schulentwicklung komme.
Gefragt, warum sie für die Position der Landrätin kandidiere, erklärte sie, dass sie Dinge anstoßen wolle, nur verwalten allein genüge ihr nicht. Etwas zu bewegen für die Bürgerinnen und Bürger, etwas für die Menschen zu deren Vorteil zu verändern, das mache ihr Spaß.
In der Diskussion stellte sich bei den Fragen heraus, dass die Kandidatin klare Positionen vertritt, aber keine ideologischen Scheuklappen trägt. So beim Thema PPP, wo für sie längerfristige Verträge z.B. im Schulbereich nicht vertretbar seien, da man schwer die Entwicklung auf 10 oder gar 20 Jahre vorhersehen könne. Hingegen hätte sie keine Probleme, wenn es sich um das Energiemanagement der Schulen handele und dies z.B. an die OVAG vergeben würde.
Abschließend gaben die Langgönser Sozialdemokraten, allen voran Vorsitzender Dörr und das Urgestein der SPD Oberkleen, Horst Gärtner, ihrer Freude Ausdruck, dass es sich bei Anita Schneider um eine ungemein kompetente Frau handele und sicherten der Kandidatin für den Wahlkampf im nächsten Jahr die volle Unterstützung zu.

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