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Männergesundheit - ein Aufbruch?

ca. 25 Stände luden zur Information über männerspezifische Themen ein
ca. 25 Stände luden zur Information über männerspezifische Themen ein
Langgöns | Am Samstag, dem 11.Oktober fand im Bad Homburger Kurhaus der „1. Bad Homburger Tag der Männergesundheit“ statt. Man(n) war eingeladen, sich zum Thema der eigenen Gesundheit zu informieren. Die medandmore GmbH hatte dazu renommierte Referenten aus der Region und ganz Deutschland gewinnen können, welche dem geneigten Zuhörer in verschiedenen Vorträgen Neues aus der Forschung, Behandlungsmethoden sowie mögliche Vorbeuge-maßnahmen nahe brachten. Die Themenfelder variierten dabei von Volkskrankheiten wie Grauem Star, Tinnitus und Bluthochdruck über psychosoziale Themen wie Depressionen, Alzheimer und Lust im Alter bis zu „klassischen“ Männerkrankheiten wie Prostata- und Blasenkrebs, Schnarchen und Schlafstörungen. Sogar Themen der Neuen Männermedizin wie Erektile Dysfunktion und Anti-Aging wurden bedient. Im Foyer erwarteten den Besucher ca. 25 Stände von Institutionen aus dem Gesundheitswesen und verwandten Bereichen wie etwa das Hochtaunus Klinikum, die Bluthochdruck Selbsthilfe Frankfurt oder die AG Selbsthilfegruppen im Hochtaunus. Auf Wunsch gab es die Möglichkeit, vor Ort die eigene Gesundheit bzw. wichtige Werte wie Blutdruck und persönliche Fitness überprüfen zu lassen.

Schirmherr Gerd Thomas zeigte sich sichtlich zufrieden über die Resonanz von ca.1000 Besuchern: „Die Resonanz war unseres Erachtens sehr positiv. Wir haben uns gewünscht, an die Tausend ran zu kommen. Das ist erreicht, insofern war das erfolgreich [..] wir sind damit sehr zufrieden.“

Als mit einem Vierteljahr Bestehens noch relativ junge Initiative war der Verein „Männer aktiv gegen Krebs e.V.“ durch Thorsten Fittkau vertreten, welcher ebenfalls an einer entsprechenden Podiumsdiskussion zum Thema Prostatakrebs und Blasenkrebs teilnahm. „Männer aktiv gegen Krebs“ richtet sich in seinem offenen Angebot vorrangig an junge Männer und ist damit einzig in Deutschland. Der Verein bietet Betroffenen und Angehörigen mit Veranstaltungen und Informationsabenden ein Forum zum Erfahrungs- und Informationsaustausch, um ihnen den Umgang mit der Erkrankung oder den Folgen einer Therapie zu erleichtern. Eine explizite Mitgliedschaft im Verein ist für die Teilnahme daran jedoch nicht notwendig.


Kann man dem Thema Männergesundheit in Anbetracht des Erfolges dieser Veranstaltung nun eine erfreuliche Entwicklung bescheinigen? Leider nein!
Bei all der positiven Resonanz darf
zufriedener Schirmherr - Gerd Thomas
zufriedener Schirmherr - Gerd Thomas
nicht außer Acht gelassen werden, dass Männergesundheit noch immer in den Kinderschuhen steckt. Noch immer sterben Männer im Schnitt ca. 6 Jahre früher als Frauen! Dies ist natürlich zum einen dadurch begründet, dass die gefährlichsten, härtesten und gesundheitsschädlichsten Jobs ausschließlich von Männern ausgeführt werden. Der Großteil ist jedoch auf mangelnde Vorsorge durch bzw. mangelnde Vorsorgemöglichkeiten für Männer zurück zu führen.

Die Zahl der Besucher unterhalb eines Alters von 50 war vergleichsweise gering. Männer leben gerade in jungen Jahren noch zu oft nach den durch die Gesellschaft vermittelten Stereotypen. „Vieles hängt auch damit zusammen, wie Jungs erzogen werden. "Ein Indianer kennt keinen Schmerz", "Jungs dürfen nicht weinen" und all so ein Zeug. Sozialisation spielt da sicherlich eine Rolle mit.,“ so Thorsten Fittkau. Das Bewusstsein der Verantwortung für den eigenen Körper und die eigene Gesundheit sei bei Männern mit ihrem eher „maschinistischem Körperbild des Funktionieren-Müssens“ eher schlecht. Im Gegensatz z.B. beim Auto. „Alle 15.000 km geht’s zur Inspektion! Da wird nicht drüber nachgedacht, Ölwechsel, Keilriemen, Zündkerzen. Aber einmal pro Jahr einfach nur mal einen CheckUp zu machen, eine Blutprobe ans Labor, machen die wenigsten!“

Thorsten Fittkau vom Verein "Männer aktiv gegen Krebs e.V."
Thorsten Fittkau vom Verein "Männer aktiv gegen Krebs e.V."
Richtig, das Bewusstsein für Gesundheit ist bei Männern nicht allzu sehr verbreitet. Doch woran liegt das? Beim Vergleich mit jungen Mädchen kommt man schnell zur Ursache der fehlenden Sensibilisierung für dieses Thema. Laut Fittkau hat das unter anderem damit zu tun „dass Frauen das erste Mal mit einem Gynäkologen in Berührung kommen, wenn sie als junges Mädchen die Pille verschrieben bekommen. Das ist die erste Vorsorgeuntersuchung, [..] von dort an gehen eben Frauen, Mädchen regelmäßig mindestens einmal im Jahr zum Gynäkologen, möglicherweise sogar öfter.“

Dies stellt die Frage in den Raum, warum es keine entsprechenden Vorsorgeuntersuchungen für Jungen gibt. Die Deutsche Krebshilfe hat 2007 zwar das Projekt „Mädchen checken das“ initiiert, um Mädchen für das Thema Krebs und Krebsvorsorge zu sensibilisieren und zu beraten. Vergleichbare Angebote für Jungen existieren jedoch nicht, obwohl z.B. Hodenkrebs bei jungen Männern vor allem im Alter von 20 bis 40 Jahren auftritt und die mit Abstand häufigste Krebsart in dieser Altersgruppe ist!

Das Thema Männergesundheit wird von der Politik seit Jahren ignoriert. Für Frauen existieren seit Jahren eine Frauengesundheitsdatenbank und jährliche Frauengesundheitsberichte, anhand derer Ergebnisse konkrete Fördermaßnahmen abgeleitet werden. Eine vergleichbare Alternative für Männergesundheitsfragen gibt es nicht nur schlichtweg nicht - auf einen offenen Brief des Vereins MANNdat an das Bundesministerium für Gesundheit vom Nov.2007 ließ Ulla Schmidt im Jan.2008 durch ihr Büro eine explizite Ablehnung derartiger Maßnahmen bescheinigen und bat um Verständnis, „dass ich den Vorschlag eines eigenen Männergesundheitsberichtes nicht unterstützen kann“. Bei derartiger Heuchelei sieht es derzeit für eine gleichberechtigte Männergesundheit noch recht dürftig aus. Es bleibt zu hoffen, dass endlich auch im BMG die Bedeutung von Art.3 Grundgesetz ins Bewusstsein rückt, und Schirmherr Gerd Thomas beim für nächstes Jahr geplanten 2. Bad Homburger Tag der Männergesundheit nicht wieder gezwungen ist, zu resümieren: „Reaktionen politischer Natur gab es bisher nicht.“

Veranstaltungen wie der „Bad Homburger Tag der Männergesundheit“ sind uneingeschränkt positiv zu betrachten, eine Sensibilisierung der Männer in Gesundheitsfragen auf breiter Front und eine Verringerung der höhern Sterblichkeit von Männern gegenüber Frauen erfordern jedoch weiter tragende, längst überfällige Maßnahmen auf Politikebene.

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Kommentare zum Beitrag

Marion Wallenfels
2.035
Marion Wallenfels aus Gießen schrieb am 14.10.2008 um 20:24 Uhr
Also, die Vorsorgemöglichkeiten für Männer sind genauso gegeben, wie für Frauen. Es ist nicht richtig, dass es zu wenig Vorsorgemöglichkeiten für Männer gibt, denn die Krebsvorsorgemöglichkeit, wie z.B. vor Prostatakrebs wird ebenfalls von den Kassen bezahlt und es wird auch von den Krankenkassen genügend Aufklärung diesbezüglich betrieben, mal ganz abgesehen von etlichen Fernsehsendungungen, die Männergesundheit in allen Variationen oft genug zum Thema haben. Das ist wiedermal, ein Beispiel dafür, dass alles auf die Politikebene abgeschoben werden soll. Bloß keine Eigenverantwortung übernehmen, der Staat soll jetzt auch noch die Männer am Händchen nehmen und zum Arzt führen!?
Zu Ihren gefährlichsten, härtesten und gesundheitsschädlichsten Jobs kommen mir wirklich gleich die Tränen!!!
Wer hat denn im allgemeinen die mehrfachen Belastungen in den Familien, doch wohl leider immer noch die Frauen, durch Haushalt, Kinder und Job, wenn, dass mal nicht gesundheitsschädlich, hart und manchmal auch gefährlich ist.
Wenn Mädchen schon zum Gynäkologen müssen, um sich die Pille verschreiben zu lassen, die außerdem durch ihre Nebenwirkungen auch noch gesundheitsschädlich ist, so doch auch deswegen, weil Männer sich um Verhütung im allgemeinen wenig kümmern und dies auch selbstverständlich den Frauen überlassen wird. Schwangerschaften sind in einigen Fällen sogar lebensgefährlich und gesundheitsschädlich im allgemeinen auch und trotzdem leben Frauen im Schnitt 6 Jahre länger, ist dass nicht phänomenal.
Torsten Herwig
339
Torsten Herwig aus Langgöns schrieb am 14.10.2008 um 23:03 Uhr
Frau Wallenfels,

ich schlage vor, Sie informieren sich erst einmal gründlich zum Thema, bevor Sie wieder einmal einen Kommentar posten.

Vorsorgemöglichkeiten existieren für Männer genauso wie für Frauen? Wo haben Sie denn das her? Vorsorge heißt Diagnose, das wird von den Kassen in der Regel nicht übernommen, lediglich "Therapien" von Krankheiten!

Die Kosten werden mitnichten von der Kasse in angemessener Weise übernommen.
Beispiel Prostatakrebsvorsorge: Auf die explizite Frage an Dr.Kramer während der Podiumsdiskussion "Welche Methoden würden sie als obligatorisch bzw. als unabdingbar ansehen, um eine aussagekräftige Diagnose zu stellen?" antwortete dieser "Das ist die Ultraschalluntersuchung, die Untersuchung mit dem tastenden Finger UND VOR ALLEN DINGEN DIE PSA-ANALYSE IM VERLAUF". Auf meine explizite Frage nach der Kostenübernahme bekam ich die Antwort "Vorsorge beinhaltet nicht die Bestimmung des PSA-Wertes, das ist schade." Zitat-Ende.

Gleichberechtigung in der Vorsorge?
Beispiel Hautkrebs. Bis vor kurzem lag die Vorsorgegrenze bei Männern bei 45 Jahren, erst seit neuestem ist die Grenze (u.a. durch das Betreiben von MANNdat) auf 35 Jahre abgesetzt worden. Frauen haben jedoch bereits mit 30 Jahren einen Anspruch darauf! Nennen Sie das gerecht?

Für die aggressivste Krebsart bei Männern - Prostatakrebs liegt die Grenze bei 45, obwohl dieser bereits in viel jüngeren Jahren auftauchen kann. Zum Beispiel laut Aussage von Herrn Fittkau ist ein persönlich bekannter Fall in seinem Verein "Männer aktiv gegen Krebs" gerade mal 36!

Ich habe das Beispiel der Deutschen Krebshilfe genannt. Es gibt schlichtweg keine irgendwie gleich gearteten Projekte für Jungen und junge Männer! Kennen Sie welche? Dann nennen Sie mir ein paar!
Nennen sie das gerecht?

Es existieren seit Jahren Frauengesundheitsdatenbank und Frauengesundheitsberichte. Daran werden konkrete Fördermaßnahmen beschlossen. Wir sprechen hier über mehrstellige Millionenbeträge an Fördermaßnahmen des Bundeshaushaltes und der Länder!!! Für Männer gibt es derartige Maßnahmen nicht nur nicht, sie werden ihnen auch noch offen vorenthalten (siehe hierzu die zitierte Mitteilung des Büros von Ulla Schmidt)!

Es geht hier nicht darum, dass Männer und Jungen an die Hand genommen werden wollen/sollen, sondern dass in diesem Land einseitig sexistische Fördermaßnahmen zu gesundheitlichen Lasten eines Geschlechtes betrieben werden! Und es geht um den Skandal, dass dies in der (weitgehend weiblich-feministischen) Öffentlichkeit geradezu als selbstverständlich hingenommen wird! Was würde wohl in diesem Land los sein, wenn die Rollen bei der medizinischen Vorsorge vertauscht wären?!

Zu den gefährlichsten Jobs kommen Ihnen die Tränen? Sollen sie auch!
24 der 25 so genannten "Todesjobs" (die Jobs mit dem größten Risiko, während der Arbeit den Tod zu finden oder schwerste Gesundheitsschäden davon zu tragen) sind reine Männerjobs! Ich habe noch keine Frau unter Tage gesehen, weder von Frauenquoten auf Bohrplattformen, bei der Bundeswehr an der Feindlinie, bei Müllabfuhr, Kanal- oder Gebäudefassadenreinigung oder etwa beim Hoch-Tiefbau gehört, genauso wenig wie mir Frauenquoten in der Chemischen Industrie, bei der Atommüll-Beseitigung oder in Schmelzereien bekannt wären! Von den über Tausend Feuerwehrleuten, die am 11.9. im WTC den Tod durch Zerquetschen unter Trümmern fanden, war übrigens ebenfalls keine einzige Frau!

Frau Wallenfels, wir können gerne auf der Sachebene argumentieren. Wenn sie mir aber mit typisch feministischen Scheinargumenten und Killerphrasen kommen, darf ich Sie darauf hinweisen , dass Sie die Mär von den „25% weniger Lohn für gleiche Arbeit“ noch vergessen haben zu erwähnen! Ein gern genutztes und gebetsmühlenartig wiederholtes "Argument" von Feministinnen. Dass inzwischen sogar das Ministerium von Frau von der Leyen ob dieses Unsinns in einem offiziellen Statement zurückruderte, spricht wohl Bände…

Alles in allem, ein netter Versuch. ;-)
Marion Wallenfels
2.035
Marion Wallenfels aus Gießen schrieb am 15.10.2008 um 02:47 Uhr
Offensichtlich können Sie nicht auf der Sachebene argumentieren, wenn Sie mir gleich unterstellen, dass ich typisch feministische Scheinargumente vorbringe und eine Feministin wäre. Meine Argumente entsprechen leider der Realität, von der Sie offensichtlich keine Ahnung haben, sonst würden Sie nicht so unsachlich und klischeehaft argumentieren.
Ich würde mich erst einmal informieren, bevor ich mich auf so unverschämte Art und Weise äußeren würde, denn bevor Sie Vergleiche anstellen, sollten Sie sich erst einmal Kenntnisse über Krebsvorsorge bei Frauen aneignen.
Da mir medizinische Themen, durch langjährige berufliche Tätigkeit in dem Bereich, nicht fremd sind, helfe ich Ihnen hier gerne weiter.
Frauen bekommen eine Hautkrebsvorsorge ab 30 Jahren, in welcher Kasse sind Sie denn?
Bei der Barmer jedenfalls bekommen Männer und Frauen ab 35 Jahren, alle 2 Jahre, ein Hautkrebs - Screening!
Mit 45 Jahren die Prostata Krebsvorsorge, erfolgt natürlich auch durch das Abtasten und falls eine Vergrößerung vorhanden ist, wird eine weitergehende Untersuchung vorgenommen z.B. Ultraschalluntersuchung.
Die PSA - Analyse, selbst wenn sie im Verlauf erhöht sein sollte, ist kein ausreichender Hinweis auf Prostatakrebs, selbst dann müssen weitere Untersuchungen gemacht werden und die werden von den Kassen übernommen.
Bei Frauen wird die Mammografie erst ab 50 - 69 Jahre bezahlt und die manuelle Untersuchung der Brust ab 30 Jahre und es gibt hier auch Fälle, dass Frauen schon mit 20 Jahren an Brustkrebs erkranken.
Es gibt auch hier keine Projekte für jüngere Frauen!!!
Bei der Darmkrebs Vorsorge ist alles vollkommen "gleichberechtigt", dass dürfte Ihnen gefallen.
Alle Versicherten können ab 50 Jahre an Früherkennung von Darmkrebs teilnehmen. Neben der Untersuchung des Enddarms wird zwischen 50 - 54 Jahren zusätzlich 1 mal jährlich der Stuhl auf verborgenes Blut untersucht.
Ab 55 Jahren können sich Männer und Frauen entscheiden, entweder eine Koloskopie (Darmspiegelung) mit Wiederholung nach 10 Jahren oder Untersuchung des Stuhls auf verborgenes Blut alle 2 Jahre.
Auch an Darmkrebs sterben Menschen schon in jungen Jahren, wann also sollte die Krebsvorsorge anfangen?
15
Thomas Schmidt aus Gießen schrieb am 15.10.2008 um 11:12 Uhr
Was wären wir doch hierzulande ohne unsere benachteiligten Opferfrauen. Mir kommen die Tränen über die so schrecklich große Belastung durch Haushalt/Kinder etc. Bei einer Frau in einem Bergdorf in Kamerun könnte ich das Wehklagen ja verstehen, aber seit in den westeuropäuschen und nordamerikanischen Regionen Männer die Waschmaschine erfunden hatten – eigentlich um ihren Frauen nochmehr Komfort zu bieten – kann man im Buch „Das Ende der Dressur“ von Esther Vilar nachlesen was ein Haushalt wirklich an Zeit und Mühe kostet.

Ich als glücklicher, emanzipierter Single benötige täglich nur einen sehr kleinen und nebenbei erledigungsfähigen Zeitaufwand für die so schlimme Hausarbeit.

Wenn Frauen trotz aller offenstehenden Möglichkeiten und Förderprogramme immer noch so wenig in Vorstandsetagen, naturwissenschaftlichen Studiengängen, mittlerem Management, Bergbau oder unter den Wehrpflichtigen vertreten sind kann ich nur feststellen : Selber Schuld.

Zum Thema Verhütung bin ich recht fachkompetent : Ich kenne einige einkommenssichere Männer die mithilfe einer Vasektomie 100% Verhütungsverantwortung übernommen haben. Die wollten nicht darauf „vertrauen“ ob die Pille nun 99% oder 99,5% o.a. sicher ist.

Dadurch daß immer mehr Männer wie ich Ehe/Familie tunlichst vermeiden, sollte auch das Benachteiligungsmonopol von doppel-belasteten Frauen erheblich zurückgehen und keine Frau in Ihrem beruflichen Werdegang und Selbstverwirklichung behindert werden. Für mich absolut unverständlich sind allerdings Erfahrungsberichte vieler Männer wie viele Partnerinnen trotz massiver Gefährdungen und Benachteiligungen durch Ehe/Kinder/Haushalt/Doppelbelastung zu Beziehungsverfestigungsstrategien – letztendlich der begehrte Trauschein – neigen.

Ich denke, in den letzten Jahren sind feministische Forderungen und „Ausgleichsansprüche“ für „Benachteiligungen“ so ausgeufert, daß diese mehr und mehr Menschen auffallen. Viele haben gehörig genug von feministischen „Wahrheiten“, lassen sich nicht mehr ein männliches Schuldmonopol angesichts real existierender Männer-Diskriminierungen wie die Wehrpflicht einreden und analysieren die realen Verhältnisse mit Scharfsinn und Sachverstand.

Das ist auch gut so.

Die femifocale Lastigkeit der Medien und der Politik haben m.E. einige meist weibliche Menschen hierzulande die letzten Jahre natürlich sehr lieb gewonnen. Vor diesem Hintergrund ist beobachbar daß männerspezifische Themen und Berichte verständlicherweise nicht gerade mit großem Wohlwollen angenommen werden.
Torsten Herwig
339
Torsten Herwig aus Langgöns schrieb am 15.10.2008 um 11:33 Uhr
Sehr geehrte Frau Wallenfels,

ein paar Zahlen:
------------------------
Todesfälle in Deutschland 2006 ca.359.000
Den größten Anteil daran haben Herz- und Kreislauferkrankungen. In der Altersgruppe bis 65 Jahre, Anteil Männer 3x soviel wie Frauen.

Herzinfarkt-Tote 2006: 64.796 Menschen, darunter zu 55% Männer.
Krebstote 2006 lt. Statistischem Bundesamt 112.761 Männer (53,3%) und 98.762 Frauen.
Krebs-Neuerkrankungen lt. Robert-Koch-Institut 2002 Männer 218.000, Frauen 206.000.
Zunahme zwischen 1980 und 2002 bei Frauen um 41,6%, bei Männern um 74,4%.
Seit 1999 liegt die Zahl an Krebs-Neuerkrankungen bei Männern über der von Frauen.

Anteil Lungenkrebstote, im Jahr 2002 ca. 26,2% Männer, 10,4% Frauen.
Prostatakrebs: Erkrankungen pro Jahr ca.50.000, Tote pro Jahr ca.10.000.
Hodenkrebs tritt meistens im Alter zwischen 20 und 40 Jahren auf. Eine gesetzliche Vorsorgeuntersuchung auf Hodenkrebs gibt es nicht.

Andere Todesursachen
Auch in diesem Bereich (3,9% aller Sterbefälle) sind Männer zu 62% betroffen (2006).

Die überwiegende Zahl der Selbstmordversuche wird zwar von Frauen begangen, Männer führen den Versuch jedoch wesentlich häufiger zu Ende.
Bei der Selbstmordrate von 9.765 Personen, waren 74% Männer (Statistisches Bundesamt,Pressemitteilung Nr. 385 vom 21.9.2007). Bei abnehmender Zahl der Suizide insgesamt ist der Männeranteil hier im Laufe der Zeit immer stärker angestiegen; 1980 lag er lediglich bei knapp 65 Prozent.

Dies liegt auch daran, dass Depressionen bei Männern seltener erkannt werden, da sich selbige bei Männern anders äußern als bei Frauen. Sie werden auch häufig einfach ignoriert.

Und was tut die Politik (Fördermaßnahmen/Forschungsbudget etc.)?
--------------------------------------------------------------------------------------------------------

Die Wahrscheinlichkeit für eine Frau, an Brustkrebs zu sterben, ist nicht nennenswert höher als die eines Mannes, an Prostatakrebs zu sterben.
(Mortalitätsrate Prostatakrebs 12,4 pro 100.000, Brustkrebs 18,0 pro 100.000 Einwohner lt. Krebsatlas des Krebsforschungszentrums Heidelberg für 2005). Trotzdem wurde als einziges geschlechtsspezifisches nationales Gesundheitsziel vom BMG die Bekämpfung von Brustkrebs formuliert. Da verwundert es nicht, dass den 12 Prostatakarzinomzentren in Deutschland insgesamt 135 zertifizierte Brustzentren gegenüber stehen (Feb.2008).

Der Bielefelder Urologe Hans-Udo Eickenberg weist darauf hin, dass "der Wissensstand über den männlichen Körper im Vergleich zur Frauenforschung um rund dreißig Jahre" zurückliegt.

Laut einer Statistik der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) waren am 31.12.2000 in Deutschland insgesamt 14.815 Frauenärzte niedergelassen. Dem standen lediglich ca. 300 Andrologen (Männerärzte) mit fachlicher Fortbildung gegenüber. (taz vom 13.8.2003).

Ende 2007 existierten in Deutschland 17 Frauengesundheitszentren. Männergesundheitszentren? ...0 (in Worten Null)!

Die Empfehlung für die Impfung gegen das Humane Papilloma-Virus (HPV), das im Verdacht steht, Gebärmutterkrebs auslösen zu können, beschränkt sich auf Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren, obwohl HPV keineswegs ein reines Frauenproblem ist, da das Virus auch bei Männern Erkrankungen auslösen kann.

usw. usw.

--------------------
Und jetzt stellen sie sich doch einmal vor, diese ganzen Zahlen und Fakten wären für Männer und Frauen vertauscht...!
Marion Wallenfels
2.035
Marion Wallenfels aus Gießen schrieb am 15.10.2008 um 11:51 Uhr
Herr Schmidt,

ich gehöre auch nicht zu den benachteiligten "Opferfrauen", da ich ebenfalls ein glücklicher Single bin. Allerdings sieht sich der Autor des Beitrags, Herr Herwig, als Opfermann der Gesundheitspolitik, da seiner Meinung nach Männer nicht so viele Möglichkeiten zur Krebsvorsorge haben, wie Frauen.
Er meinte ja, dass Männer wesentlich gesundheitsschädlicher leben müssen, wie Frauen, da sie so gefährliche, harte und gesundheitsschädliche Jobs ausüben, auch noch in der Vorsorge benachteiligt wären und daher im Schnitt 6 Jahre früher sterben, als Frauen.
Im Thema ging es an sich um weniger Vorsorgemöglichkeiten für Männer, aber ich finde es doch sehr interessant, dass der Feminismus so intensiv thematisiert wird.
Offensichtlich sollte man sich doch mal wieder mehr mit dem benachteiligten Mann beschäftigen!!!
Marion Wallenfels
2.035
Marion Wallenfels aus Gießen schrieb am 15.10.2008 um 13:10 Uhr
Sehr geehrter Herr Herwig,

jeder, der an Krebs erkrankt ist oder sogar daran stirbt, hat mein volles Mitgefühl, da ist es ganz egal, ob Mann oder Frau!!!
Die Zahlen sind natürlich erschreckend und ohne Zweifel viel zu hoch und daher sollte generell für die Krebsforschung noch mehr getan werden.
Allerdings die Unterschiede der Sterblichkeit zwischen Männern und Frauen kann man meiner Meinung nach nicht unbedingt auf fehlende Einrichtungen oder Fördermaßnahmen zurückführen.
Generell gehen Frauen viel sorgsamer mit ihrer Gesundheit um und gehen auch eher und häufiger zum Arzt, wenn sie gesundheitliche Probleme feststellen. Leider verharmlosen Männer ihre auftretenden Beschwerden häufig und gehen erst zum Arzt, wenn es zu spät ist . Dies haben Sie ja auch bereits in Ihrem Beitrag erwähnt, dass dies in der Kindheit angelegt wird, durch Sprüche wie, ein Indianer kennt keinen Schmerz usw.
15
Thomas Schmidt aus Gießen schrieb am 15.10.2008 um 13:53 Uhr
Sehr geehrte Fr. Wallenfels,

als nichtehelicher Vater einer begabten zehnjährigen Tochter bin ich für Gleichberechtigung und trat dafür öffentlich ein. Daher bin ich am Rande etwas im Frauen-Männerthema engagiert und dadurch bedingt auch manchmal überfokussiert. Über meine literarischen Exkurse über gender kam ich auch zum Thema Feminismus. Insbesondere die menschenverachtende Komponente wie Gesellschaft zur Vernichtung der Männer sowie offen medial ausgelebter Männerhass haben mich zutiefst schockiert.

Ganz abgesehen davon haben die letzten 30 Jahre nichts bewirkt außer einem drohenden flash-back.

Meine Bemühungen zielen dahin diese Negativ-Phänome aus der Welt zu schaffen. Gleichberechtigung besteht, sie wird nur zuwenig genutzt und stattdessen immer noch Jammertäler kultiviert.

Ich würde mir ein Klima gegenseitiger Wertschätzung wünschen wo Frauen sowie Männer Rollenstereotype auch mal selbstkritisch reflektieren um dann eine gleichberechtigte Gesellschaft zu gestalten die keine Feindbilder nötig hat. Eine interessante Buchempfehlung von FrauTV war z.B. „Männerseelen“ von Björn Süfke. Die Vorgehensweise von FrauTV fand ich angenehm. Ich fand im Buch Betrachtungsweisen an die ich selbst bisher nicht einmal im Entferntesten gedacht habe, weil mich niemand bisher darauf aufmerksam gemacht hat. Dazu gehören auch die von Ihnen beschriebenen Effekte.

Hieran gilt es m.E. zu arbeiten.

Ich denke u.a. war es auch Ambition des Autors, Aufklärung in verschiedene Richtungen zu betreiben. In unserer Firma z.B. wurde dieses Jahr von unserer Betriebsratsvorsitzenden ein Gesundheitstag mitgestaltet wo auch das Thema Männergesundheit Bestandteil war.

Es tut sich etwas.
Marion Wallenfels
2.035
Marion Wallenfels aus Gießen schrieb am 15.10.2008 um 15:01 Uhr
Sehr geehrter Herr Schmidt,

ich finde es natürlich sehr wichtig über Gesundheitsthemen zu berichten und auch gerade Männer, die dieses Thema gerne vernachlässigen, zu motivieren zur Vorsorge zu gehen.
Respektvoller Umgang ist auf jeden Fall wünschenswert und man sollte in den Familien damit beginnen, denn im kleinen Rahmen fängt schließlich die Veränderung in der Gesellschaft an.
Ich finde die Absicht des Autors durchaus sehr gut gesundheitliche Aufklärung zu betreiben, allerdings finde ich eben, dass Männer auch gleichberechtigt die Möglichkeit haben zur Vorsorge zu gehen.
Da Männer und Frauen unterschiedliche Schwerpunkte haben bezüglich der Krebserkrankungen, kann man auch schlecht sagen hier ist der Mann benachteiligt, weil beim Mann wieder andere Untersuchungen nötig sind, ganz einfach wegen den anatomischen Unterschieden.
Einen Punkt, den Herr Herwig angesprochen hat, kann ich nur bestätigen, nämlich eine Hodenkrebsvorsorge sollte unbedingt mindestens ab 20 Jahren eingeführt werden, da besteht ein Schwachpunkt gegenüber jungen Frauen.
9
Markus Biebermann aus Gießen schrieb am 15.10.2008 um 15:02 Uhr
Entgegen jeder Logik, Menschlichkeit oder Vernunft, werden die Gelder ungleich verteilt in Frauengesundheitsprojekte gesteckt. Trotz der bekannten Unterschiede in der Lebenserwartung wurde z.B. der erste geschlechtsspezifische Lehrstuhl für Herzkrankheiten - den Frauen-Herzerkrankungen gewidmet.

Jährlich sterben 11.000 Männer an Prostatakrebs und knapp 18.000 Frauen an Brustkrebs. Das ist eine Relation von etwa 1 zu 1,7. Die staatlichen Gelder für Prostata - und Brustkrebsforschung sind nach den letzten mir vorliegenden Zahlen im Verhältnis 1:56 (Eins zu Sechsundfünfzig) zugunsten der Brustkrebsforschung verteilt!

Männer müssen die härtere Arbeit leisten, weil sie - verheiratet oder nicht - in praktisch jedem Falle zur finanziellen Versorgung von Kind und (Ex-)Partnerin herangezogen werden, während Frauen sich erstaunlich oft für die angebliche "Doppelbelastung" als Hausfrau entscheiden. daher auch der angebliche Mehrverdienst der Männer um 23% "für die selbe Arbeit" - es ist nicht die selbe Arbeit; sie wurde nur feministisch als "gleichwertig" definiert, unter Außerachtlassung der Realität. Keine Bürokraft mit Kaffeemaschine hat die Gefahren und Härten eines Dachdeckers zu ertragen, und darum bekommt er zurecht mehr Geld.

Jeder Unternehmer würde nur noch Frauen einstellen, wenn sie wirklich dasselbe für 23% weniger Geld leisteten. Aber das ist nicht der Fall.

Übrigens würden sich die Frauen schön bedanken, wenn die Männer plötzlich 23% weniger bekämen - sie haben sich ihre Männer doch gerade auch wegen des höheren Verdienstes ausgesucht!

Insofern würden gerechtere Lösungen im gesellschaftlichen Bereich auch dazu führen, daß Männer nicht mehr "erhöhten Erwerbsobliegenheiten" unterliegen (d.h. zu Überstunden gezwungen werden damit die "selbstbestimmte" Ex mehr Unterhalt bekommt) - und somit gesünder leben könnten. Streßbedingte Fehlernährungen, Berufskrankheiten und Alkoholismus könnten so vermieden werden, wenn z.B. die nacheheliche und inzwischen sogar außereheliche Versorgungspflicht der Männer entfiele, die bekanntlich aus dem früheren "Recht" der Männer abgeleitet war, ihren Frauen das Arbeitengehen zu verbieten. Dieses "Recht" ist gottlob längst verschwunden, dennoch müssen Männer nachehelich die "Doppelbelastung" (= das institutionalisierte Nichtarbeitengehen) der Frauen finanzieren, als ob diese nachehelich im Gegenzug auch Kochen und Putzen kämen bzw. heutzutage nicht auch selber Arbeiten gehen könnten.

Die Gründe der schlechteren Gesundheitsversorgung sind der Politik längst bekannt, nur wir Männer haben noch keine Lobby - und darum scheut die Feministinnenlobby den Männergesundheitsbericht wie der Teufel das Weihwasser. So bekommen etwa Mädchen und Frauen in jeder Gemeinde psychische spezifische Hilfe, Jungen und Männer aber praktisch nicht, obwohl sich dreimal mehr Männer als Frauen umbringen.

Die Ursache für die absurde Ungleichverteilung der Hilfen und Gelder sehe ich darin, daß wir Männer nie gelernt haben, die Opferrolle so gut wie die Frauen zu spielen. Jammern scheint zu wirken, und ein paar Kullertränen, ein extrem betroffen machender Einzelfall oder ein in die Kamera gehaltenes Baby verdrängen oft all die Fakten und führen zu dieser Benachteiligung der Männer im Gesundheitswesen. Da wird uns vorgejammert, der Haushalt sei eine "Doppelbelastung", obwohl die Frau oft nicht im Traum daran denkt, anstelle des Mannes in Überstunden und Nachtschicht das Geld für die Familie verdienen zu müssen und lieber entspannt mit ihren "Leidensgenossinnen" beim Latte Macchiato sitzt, bis sie fünf Minuten vor seinem Erscheinen ihm irgendwas "Gesundes" in die Mikro schiebt und beim Türöffnen den Spruch bringt: "Hach, war MEIN Tag zuhause wieder anstrengend!" - so anstrengend, daß sie sechs Jahre länger lebt.

Wenn Frauen sechs Jahre eher stürben als Männer, dann hätten Feministinnen schon langst erklärt, daß die Lebenserwartung der deutlichste Indikator für die Benachteiligung eines Geschlechts wäre.

Und damit hätten sie dann auch ein einziges Mal Recht.

@Herr Schmidt,

ich nehme mal an, Sie meinten "backlash". Ja, der kommt mit ziemlicher Sicherheit. Die feministinnen haben das gesellschaftliche und teils zwischenmenschliche Klima zwischen Männern und Frauen derart versaut, daß es mit ihnen keine versöhnliche Lösung mehr gibt. Irgendwann kippt die kritische Masse Männer, die die Unterhaltsbelastungen, Berufsverbote (Frauenquoten) und Kindesentfremdungen nicht mehr sprachlos dulden. Einige Verzweiflungstaten Einzelner hat es leider schon gegeben (erweiterte Selbstmorde mit Abschiedsbriefen, in denen der femifaschismus beschuldigt wird) , derzeit schließen sich die Männer - z.B. bei Manndat - zusammen.

@Frau Wallenfels: ich freue mich natürlich so wie Sie darüber, daß Sie Single sind. Ich bin es übrigens nicht. :-)


.
Marion Wallenfels
2.035
Marion Wallenfels aus Gießen schrieb am 15.10.2008 um 15:28 Uhr
Sehr geehrter Herr Biebermann,

Wenn Sie so ein negatives Frauenbild haben, wundert es mich allerdings, dass Sie nicht auch Single sind.
Ich hoffe für Sie, dass Ihre Frau/Freundin Sie nicht wegen Ihres höheren Verdienstes ausgewählt hat!!!
15
Thomas Schmidt aus Gießen schrieb am 15.10.2008 um 17:19 Uhr
Vielen Dank für Ihre Anteilnahme, Frau Wallenfels. Es gibt viele gute Ansätze, über die ich mich freue.

Ich sehe schonmal sehr gerne FrauTV oder auch andere Beiträge, weil mich frauenspezifische Belange ebenfalls interessieren. Ich denke manchmal es gibt viele gegenseitige Verständnislücken zwischen den Geschlechtern.
9
Markus Biebermann aus Gießen schrieb am 16.10.2008 um 09:55 Uhr
Sehr geehrter Herr Schmidt,

wir müssen unsere Probleme auch bezüglich der Männergesundheit klar benennen - wo bitte bleibt "Mann TV"? Ich werde kein Verständnis für eine Moderatorin aufbringen, die den Frauen rät, auch gegen den Willen der Partner ohne Vorwarnung schwanger zu werden. Frau Ortgies propagiert egoisma statt Partnerschaft. Leider nehmen Teile des weiblichen Geschlechts diese Ratschläge als legitim hin - sie bekommen hinterher ja auch alle Fördergelder von (Ex-)Partner und Staat. Wirkliche Partnerschaft geht anders, z.B. in Frankreich:

Da sich dort die Männer genau wie die Frauen vom Kind lossagen können (und dann nicht mehr zahlen müssen), können Frauen die Schwangerschaft nicht als "Waffe" einsetzen. Das Vertrauen zwischen den Geschlechtern ist dort viel höher, auch weil es nachehelich praktisch keinen Unterhalt gibt, und deshalb ist dort auch die Geburtenrate um 50% höher als bei uns.

Zur Männergesundheit gehört auch die Frage nach einer adäquaten Möglichkeit zur selbstbestimmten Verhütung. Die Pille für den Mann wird es offiziell wegen hoher Nebenwirkungen nicht geben, die Forschung wurde eingestellt. Hauptgrund ist aber die mangelnde wirtschaftliche Erfolgsaussicht für das Produkt, denn Frauen, so heißt es, werden sich das Machtmittel Verhütung nicht aus der Hand nehmen lassen. Sie müßten ihren Partnern vertrauen (und selbst übrigens auf Seitensprünge verzichten) - das in einer Gesellschaft in der medial täglich der Mann als das Böse/Unfähige schlechthin dargestellt wird. Und wenn die Frau die Pille ohnehin weiter schluckt, wird der Mann, derart in Sicherheit gewogen, sein Produkt nicht mehr kaufen.

Wir Männer sollten genau hinhören, wenn von Frauenbenachteiligungen gesprochen wird: der feminismus hat es verstanden, sogar die Frauenprivilegien wie selbstbestimmte Geburtenkontrolle, die ja in jedem Fall fremdsubventioniert wird, noch als Nachteil zu bejammern.

Unsere Gesundheit geht eher den Bach runter, weil wir keine Wahlmöglichkeit des Rollenmodells haben und nicht Teilzeit arbeiten können - oder wieviele Frauen kennen Sie, die bereit sind, für das Familieneinkommen in Überstunden und Schichtarbeit zu arbeiten, damit er die "Doppelbelastung" der Hausarbeit und des Kinderglücks übernehmen kann? Dazu müßte das Sorgerecht illusorischerweise konsequent zu 50% quotiert werden, damit der Mann - bei dem heutigen Scheidungsrecht - auch eine Chance hat, sein Kind genau so fremdfinanziert weiterbetreuen zu können, wie es heute jede Frau erwarten kan.

@Frau Wallenfels: kein Mädchen muß, wie Sie behaupten, die Pille nehmen - es sei denn, daß sie selber Sex haben will. Das Argument, daß Männer sich nicht um die Verhütung kümmen wollten, ist etwa so "wahr" wie das der "aufgezwungenen Doppelbelastung". Beide Entscheidungen trifft die Frau nämlich über ihre Partnerwahl im Wesentlichen selber.

Wer sich schon darüber lustig macht, daß Männer eher sterben, sollte sich aus Diskussionen vielleicht besser heraushalten. Herrn Herwig danke ich ausdrücklich für das Einstellen der Zahlen, an denen Sie argumentativ nicht vorbeigekommen sind. Und nicht mein allgemeines Frauenbild ist negativ, sondern meine Einschätzung des feminismus ist realistisch. Wer den Frauen eintrichtert, der Mann sei "der Feind in meinem Bett" , die Ehe "ein KZ" und jeder Mann ein potentieller Vergewaltiger, betreibt wohl eher Volksverhetzung als Frauenpolitik. Mir wäre jedenfalls neu, daß der Archetyp der Frau eine Männerhasserin darstellte. Insofern war es die schlimmste gesellschaftspolitische Fehlentscheidung, einer kleinen Clique familienfeindlicher, oft gleichgeschlechtlicher Androgynistinnen jahrzehntelang bis heute die Hoheit über den gesellschaftlichen Diskurs bis hin zur Legislative und Judikative zu überlassen. Sogar früher überzeugte feministinnen haben das teilweise schon gemerkt, wie auch die Literaturnobelpreisträgerin Doris Lessing.
15
Thomas Schmidt aus Gießen schrieb am 16.10.2008 um 10:15 Uhr
Sehr geehrter Herr Biedermann,

danke für Ihre Hinweise, insbesondere die französische Vorgehensweise wurde kürzlich von Fr. Astrid von Friesen im MDR erwähnt. Ich halte sehr viel davon.

Die öffentliche Äußerung der besagten Redakteurin kenne ich und halte nichts davon. Im Zusammenhang mit Ihrer Sache als Chefredakteurin bei EMMA hat sie m.E. einen guten Eindruck hintzerlassen. Ich sprach in meinem Beitrag oben auch von der neuen Moderatorin Fr. Angela Maas:
http://www.monstersandcritics.de/artikel/200815/article_73089.php/Angela-Maas-%C3%BCbernimmt-frau-TV
Das Thema Verhütung ist mir bestens bekannt. Vielleicht reicht Ihnen mein o.g. Hinweis zur Vasektomie, die die Gefährdung durch eine Kindesunterschiebung, die mich „zu meinem Glück zwingen soll“ mitlöst.

Ich habe mir auf o.g. Weise selbst zu meinem Glück verholfen….
Peter Herold
24.420
Peter Herold aus Gießen schrieb am 17.10.2008 um 17:36 Uhr
An alle die bisher einen Kommentar abgaben oder noch werden. Hier wird auf einer Ebene diskutiert, die mit dem eigentlichen Thema schon lange nichts mehr zu tun hat. Mal ehrlich. Wer von Ihnen betreibt eigentlich Vorsorge? Vorsorge ist ein Thema, bei dem nicht nach einem gerufen werden sollte der das bezahlt! Es muss schon in eignenem Interesse geschehen. Also Ball flach halten und in Eigeniniative Vorsorge betreiben, auch wenn es etwas kostet. Zu wissen, dass alles in Ordnung ist das sollte Mann und Frau ein paar Euro im Jahr wert sein. Was geben wir nicht alles für Beträge für etwas aus, was wir garnicht brauchen. Bei Alkohol und Tabak geht es schon los.
6
Harald Müller aus Allendorf (Lumda) schrieb am 19.10.2008 um 16:02 Uhr
Für mich ist die Sache klar: Wer statistisch länger lebt hat deutliche Vorteile. Hier 6 Jahre die die Frauen länger leben. Deshalb sind Frauen-Gesundheitsberichte allenthalben sicher nett, aber nicht so LEBENS-notwendig ( im wahrsten sinne des Wortes) wie Männer-Gesundheitsberichte.
Jetzt zeigt sich aber, dass es KEINE Männer-Gesundheitsberichte gibt. Für mich ein Skandal. Und eine typische dekadente Frau-im-Mittelpunkt-Diskussion.

Sehr interessant ist auch, dass nahezu jedes Feministen-Argument sich bei genauer Betrachtung in Luft auflöst, nehmen Sie zB die Unfallzahlen der gewerblichen Industrie-wo die Frauen gerade ein mal 5 Prozent belegen. 95 Prozente überlassen die Damen gerne den Herren, stimmt, da gibts KEINE Frauen-Quoten, komisch ;-)

Danke Torsten Herwig für den Tip mit www.manndat.de
Da konnte ich das alles erfahren.

Harald
Peter Herold
24.420
Peter Herold aus Gießen schrieb am 19.10.2008 um 17:57 Uhr
Lieber Herr Müller,
Sie haben anscheinend meinen Kommentar vom17.10. vor verfassen Ihres Berichtes nicht gelesen. Auch Ihr Kommentar geht an der Sache vorbei.
Marion Wallenfels
2.035
Marion Wallenfels aus Gießen schrieb am 19.10.2008 um 18:29 Uhr
Lieber Herr Herold,
dass eigentliche Thema des Autors, Krebsvorsorge, hat sich auch in Luft aufgelöst und manche Herren nutzen die Gelegenheit offensichtlich Ihren Frust über die Frauen mitzuteilen!!!
Peter Herold
24.420
Peter Herold aus Gießen schrieb am 19.10.2008 um 18:42 Uhr
Liebe Frau Wallenfels,
den Frust mit den Faruen kann ich nachfühlen, aber hier ist nicht der richtige Ort für seine eigenen Frustrationen. DIe sollten bei den Dingen/Personen erfolgen, die für den Frust verantwortlich sind. Zugegebenermaßen etwas mühsam, aber sicher richtig. Ich selber bin davon auch nicht frei.
Marion Wallenfels
2.035
Marion Wallenfels aus Gießen schrieb am 19.10.2008 um 19:02 Uhr
Lieber Herr Herold,
Frauen haben mit Sicherheit den gleichen Frust mit den Männern, aber dazu habe ich mich hier auch noch nicht geäußert. Wenn Beziehungen schon beendet sind und nicht aufgearbeitet wurden, dann ist es halt schwierig seine Enttäuschungen los zu werden.
Peter Herold
24.420
Peter Herold aus Gießen schrieb am 19.10.2008 um 19:13 Uhr
Anwort: Nicht nur in beendeten Beziehung, sonder gerade in naoch laufenden findet es statt oder sollte stattfinden, das Aufarbeiten.
9
Markus Biebermann aus Gießen schrieb am 19.10.2008 um 21:41 Uhr
@Frau Wallenfels, Herr Herold,

Glauben sie denn, daß Ihre letzten vier Kommentare mit der Sache zu tun hatten? Vielleicht sollten Sie beide sich andernorts persönlich austauschen.

In der Tat ist Männergesundheit ein skandalbehaftetes Thema, wenn man die unterschiedliche Gewichtung der Förderung betrachtet. Da verweigert man den Männern die gleichwertige gesundheitliche Vorsorge und Versorgung und kräht dann höhnisch "selber Schuld" wenn die Ursachen der kürzeren Lebenserwartung hinterfragt werden oder lacht über die Toten.

Selbstverständlich muß Vorsorge für Männer stärker gefördert werden; Frauen haben die Erinnerung an die Vorsorge quasi automatisch ab ihrem ersten Besuch beim Frauenarzt, der schon dafür sorgt daß seine "Kontofüllerin" regelmäßig kommt.
Torsten Herwig
339
Torsten Herwig aus Langgöns schrieb am 20.10.2008 um 15:27 Uhr
Sehr geehrter Herr Herold,

leider muss ich Ihnen widersprechen, was Ihre Aussage zu den anderen Beiträgen betrifft. Das Kernthema des Artikels ist nicht Krebsvorsorge sondern Männergesundheit, wie bereits die Artikelüberschrift zeigt. ;-)
Demnach haben die Beiträge von Herrn Biebermann und Herrn Schmidt hier (bis auf einige Äußerungen zur persönlichen Lebenseinstellung) sehr wohl ihre Berechtigung.
Das Thema Krebs ist natürlich ein sehr wichtiges in Sachen Männergesundheit, viel wichtiger ist jedoch die Frage nach der Ursache der derzeitigen Situation, die ich bereits versucht habe zu skizzieren.

Eine Ursache liegt in der bereits hinreichend geschilderten und diskutierten Männerbenachteiligungspolitik.
Eine andere Ursache liegt im gesellschaftlichen Druck auf Männer durch die allgegenwärtige Rollen-Erwartungshaltung an sie.

Ich verweise hier auf http://www.koerperliche-erkrankung.de/maennergesundheit/.
Zitat: "Aus Studien zur psychosozialen Situation des Mannes weist vieles darauf hin, dass Männer unter dem beständigen gesellschaftlichen und in der Folge verinnerlichten Druck stehen, ihre Männlichkeit immer wieder her und unter Beweis zu stellen und dass sich dies negativ auf Männergesundheit auswirkt. Die Bewältigung der männlichen Rolle erzeugt Stress; das Bemühen, ihr gerecht zu werden, disponiert zu Risikofreudigkeit, die sich bereits im Jugendalter zeigt. (...) Entsprechend den derzeitigen gesellschaftlichen Rollenzuschreibungen muss ein Mann stark, hart mit sich und anderen sein, leistungsfähig, erfolgreich, mutig, angstfrei, trinkfest, cool, risikofreudig, stresstolerant, jeder Zeit und stundenlang sexuell potent, reich, aktiv, athletisch und gesund sein, um ein "wahrer" Mann zu sein."

Allen öffentlichen Unkenrufen nach dem sogenannten "neuen Mann" und den vielfach beschworenen Lippenbekenntnissen der holden Weiblichkeit zum Trotz ist das Partnerwahlverhalten (die Sexuelle Selektion) der Mädchen und Frauen nämlich nach wie vor gleich wie seit eh und je. Öffentlich wird lautstark der "weiche" Typ, der verständnisvolle Zuhörer, der "natürlich auch mal weinen darf" usw. gesucht, die Wahl gewinnt jedoch meist nach wie vor der Versorger- und Beschützertypus. Und solange sich dieses Rollenverhalten auf Frauenseite nicht ändert, werden Männer auch weiterhin Vorsorgemuffel bleiben, auf Kosten der eigenen Gesundheit.

Da sich die Frauen verständlicherweise nicht einfach so von ihren liebgewonnenen Verhaltensmustern verabschieden werden (dies aber stets lautstark von Männern fordern), muss sich eben auf der anderen Ursachenebene etwas tun. Und da ist wie gesagt die Politik in der Pflicht.

Ein anderer Aspekt:
Mädchen werden bereits mit dem ersten Frauenarztbesuch auf regelmäßige Vorsorge konditioniert. Sie werden sogar regelmäßig vom Arzt per Brief erinnert, wenn der nächste Termin näherrückt. Sogar unsere Katzen dürfen sich über derartige Schreiben freuen, wenn der Tierarzt an den nächsten anstehenden Impftermin erinnert.
Ich persönlich habe als Mann in meinem ganzen Leben noch NIE irgendein Schreiben vom Arzt bekommen, dass es z.B. jetzt mal an der Zeit für einen Checkup wäre. Wie sollen Männer also bei derartiger Gesundheitspraxis auf regelmäßige Vorsorge "eingenordet" werden?

Freundliche Grüße,
Torsten Herwig
Peter Herold
24.420
Peter Herold aus Gießen schrieb am 20.10.2008 um 15:34 Uhr
Lieber Herr Biebermann,
Nachstehend nochmal mein Kommentar vom 17.10.2008. Für micht ist Vorsorge wichtig, daher gehe ich schon seit Jahren zu allen wichtigen Ärzten. Ich kann auf keine verordnete Vorsorge hoffen, da ich schon seit 1972 privat Vollversichert bin. Eventuell wissen Sie, wie das bei einer Privaten Krankenversicherung geregelt ist. Ich gehe zu dem Arzt meiner Wahl und lasse die entsprechende Untersuchung machen. Diese bezahle ich und reiche die Rechnung bei meiner Versicherung ein. Diese erstattet mir die Kosten nach meinem Tarif. Dieser sieht eine 30%ige Selbsbeteiligung vor.
Also kenne ich nur eine Eigenverantwortung und verlasse mich nicht darauf, dass mich jemand zu einem Termin schickt oder mir diesen vorschreibt oder ermöglicht.
Und hier nochmals mein Kommentar.
An alle die bisher einen Kommentar abgaben oder noch werden. Hier wird auf einer Ebene diskutiert, die mit dem eigentlichen Thema schon lange nichts mehr zu tun hat. Mal ehrlich. Wer von Ihnen betreibt eigentlich Vorsorge? Vorsorge ist ein Thema, bei dem nicht nach einem gerufen werden sollte der das bezahlt! Es muss schon in eignenem Interesse geschehen. Also Ball flach halten und in Eigeniniative Vorsorge betreiben, auch wenn es etwas kostet. Zu wissen, dass alles in Ordnung ist das sollte Mann und Frau ein paar Euro im Jahr wert sein. Was geben wir nicht alles für Beträge für etwas aus, was wir garnicht brauchen. Bei Alkohol und Tabak geht es schon los.
Peter Herold
24.420
Peter Herold aus Gießen schrieb am 20.10.2008 um 15:41 Uhr
Lieber Herr Herwig,
was ich Herrn Biebermann geschrieben haben gilt auch als Antwort auf Ihr Schreiben vom 20. Oktober. Ich bin es nun mal gewohnt für mich und meine Gesundheit selber zu sorgen, auch ohne dass mich jemand zu einem Termin bittet. Hat eventuell mit meiner Vita zu tun. Ich war einige Jahre Leistungssachbearbeiter bei einer Privaten Krankenversicherung. Daher meine Kenntnis über Vorsorge und bei dieser steht ja die Vorsorge gerade bei Krebs(Prostata) im Vordergrund. Dazu Zahnarzt 2 x im Jahr, Augenarzt 4 x im Jahr und ab und an in die Sprechstunde meines Hausarztes, denn Mann hat ja auch noch andere Wehwechen. Bluthochdruck, Gicht etc.
Also ich sage es auch Ihnen. Eigeniniative ist gefragt.
15
Thomas Schmidt aus Gießen schrieb am 20.10.2008 um 16:01 Uhr
Sehr geehrter Herr Herold,
die Argumentation verstehe ich nicht mehr. Was steht gegen einen Männergesundheitsbericht? Was gibt es gegen Aufklärung einzuwenden wenn bekannt ist daß Männer eher dazu neigen Vorsorgemuffel zu sein.
Für mich gab es hier viele neue Aspekte. Was ist an dem o.g. Bericht Schlimmes wenn man auch für Männer nach Aufklärung anfragt? Warum gibt es da sofort Protest?
Wir leben wirklich in einer Umgebung wo auf Katzengesundheit eher eingegangen wird als auf berechtigte menschliche Anliegen. Hier Emphatie aufzubringen wird sofort kritisiert und das "Mannseindenken" setzt wieder ein. Oder geht es darum "Recht" zu behalten?
Wenn wir Eigeninitiative fordern dann sollten wir dies für alle fordern, d.h. für beide Geschlechter und auch für Katzen.
15
Thomas Schmidt aus Gießen schrieb am 21.10.2008 um 08:45 Uhr
Ich bin so froh und glücklich daß es sie noch gibt : Richtige Männer!

Es zeigt sich immer wieder deutlich wie Männer untereinander ihr Wertesystem verfestigen. Ich liebe auch Frauen und als Kampfsportler und Privatpilot mit nicht dickem Bauch in meinem jung gebliebenen Alter (gute Vorsorge da privatversichert) würde einfach mal behaupten Frauen mögen mich mindestens so gern wie manchen „richtigen Mann“.

Spricht jemand nicht richtig nach was man über die Billig-Popular-Medien kommt, also mal über die Norm hinausdenkt, geht’s in Richtung KO-Argumentation „frauenfeindlich“ oder „ungeliebter Mann“.

Manche Frauen sind ja auch nicht gerade ungeschickt dieses Phänomen zu nutzen…

Manchmal ist es sicher nicht von Nachteil ein gutes Buch zur Hand zu nehmen und darin zu lesen.

Auf das Thema Männergesundheit bin ich aufmerksam geworden als ich in Fachliteratur etwas über männliche Depression las, die von den Betroffenen meist selbst nicht richtig wahrgenommen wird. Schlüsselerlebnis war als ich vor ein paar Jahren einem Kollegen eine SMS schickte ob es abends bei dem Treffen bleiben würde und mich dann der Vater zurückrief daß er nicht kommt : Suizid.

Ich will soetwas nie wieder erleben.

Manche Männer funktionieren auch so lange richtig in dem ihnen zugewiesenen Hamsterrad bis der erste Herzinfarkt kommt, dann werden die etwas nachdenklicher. So einen Fall kenne ich auch.
9
Markus Biebermann aus Gießen schrieb am 21.10.2008 um 11:54 Uhr
Sehr geehrter Herr Schmidt,

es ist schon putzig: Wie im realen Leben haben sich hier bei der ersten sich bietenden Gelegenheit sofort zwei Kommentatoren als "Frauenschützer" positioniert (der Eine mit dem üblichen dünnen Argument "Männer sind selber Schuld") , wohl weil sie unbewußt darauf programmiert sind, bei Frauen zu punkten. Das versperrt ihnen oft jede Sicht auf die Fakten.

Auch mir wurde hier ja sogleich ein Problem mit der Damenwelt ansuggeriert. Mit den Damen habe ich keine Probleme, aber die Männerhasserinnen (und -Hasser) in Politik und Medien haben meinen Respekt verspielt. Meine Partnerin hat sicher mehr davon, wenn wir Männer uns gegen die feministinnen durchsetzen und bis ins hohe Alter bei unseren Frauen sind, als wenn wir, feministisch offenbar gewünscht, sechs Jahre eher sterben.

In einer Gesellschaft, in welcher der Verdammungsfeminismus die Aufeinanderbezogenheit von Männern und Frauen zugunsten einer einseitigen Schuldzuweisung aufgekündigt hat, gibt es für uns Männer keinen Grund mehr, "ritterlich" zurückzustehen: Den Frauen die Hälfte des Himmels und die Hälfte des Sorgerechts und der Wehrpflicht, sowie die Hälfte der Gesundheitsausgaben und die Hälfte der Einzahlungen ins Gesundheitssystem - so, wie es der Radikalfeminismus fordert - wenn man ihn konsequent zuendedenkt.

Vielleicht müssen wir echten Männer den Frauen (und den "Lila Pudeln") die Augen öffnen, ob sie mit uns oder mit den Feministinnen gegen uns auskommen - dann aber auch ohne unsere finanziellen Transferleistungen, gerade im Renten- Sozial- und Gesundheitswesen.

Und wir Männer müssen die grundsätzlichen Diskussionen über unsere Probleme, etwa im Gesundheitswesen, offenbar zunächst unter uns ausmachen, ohne Frauen, weil sonst wieder bei Einigen der "automatische Anmach- und Schutzreflex" (siehe Oben) anspringt. Wir Männer sind halt so gepolt. ;-)

Auch ich kenne drei Selbstmordfälle im Bekanntenkreis, alles Männer. Der eine fühlte sich unwürdig gegenüber seinen Eltern, weil er die berufliche Prüfung nicht bestanden hatte - und die beiden Anderen hatten gesundheitliche Probleme. Alle drei hatten keinerlei psychischen Beistand erfahren. Aufgrund der Lage der Fälle muß ich annehmen, daß mindestens einer der Drei automatisch Hilfe angeboten bekommen hätte, wäre er eine Frau gewesen.
15
Thomas Schmidt aus Gießen schrieb am 21.10.2008 um 16:38 Uhr
Fr. Esther Vilar, 1971, „Der dressierte Mann“ lässt grüßen. Ich finde es manchmal erschreckend wie diese Mechanismen immer wieder erfolgreich greifen. Dieses Syndrom hat den damaligen Misandrie-und Revanchismus-Feminismus erst ermöglicht weil der männliche Part unserer Gesellschaft von der besagten „Aufkündigung“ überfahren wurde und mit m.E. falschem Kavaliersdenken reagierte. Die gesellschaftspolitischen Resultate sind denen bekannt die seit Jahren akribische und äußerst unpopuläre Aufbauarbeit geleistet haben. Mich betrifft keine „männliche Krise“, jedoch hat Hr. Prof. Dr. Hollstein in seinem Buch interessante Wahrnehmungen publiziert.

Ich denke das Geschlechtergerechtigkeitsthema wäre sicherlich wesentlich weiter so wie in Schweden, Neuseeland oder auch Frankreich, hätte Fr. Ester Vilar seinerzeit nicht das Land verlassen müssen.

Wie ich in einem alphafeministischen Blog – deren Standpunkte ich als sehr weit und reif empfinde - vor einiger Zeit postete : Einige sind weit, andere weiter, andere eben noch nicht so ganz. Daher macht es auch nicht unbedingt Sinn auf jede Äußerung „männlicher Beschützer“ detailliert einzugehen weil sie teilweise gar nicht erfassen wovon man überhaupt spricht und sich in ihrer Rolle sehr männlich und wohl fühlen.

Soll jeder auf seine Weise glücklich werden. Wir leben in einem freien Land.

Ich las kürzlich eine interessante Information daß die liberale amerikanische Feministin Wendy McElroy seit einigen Jahren erfolgreich mit dafür offenen Männerrechtlern zusammenarbeitet. Eine Geschlechterpolitik, die die Bedürfnisse BEIDER Geschlechter ernst nimmt, wäre das Sinnvollste und macht früher oder später Benachteiligungsmonopole überflüssig.

Es wird sicherlich nicht einfach und sehr unpopulär hier die Aufmerksamkeiten auf verschiedene Facetten der Lebenswirklichkeit zu lenken. Jedoch sind die ersten entscheidenden Schritte hierfür getan und die moderne Politik sowie die Medien beginnen div. Schieflagen wahrzunehmen und erste Maßnahmen daraus abzuleiten.

Das Thema Männergesundheit ist eine davon.

Das besser „Unter-uns-ausmachen“ habe ich auch schon mehrmals gehört. Es gibt auch da gute Ansätze. Es wird sicherlich Widerstände geben da ein sich daraus resultierender Einflußverlust subjektiv von einigen Frauen als schmerzlich wahrgenommen werden wird.

Alpha-Frauen ist dieser manipulative Einfluß unwichtig. Ich fand es beeindruckend daß in dem o.g. Blog Frauen Männer zu ihrer eigenen Emanzipation ermutigen und sie als legitim bezeichnen. Diese männliche Emanzipation wurde auch schon von Katharina Rutschky beschrieben.

Ich für meinen Teil möchte im Gegensatz zu 1975 niemandem Unrecht tuen. Daher ist m.E. das Thema Feminismus sehr differenziert zu analysieren und ich habe persönlich teilweise gleiche Standpunkte moderner liberaler Feministinnen und Männer/Väterrechtlern ausgemacht.

Ich bin vielleicht doch jetzt etwas vom Thema des Autors abgekommen. Ich bitte um Entschuldigung.
Peter Herold
24.420
Peter Herold aus Gießen schrieb am 21.10.2008 um 16:55 Uhr
Jetzt nochmal an Alle. Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper, und das für Frau und Mann!
Frau hier als erste genannt, da sie ja auch alphabetisch als erste kommt.

Nun aber Schluss. Habe nichts mehr zu dem Thema zu sagen.
Marion Wallenfels
2.035
Marion Wallenfels aus Gießen schrieb am 22.10.2008 um 15:08 Uhr
Ja, es gibt sie noch, die richtigen und emanzipierten Männer!!!
Ich empfehle den Herren, den Beitrag von Herrn Sauter "Gute Seele" zu lesen!!!
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

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Herzlichst, Ihr(e) Torsten Herwig

von:  Torsten Herwig

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Torsten Herwig
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