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„Ich will meinen eigenen Weg gehen“ - Lea Sofia aus Langgöns, „Beste Stimme 2009“, hat noch viel vor

von Nicole Loddersam 31.08.20091158 mal gelesen1 Kommentar
Die Langgönserin Lea Sofia wurden im Juli von den Zuschauern des Kika-Kanals zur Besten Stimme 2009 gewählt.
Die Langgönserin Lea Sofia wurden im Juli von den Zuschauern des Kika-Kanals zur Besten Stimme 2009 gewählt.
Langgöns | Braun gebrannt und fröhlich sitzt Lea Sofia in dem dunkelroten, gemütlichen Sessel in ihrem Zimmer und erzählt, dass sie gerade erst aus dem Urlaub zurückgekommen ist. Sie war Zelten in Frankreich und hatte richtig viel Spaß. „Zelten mag ich total gerne“, sagt Lea und strahlt. Aber jetzt geht erst mal die Schule wieder los. „Eigentlich freue ich mich schon auf die Schule“ gesteht sie und man glaubt es ihr sofort. Bekannt geworden ist die 14-jährige Lea Sofia durch ihren Sieg bei dem Kika - Wettbewerb „Beste Stimme 2009“, im Juli diesen Jahres. Im Finale hat sie die meisten Stimmen der Fernsehzuschauer bekommen und wurde zur „Besten Stimme 2009“ gekürt.
Aber trotz ihres Erfolges ist sie auf dem Boden geblieben, hat ein natürliches Wesen und lacht viel. Am glücklichsten ist sie, wenn sie mit ihren Freunden zusammen ist, „wenn wir zusammen lachen und über alles reden können“. Auf die Idee gekommen, sich bei „Beste Stimme“ zu bewerben, ist Lea durch eine Freundin, die vor zwei Jahren bei dem Wettbewerb den dritten Platz belegt hat. Das Video von Lea Sofia hat die Jury überzeugt. Aus rund 500 Bewerbern wurde sie
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zusammen mit vier weiteren Sängerinnen, fünf Sängern und vier Bands ausgewählt, um gegeneinander anzutreten. Lachend erzählt sie, wie sie sich vor kurzem das Video von der Entscheidung noch einmal angeschaut hat. Als ihr Name genannt wurde, konnte sie es zuerst gar nicht glauben. „Ich steh erst mal nur so da und dann nach zehn Sekunden fange ich erst an zu schreien“. Das Gefühl in diesem Moment sei „total unbeschreiblich“ gewesen. „Ich hätte es jedem gegönnt und ich habe am wenigsten damit gerechnet, dass ich den Wettbewerb gewinne“. Als Siegerin darf sie jetzt im Tonstudio eine eigene Single aufnehmen. Wann die Aufnahmen beginnen, ist noch nicht ganz klar, aber sicher ist, dass sie in diesem Jahr noch stattfinden. „Die Single ist für mich ein kleines Sprungbrett und keine Erfolgsgarantie für das Leben“, erzählt Lea.
Und was kommt als Nächstes? „Auf jeden Fall konzentriere ich mich auf einen soliden Schulabschluss. Nach dem Abitur werde ich wahrscheinlich studieren“, erzählt Lea.
„Wenn das mit dem Singen oder Schauspielen klappt, das wäre natürlich total großartig. Ich will später auf jeden Fall was auf der Bühne machen, vor oder hinter der Kamera“. Aber auch für den Fall, dass sie als Sängerin oder Schauspielerin keinen langfristigen Erfolg hat, hat sie schon Pläne. Dann möchte sie Ärztin oder Journalistin werden. „Ich mag es, wenn man mit Menschen zu tun hat und auch anderen Menschen helfen kann“, begründet sie ihre Entscheidung. Aber auch dann will sie auf jeden Fall weiter singen, als Hobby oder nebenberuflich. Es ist dieses „tolle Gefühl“, auf der Bühne zu stehen. „Ich finde es einfach klasse, da kann man Emotionen zeigen und seinen Gefühlen freien Lauf lassen“, schwärmt sie.
Daher geht sie auch zweimal die Woche zur Academy of Stage Arts in Oberursel, um dort in Gesang, Tanz und Schauspielerei unterrichtet zu werden. Ihre musikalischen Vorbilder sind Alicia Keys, weil sie eine tolle Stimme hat, selber komponiert und sich selbst am Klavier begleitet, und Amy Winehouse, die zwar „vom Typ her nicht so das Vorbild ist“, aber eine „einzigartige coole Soulstimme“ hat. Ihre Lieblingsband ist jedoch FM Static. „Wenn ich Lieder von denen höre, dann bekomme ich immer gute Laune und bin den ganzen Tag motiviert“.
Dann wird sie ernst und sagt „eigentlich habe ich so richtig keine Vorbilder, denn ich will ja meinen eigenen Weg gehen“. Und man vergisst, dass sie erst 14 Jahre alt ist, wenn sie weiter erzählt: „Manche Kinder übertreiben das dann auch und leben im Prinzip nicht ihr eigenes Leben, sondern eifern nur ihren Vorbildern nach. Das will ich auf keinen Fall.“ Doch sofort ist sie wieder fröhlich und blickt sich im Zimmer um. „Ich mag eigentlich auch keine Poster, deswegen habe ich hier alles selber gemacht“. Und es gibt eine Menge zu sehen in dem kleinen Zimmer. Auf dem Regal an der Wand befinden sich selbst gemachter Schmuck und zwei Fotos in Postergröße, die sie selbst fotografiert hat. An den Wänden hängen selbst gemalte Bilder, Postkarten von Freunden, Collagen, eine Pinnwand mit Sachen vom „Beste Stimme“-Wettbewerb und das Gratulationsposter von ihren Mitschülern vom Gymnasium in Butzbach, die sie mit Kuchen und Glückwünschen überhäuft haben. Voller Stolz zeigt Lea eine Schürze, die sie selbst beschriftet hat. „Good looking – women cooking“ steht vorne drauf. Am liebsten macht sie Crêpes mit Nutella für sich und ihre Freunde. Auch sonst hat Lea sehr viele Hobbys. Neben dem Gesang spielt sie Klavier und Gitarre („früher wollte ich noch Geige spielen, aber eigentlich reicht es ja“), sie spielt Theater, fotografiert und malt, angelt, möchte gerne einen Segelflugschein machen, liest gerne und macht Leichtathletik. Ist das nicht ein bisschen zu viel? Lea lacht. „Ich habe Spaß an allen Sachen und ich denke, wenn man Spaß daran hat und es nicht zu viel wird, dann schafft man das auch alles“. Am liebsten hat sie das Singen, Schauspielen und den Sport, „da kann man sich austoben“. Und diesen Satz muss man bei Lea wörtlich nehmen. Beim Hochsprung hat sie sich einmal die Nase gebrochen. „Das musste dann operiert werden und seitdem mache ich das nicht mehr ganz so gerne“, gesteht sie und zeigt die Nasenclips, die sie aufbewahrt hat. Jetzt mag sie in der Leichtathletik am liebsten die Wurfdisziplinen.
Außerdem liebt Lea Baumhäuser. Im Garten des Einfamilienhauses steht ein Baum mit zwei Plattformen, da klettern sie und ihre 12-jährige Schwester Kira immer hinauf, wenn das Wetter schön ist und sie nicht gerade unterwegs sind. Auch in Pohlheim und Gambach, wo sie vorher gewohnt haben, gab es immer ein Baumhaus. Neben dem Baum steht ein kleines Gehege für die Zwergkaninchen Luna („die ist ein bisschen moppeliger, deswegen heißt sie Luna, das heißt nämlich Vollmond“) und Lino.
Zum Abschluss des Gesprächs gibt Lea anderen Kindern und Jugendlichen, die ihr nacheifern möchten, noch einen Rat mit auf den Weg: „Auf jeden Fall den Spaß an der Musik nicht verlieren, immer an euch glauben, auf dem Boden der Tatsachen bleiben und nicht in den eigenen Träumen versinken. Wichtig sind vor allem Durchhaltevermögen, Ehrgeiz und die Fähigkeit, auch harte Kritik einzustecken“.
Dann verabschiedet sie sich, morgen möchte sie auf dem Inheidener See Windsurfen, da muss sie ihren Ausweis noch suchen. Ach ja, Windsurfen ist auch ein Hobby von ihr.

Lea freut sich auch immer über kleinere und größere Live-Auftritte in ihrer Nähe.
Wer mit Lea in Kontakt treten möchte, kann ihr unter info@lea-sofia.de eine E-Mail schreiben.

Kommentare zum Beitrag

Nicolas L. Fromm
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Nicolas L. Fromm aus Gießen schrieb am 31.08.2009 um 15:37 Uhr
Wie wäre es denn mit einem Live Auftritt auf der GZ-Party am 4. September im Bootshaus?? Ich würde mich sehr freuen!!!
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Nicole Lodders

von:  Nicole Lodders

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