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SPD Gießen: Alte Atomkraftwerke abschalten!

Langgöns | Vor Mitgliedern der SPD in Gießen berichtete der Unterbezirksvorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel, MdL, aus der letzten Plenarsitzung des Hessischen Landtags.

Gegenstand einer aktuellen Stunde war die Forderung nach Abschaltung der älteren Atomkraftwerke. Die neuerlichen Pannen im Atomkraftwerk Krümmel, südöstlich von Hamburg an der Elbe, verdeutlichten erneut, dass alte Atomkraftwerke endlich abgeschaltet werden müssten. Die Atomkraftwerke Biblis A und B, in Betrieb seit 1974 bzw. 1976, müssten endlich stillgelegt werden. Es sei unglaublich, wie der Krümmel-Betreiber Vattenfall mit den Risiken der Atomenergie umgehe. Es werde vertuscht und verschleiert und behördliche Auflagen würden schlichtweg ignoriert. Genau wie das auch RWE mit Biblis mache. Auch in Biblis sei klar gegen den Bauplan verstoßen worden und Sumpfsiebeinlässe seien gebaut worden, die nicht genehmigt waren. Auch in Biblis sei ein Ereignis von besonderer Schwere im Jahr 1987 verschwiegen worden. Und bei der Kontamination der Castoren sei die Öffentlichkeit von RWE in die Irre geführt worden.

Die beiden Blöcke A und B des südhessischen Atomkraftwerks Biblis gehörten zu den ältesten noch laufenden Reaktoren in Deutschland. Ihre Betonhüllen seien dünn, es fehle eine externe Notstandswarte, die bei Unglücken eine Steuerung von außen ermögliche. Die Gesamtkonzeption sei veraltet und entspreche nicht mehr dem neuesten Stand.
Die Risiken der Atomenergie seien nicht akzeptabel, die Endlagerung sei bis heute ungesichert, und es gebe ein erhebliches Risiko des Missbrauchs der Atomenergie. Zudem bestehe ein erhebliches Risiko bei terroristischen Angriffen. Aus all diesen Gründen müsse man aus der Atomenergie aussteigen und massiv in Erneuerbare Energien einsteigen.

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Kommentare zum Beitrag

Peter Herold
24.440
Peter Herold aus Gießen schrieb am 25.07.2009 um 13:54 Uhr
Alle nicht nur die alten abschalten. Atomkraft? Nein danke ;- (
Gerald R. Dörr
1.006
Gerald R. Dörr aus Langgöns schrieb am 25.07.2009 um 14:21 Uhr
Hallo Herr Herold,

das sehe ich persönlich genauso. Das ist nur wohl leider unrealistisch. Und wenn die Bundestagswahl "falsch" ausgeht, gibt es auch noch das große Revival der Kernkraft. Ich darf gar nicht dran denken.

Mit freundlichen Grüßen

Gerald Dörr
Marcel Schlosser
1.219
Marcel Schlosser aus Grünberg schrieb am 25.07.2009 um 17:57 Uhr
Atomkraftwerke die auf einem höheren Standard sind, können noch laufen. Stellen wir jetzt alle Atomkraftwerke ab. Kaufen wir Strom von Atomkraftwerken aus dem Ausland die einen noch weniger Sicherheit bieten wie die in Deutschland.

Liebe SPD dann zaubert doch mal von heute auf morgen die "erneuerbaren Engergieen" herbei.
Peter Herold
24.440
Peter Herold aus Gießen schrieb am 26.07.2009 um 09:39 Uhr
Atomkraft? Nein danke ist ein alter Spruch des grünen Spektrums. Aber trotzdem gut!
Ich glaube das Kaufen von Atomstrom, sofern überhaupt nötig, was ich bezweifle, denn es gibt andere Möglichkeiten. Z. B. Strom sparen;-) könnten wir uns sparen. Aber warum wollen/sollen wir hier in Deutschland überhaupt auf Sicherheit verzichten?
Marcel Schlosser
1.219
Marcel Schlosser aus Grünberg schrieb am 26.07.2009 um 16:32 Uhr
Das Problem ist, es wird meines Erachtens zu wenig in Sicherheit der Atomkraftwerke investiert. Würde man dort mehr investieren wären wohl möglich weniger Zwischenfälle da, als sie jetzt da sind.
Peter Herold
24.440
Peter Herold aus Gießen schrieb am 27.07.2009 um 11:36 Uhr
Da gebe ich Ihnen vollkommen recht.
Thomas Kriebs
689
Thomas Kriebs aus Gießen schrieb am 27.07.2009 um 21:52 Uhr
Können Sie sich das in Deutschland vorstellen: Knapp 800.000 Hektar (ha) Land und 700.000 ha Wald, die nicht mehr wirtschaftlich genutzt werden. Ein Gebiet von 4.300 km² zur Sperrzone erklärt, und rund 200.000 Menschen umgesiedelt. Das geht vieleicht im vergleichweise dünn besiedelten Gebiet der betroffenen Staaten Russland, Weißrussland und der Urkaine.
Was aber, wenn sich so eine Katastrophe im Rhein-Main Gebiet (Frankfurt = 250km² und ca. 650.000 Einwohner/innen) oder im Ruhrgebiet (Köln = 400 km² und rund 995.000 Einwohner/innen) ereignet - und das nur weil es Kraftwerksbetreiber gibt, die sich offensichtlich mehr für Ihren Ertrag als für atomrechtliche Auflagen interessieren.
Das ist meiner Meinung nach kein Kavalliersdelikt. Ich halte daher auch Polemik à la "Liebe SPD dann zaubert doch mal von heute auf morgen..." an dieser Stelle für völlig unangebracht. Hier wird nicht nur "zu wenig investiert" sondern bestehendes Recht anscheinend kaltschnäuzig gebrochen.
Ebenso beunruhigend ist aus meiner Sicht, dass es trotz 30jähriger Bemühungen immer noch keine Lösung für die Entsorgung der enstehenden radioaktiven Abfälle gibt. Stattdessen enstehen seit 2005 immer neue sog. "Zwischenlager" und jedes Jahr kommen ca. 400 Tonnen weiterer Abfall hinzu.
Auch wenn Herr Schäfer-Gümbel vielleicht keine Lösung für das "Energieproblem" parat hat, ist mir seine kritsche Haltung an dieser Stelle doch angenehmer als ein plattes "weiter so".
Marcel Schlosser
1.219
Marcel Schlosser aus Grünberg schrieb am 27.07.2009 um 22:21 Uhr
Reden, das können Politker, unabhängig welche Partei, immer am besten. Aber das Sie mal anpacken und für normale Laien etwas verständlicher Reden, als politisches Fachchinesisch, das könnnen Sie wiederum auch nicht.

Das zum Thema er hat keine Lösung ist, aber dagegen. Häh?
Thomas Kriebs
689
Thomas Kriebs aus Gießen schrieb am 28.07.2009 um 08:33 Uhr
Ja, in dieser Hinsicht haben sie allerdings recht, Herr Schlosser.
Hätte Herr S.-G. überzeugende, nachvollziehbare Lösungen parat, hätte er vielleicht auch bei den Wahlen besser abgeschnitten. So bleiben viele Aussagen halbgar - wie die von so vielen Politikern - viele Worte und leider wenig Konkretes. Insofern kann ich Ihren Unmut über solche Politiker Statements gut verstehen.
Aber das ändert m.A. nichts an der grundsätzlichen Problematik, die in diesem Artikel angesprochen wird und an der Art und Weise mit der man sich damit auseinandersetzen sollte. Wir müssen ja dem schlechten Beispiel unserer Volksvertreter nicht folgen ;-)

mfg Thomas
Peter Herold
24.440
Peter Herold aus Gießen schrieb am 28.07.2009 um 14:12 Uhr
Noch ein Wort zu den Endlagern. Bayern(CSU) ist gegen ein Lager im eigenen Gebiet, hat aber selber Meiler die atomren Abfall erzeugen ;-((
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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