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Eindrucksvolle Künstler gestalten anspruchsvolles Benefizkonzert in Langgöns. Bürgermeister Reusch: "Wunderbare und wertvolle Arbeit des Fördervereins die ich gerne unterstütze".

Langgöns | Auch bei seiner 14. Auflage sorgte das Benefizkonzert von und für den Gießener Förderverein PalliativPro e.V. für musikalische Überraschungen: So war die singende Säge von Vladimir Bodunov, dem männlichen Part des „Duo Divites“, heimlicher Star des Abends in der Jakobuskirche. Ihr entlockte der Geiger geradezu unglaubliche, überirdisch-sphärische Klänge. Diese und auch die Darbietungen seiner Bühnenpartnerin Marta Danilkovich an der Violine, von Sopranistin Kira Petry, Mezzosopranistin Angela vom Hoff und Anna Fust am Klavier und der Orgel rissen das Publikum zu großer Begeisterung und stehenden Ovationen hin. Viele der zahlreichen Besucher sagten anschließend einhellig, dass es für sie das bisher schönste Konzert dieser Reihe gewesen sei. Kira Petry als künstlerische Leiterin hatte einmal mehr ein anspruchsvolles Programm zusammengestellt, das dem kirchlichen Veranstaltungsort, an dem dieses Konzert erstmalig stattfand, mehr als gerecht wurde und das Publikum in eine vorweihnachtliche Stimmung entführte: Unter dem Motto „Klangvolle Adventszeit“ präsentierten die Künstler vorwiegend geistliche Stücke. Das Violinisten-Paar vom „Duo Divites“ eröffnete den stimmungsvollen Reigen mit einer Passage aus Vivaldis „Concerto in D Moll“. Mit Stücken wie Mozarts „Laudate Dominum“, bei dem auch die singende Säge überaus eindrucksvoll zum Einsatz kam, zeigten die beiden Künstler, die bereits in der New Yorker Carnegie Hall auftraten, ihr eindrucksvolles Können. Die beiden Sängerinnen bestachen ihrerseits mit wunderschönen Melodien, die von ihren herrlichen Stimmen, mal solo, mal im Duett, dargeboten wurden, darunter „Panis Angelicus“ von C. Franck oder der "Abendsegen" aus der Oper „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck. Anna Fust begleitete sie, verzauberte aber auch als Solistin am Klavier und der Orgel, beispielsweise mit dem Stück „Wohl mir, dass ich Jesum habe“ von Johann Sebastian Bach. Bekannte Werke wie Mozarts "Eine kleine Nachtmusik" oder „Der Winter" aus den "Vier Jahreszeiten" von Vivaldi trugen ihr übriges zu einem rundum gelungenen, vielfach berührenden Konzertabend bei. Zwei Zugaben gab es zum Schluss, die letzte war das gemeinsam mit dem Publikum gesungene Weihnachtslied „Tochter Zion“. Riesenapplaus.
Zu Beginn hatte Prof. Dr. Ulf Sibelius, 1. Vorsitzender des Fördervereins PalliativPro, die zahlreichen Besucher begrüßt.
Wesentliches Vereinsziel sei es, den schwerkranken Patienten eine möglichst hohe Lebenszufriedenheit, Lebensqualität und Selbstständigkeit zu erhalten, auch wenn keine Heilung mehr möglich ist. Der Verein unterstütze in Gießen und Friedberg die stationären und ambulanten Palliativteams auf vielfältige Weise und sei mittlerweile in der Region fest etabliert.
Barbara Fandré, Initiatorin und Organisatorin der Konzertreihe seit 2006, zeigte sich von den absolut hochklassigen künstlerischen Darbietungen „völlig geflasht“. Sie dankte ganz besonders Kira Petry für die inzwischen bereits zehn Jahre andauernde fruchtbare künstlerische Kooperation und bezeichnete die Sopranistin als "Glücksfall“. Sie betonte, dass jede Spende der Aufrechterhaltung der Arbeit des Fördervereins diene und dankte allen Sponsoren, Helfern und Unterstützern und freute sich, dass die Sparkasse Gießen erstmalig das Benefizkonzert nicht nur großzügig gesponsert habe, sondern sie konnte neben dem Vorstandsvorsitzenden Peter Wolf auch dessen Stellvertreterin Ilona Roth begrüßen.

"Aktuell unterstützt PalliativPro die SAPV-Teams für Erwachsene und für Kinder mit 14 Fahrzeugen, damit die Teams die Patienten flexibel und ohne Bürokratie an sieben Tagen in der Woche
rund um die Uhr erreichen können", unterstrich sie in ihrer Rede. Auch freute sich Fandré besonders, dass mit Marius Reusch erstmalig ein Langgönser Bürgermeister unter den Besuchern weilte. Dieser sprach von einer „wunderbaren und ganz wertvollen Arbeit des Fördervereins“, die er ausdrücklich unterstütze. Elf von 14 Konzerten hätten in Langgöns stattgefunden: „Darauf sind wir als Gemeinde schon ein bisschen stolz, denn diese Reihe trägt zum kulturellen Leben bei!“
>
> Pfarrer Achim Keßler als Schirm- und Hausherr betonte ebenfalls die Wichtigkeit der Arbeit des Fördervereins: „In meinem Beruf erlebe ich immer wieder, wie Menschen in ihrer letzten Lebensphase sehr positiv über die Arbeit von PalliativPro sprechen“, berichtete er und dankte allen Beteiligten. Der Pfarrer nahm seine Schirmherrschaft buchstäblich wörtlich und sammelte nach dem Konzert mit umgedrehtem großem Schirm Spenden.
Reizvoll umrahmt wurde das Konzert von Gemälden der heimischen Künstler Petra Lange (Linden), Dr. Werner Janke (Hüttenberg) und Heinz Ruhrig (Langgöns). Letzterer wollte den Erlös eines von ihm zuvor ausgewählten Bildes zu 100 Prozent dem Förderverein spenden, wenn es direkt an diesem Abend verkauft würde, was auch geschah. Der Eintritt zu diesem hochklassigen Konzert war frei. Da sich PalliativPro ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge und Spenden finanziert, wurde um Spenden gebeten. Der Erlös des Konzerts kommt auch in diesem Jahr wieder dem Förderverein und damit unheilbar und schwerst erkrankten Menschen zugute.
Im Internet: www.palliativpro.de

Fotos: PalliativPro

BU: Gruppenbild mit Schirmherrn, PalliativPro-Vorstand und den Künstlern des Konzerts.

BU: Vladimir Bodunov (l.) an der singenden Säge, daneben Kira Petry und Marta Danilkovich.
BU: Kira Petry, Angela vom Hoff und Marta Danilkovich (v. l.).

 
 
 
 

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