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"Palliativmedizin bedeutet nicht, dass nichts mehr passiert" - Spendenübergabe Kostümverleih "Wundertüte" an PalliativPro

V.li.: Hans-Joachim Schaefer, Doris Blasini, Ulf Sibelius
V.li.: Hans-Joachim Schaefer, Doris Blasini, Ulf Sibelius
Langgöns | Gießen/Lich. „Ich finde es ganz wichtig, dass Menschen in einer so schwierigen Lebenssituation Unterstützung finden, die über die Leistung der Krankenkassen hinausgeht. Und dafür steht in besonderer Weise der Förderverein PalliativPro“, begründet Doris Blasini, Inhaberin des in Lich ansässigen Kostümverleihs „Wundertüte“, ihr Engagement für den 2006 am Universitätsklinikum Gießen gegründeten Förderverein. Während der Fastenzeit, also der Zeit, in der viele Menschen auf Gewohntes und Liebgewonnenes verzichten, stellte die sympathische Unternehmerin ein Sparschwein in ihrem Laden in der Licher Oberstadt auf und Trinkgeld wurde fortan an das Schweinchen verfüttert. Darüber hinaus warb Doris Blasini um Spenden für PalliativPro und gerne kamen viele Besucher des Kostümverleihs diesem Wunsch nach.

So konnte die engagierte Geschäftsfrau dieser Tage 320 Euro an Prof. Dr. Ulf Sibelius, Vorstandsvorsitzender des Fördervereins und Leiter der Palliativ-Station, sowie an dessen Stellvertreter, Dr. Hans-Joachim Schaefer, überreichen. Es sei ihr Herzenswunsch, dass diese Spende dem 2014 an den Start gegangenen PalliativCareTeam
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für Kinder unter der Leitung von Dr. Holger Hauch zugute komme. Der Förderverein unterstützt gleichermaßen die heimischen PalliativCareTeams für Erwachsene und für Kinder u.a. mit aktuell elf Fahrzeugen und mit palliativmedizinischen Fortbildungsmaßnahmen. Auf den Stationen beschäftigt PalliativPro Honorarkräfte wie Psychoonkologen, Seelsorger und Musiktherapeuten. Zuvor konnte sich die quirlige Geschäftsfrau vor Ort ein Bild von der Palliativstation machen, die auf zwei Ebenen über sechzehn Einzelzimmer mit Palliativbetten verfügt. Hier werden die Patienten nach modernstem Krankenhausstandard, jedoch ohne Klinikatmosphäre behandelt und versorgt. "Palliativmedizin bedeutet nicht, dass nichts mehr passiert", sagt Ulf Sibelius. "Patienten werden so behandelt, dass sie möglichst wieder nach Hause entlassen werden können". PalliativPro hat es ermöglicht, diese Station mit einem Raum der Stille, einem "Wohnzimmer" sowie mit einer Patienten/Angehörigen Küche auszustatten, die es Patienten oder deren Angehörige ermöglicht, Kleinigkeiten zuzubereiten, oder um sich einfach dort aufzuhalten.

Die Vereinsvertreter bedankten sich für die Zuwendung und unterstrichen, dass jede Spende in voller Höhe unheilbar erkrankten Menschen zugute komme. „Jede Spende ist wichtig, jede Spende leistet einen wesentlichen Beitrag für die Aufrechterhaltung unserer Arbeit, denn diese Zuwendungen ermöglichen eine umfassende Versorgung der Patienten und deren Angehörigen “, betont Ulf Sibelius.

PalliativPro finanziert sich ausschließlich aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen. Mehr Informationen über die Arbeit von PalliativPro über die Homepage: www.palliativpro.de

Foto: Barbara Fandré

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