Bürgerreporter berichten aus: Langgöns | Überall | Ort wählen...

"So können wir zur Verbesserung der Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen beitragen". Langgönser Politiker unterzeichnen Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen

v. r.: Marius Reusch, Horst Röhrig, Barbara Fandré, Martin Hanika
v. r.: Marius Reusch, Horst Röhrig, Barbara Fandré, Martin Hanika
Langgöns | In der letzten Sitzung der Gemeindevertretung vor der Weihnachtspause stellte die Ortsvorsitzende der FDP, Barbara Fandré, den Antrag der Langgönser Koalition aus CDU/FDP und Grüne "Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland" vor und lud den amtierenden Bürgermeister Horst Röhrig (SPD), seinen bereits gewählten Nachfolger Marius Reusch und den Parlamentsvorsitzenden Martin Hanika (beide CDU) sowie das gesamte Gremium ein, die Charta im Anschluss der Sitzung zu unterzeichnen.

Fandré, die sich auch als Vorstandsmitglied des Gießener Fördervereins PalliativPro e.V. engagiert der sich als wesentliches Ziel gesetzt hat, den Patienten eine möglichst hohe Lebenszufriedenheit, Lebensqualität und Selbstständigkeit zu erhalten, auch wenn keine Heilung mehr möglich ist, unterstrich die Wichtigkeit der Charta und informierte:

"Die Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland setzt sich für Menschen ein, die aufgrund einer fortschreitenden lebensbegrenzenden Erkrankung mit dem Sterben und dem Tod konfrontiert sind und formuliert in fünf Leitsätzen Aufgaben, Ziele und Handlungsbedarfe, um die Behandlung und Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland zu verbessern. Im Mittelpunkt stehen dabei immer der betroffene Mensch und seine Angehörigen".
Mehr über...


Die Charta wurde im Anschluss der Langgönser Parlamentssitzung am Donnerstagabend von sämtlichen anwesenden Kommunalpolitikern unterzeichnet, an deren Spitze der amtierende Bürgermeister Horst Röhrig, sein Nachfolger Marius Reusch und Parlamentspräsident Martin Hanika. Damit folgte das Gremium dem Antrag der Koalition. Durch den Beitritt soll der Charta-Prozess in der Gesellschaft verankert und gefördert werden.

„Das Thema ist wichtig. Wir wünschen uns, mit unseren Unterschriften eine Signalwirkung zu erreichen und hoffen, dass sich die Umlandgemeinden anschließen", betonte Marius Reusch, der aktuell noch Erster Beigeordneter der Gemeinde Langgöns ist, nach der Unterzeichnung.

Träger der Charta sind die Gesellschaft für Palliativmedizin und der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband e. V.. Die Charta wird unter anderem unterstützt durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. "Die fünf Leitsätze der Charta formulieren Aufgaben, Ziele und Handlungsbedarfe, um die Behandlung und Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland zu verbessern. Durch die Unterstützung der Charta hofft die Kommunalpolitikerin, bei den Verantwortlichen in der Politik, bei Trägern des Gesundheitswesens und in der Gesellschaft ein stärkeres Bewusstsein für die Möglichkeiten der Hospiz- und Palliativarbeit zu schaffen. "So können wir zur Verbesserung der Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen beitragen", sagte sie. Die Politik trage eine besondere Verantwortung, Themen, die im Abseits stehen und dennoch jede Person betreffen, in die Gesellschaft zu tragen. "Die Charta soll Anlass für jeden geben, im persönlichen und beruflichen Umfeld über wesentliche Anliegen von schwerstkranken und sterbenden Menschen in Deutschland zu sprechen und Veränderungen anzuregen!", erklärte Fandré.

Ausdrücklich wies die Langgönserin auf die Arbeit der stationären und ambulanten Palliativteams für Kinder um Dr. Holger Hauch und für Erwachsene um Professor Dr. Ulf Sibelius am Gießener Universitätsklinikum hin. „Diese Teams sind hochspezialisiert und leisten fachlich ganz hervorragende Arbeit. Was aber auch unbedingt dazugehört, ist die Fähigkeit zur Empathie“, unterstrich Barbara Fandré. Beides, fachliche Kompetenz und Einfühlungsvermögen, zeichneten die Teams aus, „und dafür gebührt ihnen Respekt und Anerkennung, und unsere Unterschrift“, warb sie und zeigte sich am Ende der Sitzung hoch erfreut, dass die Mitglieder sämtlicher Fraktionen und des Gemeindevorstands ihrem Apell Folge geleistet und die Charta unterzeichnet hatten. "Gerne stelle ich den Antrag auf Anfrage zur Verfügung".


Foto: PalliativPro



Infokasten

Was ist eine Charta?

Mit Charta ( lateinisch charta, deutsch “Papierblatt”), bezeichnet man die für das Staats- und Völkerrecht grundlegenden Urkunden. Im übertragenen Sinn wird der Begriff auch für Satzungen oder Selbstverpflichtungen nichtstaatlicher Organisationen verwendet. (ikr)

Quelle: Wikipedia

Dies könnte Sie zum Thema auch interessieren

Mehr Wohngeld - mehr Gerechtigkeit
„Wohnen darf kein Luxus sein. Mit dem Wohngeld unterstützen wir...
Dagmar Schmidt, MdB und ihre Gäste am Limes in Pohlheim
Urlaub in der Heimat 2019
„Ich wohne dort, wo andere Urlaub machen.“. Mit diesen Worten stellt...
Streik der Busfahrer in der nächsten Woche
Hier Infos von...
Kleine Feedbackwand: Eine*r wagt Kritik - und wird gleich belehrt.
Teure Verarschung: Diskussion und Austausch wurden beim ersten Nachhaltigkeitsforum eher verhindert als gefördert
Am 25.10.2019 fand in Gießen das erste Nachhaltigkeitsforum der...
Tucker-Mitarbeiter packten bei der Tafel tatkräftig an.
Tucker-Mitarbeiter packen bei der Tafel Gießen an
Rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Tucker GmbH (Stanley...
Gießen Glänzt mit Internationalem Deutschen Vize-Meister im Vollkontakt-Kickboxen
Am Samstag, den 22.06. fuhr die in 2017 in Giessen gegründete...
V.li.: Hans-Joachim Schaefer, Doris Blasini, Ulf Sibelius
"Palliativmedizin bedeutet nicht, dass nichts mehr passiert" - Spendenübergabe Kostümverleih "Wundertüte" an PalliativPro
Gießen/Lich. „Ich finde es ganz wichtig, dass Menschen in einer so...

Kommentare zum Beitrag

Leider gibt es noch keine Kommentare zu diesem Artikel.
Schreiben Sie doch den ersten!

Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

Mitmachen ist ganz einfach und alles ist kostenlos: Gleich registrieren und los geht's!

Herzlichst, Ihr(e) Barbara Fandré

von:  Barbara Fandré

offline
Interessensgebiet: Langgöns
Barbara Fandré
559
Nachricht senden
Aktuellste Beiträge des Autors:
Foto: Imme Rieger - mit freundlicher Genehmigung
Sparkasse spendet für Benefizkonzert von PalliativPro
Langgöns / Gießen. Für das 14. Benefizkonzert zugunsten von...
Der Gießener Förderverein PalliativPro e.V. lädt ein zu einem hochklassiges Benefizkonzert in die ev.-luth. Kirche Lang-Göns
Ein Highlight zum Jahresende bietet sicher das vom Gießener...

Weitere Beiträge aus der Region

Foto: Imme Rieger - mit freundlicher Genehmigung
Sparkasse spendet für Benefizkonzert von PalliativPro
Langgöns / Gießen. Für das 14. Benefizkonzert zugunsten von...
Farbige Beleuchtung an/ in Kirchen und an Denkmälern....
Singen zum Advent in der Dorfkirche Niederkleen
Zum Adventsingen hat d'Chor des Gesangvereins Liederkranz Niederkleen...

Dieser Beitrag als Banner

Um diesen Beitrag als Banner auf deine eigene Homepage einzubinden, kopiere einfach folgenden Link und füge diesen Code in deiner Homepage ein.
Link:
Übrigens: unter "Meine Seite" findest du auch einen Banner zum Einbinden der letzten Beiträge, die du selbst verfasst hast.