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Statt Weihnachtsgeschenke: Anja Bieber spendet 1000 Euro an PalliativPro: Möchte die wichtige Arbeit des Fördervereins unterstützen. Dank an Patienten

Langgöns | Anstelle von Weihnachtsgeschenken bat Anja Bieber, Inhaberin der Praxis für Physiotherapie und Lymphdrainage in Langgöns, ihre Patienten um Spenden für den Gießener Förderverein PalliativPro. Stolze 540 Euro kamen so zusammen. Diesen Betrag stockte Anja Bieber auf 1000 Euro auf. Den symbolischen Spendenscheck überreichte sie dieser Tage auf der Palliativ-Station im Hanns Gotthard Lasch-Haus an Barbara Fandré und Reingard Forkert vom Vorstand des Fördervereins. PalliativPro hat sich 2006 am Universitätsklinikum gegründet und finanziert sich ausschließlich aus Spendengeldern und Mitgliedsbeiträgen. Prof. Dr. med. Ulf Sibelius ist Vorstandsvorsitzender und leitet die Palliativstation.
"Jede Spende kommt in voller Höhe schwerst und unheilbar erkrankten Menschen zugute", unterstreicht Barbara Fandré und freut sich, "dass so viele Menschen und Unternehmen aus meiner Heimatgemeinde Langgöns sich für PalliativPro engagieren". Hier hebt sie, stellvertretend für viele, die Arbeit der "Fingerfertigen" um Elisabeth Puhl und die Damen der Langgönser Seniorenwerkstatt hervor, die den Förderverein seit Jahren regelmäßig unterstützen. "Soviel Engagement macht mich schon sehr stolz". Und die sympathische Pysiotherapeutin, die bei der Besichtigung der Palliativstation sichtlich emotionalisiert ist, freut sich, "mit meiner Spende PalliativPro ebenfalls in seiner wichtigen Arbeit unterstützen zu können. Ich habe tolle Patienten, bei denen ich mich ganz herzlich bedanken möchte".
Andrea Opitz, stellvertretende Stationsleitung auf der Palliativstation, schloss sich dem Dank an und informierte über die Einrichtung, in der Schwerstkranke und pflegebedürftige Patienten nach Krankenhausstandard, jedoch ohne Klinikatmosphäre behandelt und versorgt werden. Auch den Angehörigen würden auf Wunsch Gästebetten bereitgestellt. "Was machbar ist, wir hier gemacht", betonte Andrea Opitz. "Jeder Bürger hat einen Rechtsanspruch auf diese Form der Versorgung bzw. auf eine ambulante Palliativversorgung in Kooperation mit Hausärzten und Pflegediensten", unterstreichen die beiden Vorstandsdamen. Dies sei in der Öffentlichkeit vielfach noch unbekannt. "Deshalb freuen wir uns natürlich über diese Form der Öffentlichkeitsarbeit".
Der ganzheitliche Anspruch der Palliativmedizin geht über die rein stationäre Behandlung hinaus. Auf den Palliativstationen wird nicht nur durch die räumliche Ausstattung für ein besonderes Ambiente gesorgt. Zusätzliche Therapiemöglichkeiten, die psycho-onkologische und seelsorgerische Betreuung der Patienten und deren Angehörige sorgen für ein hohes Maß an Zugewandtheit.Der Förderverein unterstützt in Gießen und Friedberg die stationären und ambulanten Palliativteams auf vielfältige Weise: PalliativPro finanziert u.a. Fort- und Weiterbildungskurse der Palliativ Teams, sowie Honorarkräfte wie beispielsweise Psychoonkologen, Ergo- und Musiktherapeuten. Seit November 2014 gibt es zusätzlich ein ambulantes Palliativ-Care-Team für Kinder und Jugendliche unter der Leitung von Dr. Holger Hauch, das sich im ganzen Regierungsbezirk Gießen um junge Patienten kümmert und ebenfalls vom Verein unterstützt wird. Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich hat hier die Schirmherrschaft übernommen. Informationen über den Förderverein erhält man unter: www.palliativpro.de
Foto: PalliativPro

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