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13. Benefizkonzert der Reihe "Business meets Classic" im Forum der Volksbank Mittelhessen - Stehende Ovationen für grandiose Darbietung auf höchstem Niveau

Langgöns | Knapp 200 begeisterte Gäste bei „Business meets Classic“ im Forum der Volksbank Mittelhessen in Gießen. Schirmherr war Dr. Lars Witteck, Vorstandsmitglied des Bankinstituts.

„S´Wonderful“, so wie das Stück aus dem Musical „Funny Face“ von G. Gerschwin, so lautete auch das Motto des diesjährigen Benefizkonzerts zu dem der Gießener Förderverein PalliativPro eingeladen hatte. „S´Wonderful“, so ließ sich auch der Konzertabend zusammenfassen, denn die Stimmen in der Pause und nach dem Konzert lauteten einhellig: „Das war einfach wunderbar!“. Die Gäste honorierten die grandiose Darbietung der auf höchstem Niveau agierenden Künstler dann auch mit lang anhaltendem Applaus und immer wiederkehrenden Bravo-Rufen und am Ende mit stehenden Ovationen. Sopranistin Kira Petry, der auch die musikalische Leitung oblag, hatte für ein abwechlungsreiches und höchst stimmungsvolles Programm unter dem Titel „S´Wonderful – Highlights“ gesorgt, das keine Wünsche offenließ und von den Künstlern mit viel Herz, Humor und Komik vorgetragen wurde. Ausführende waren neben Kira Petry, Bariton Tomi Wendt und Pianist Dan Deutsch.

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„Die Wurzeln von „Business meets Classic“ liegen in meinem Heimatort Langgöns“, hob Organisatorin Barbara Fandré vom PalliativPro-Vorstand in ihrer Begrüßung hervor. Deshalb sei es ihr ein besonderes Anliegen, der Famlie Bödeker audrücklich „von dieser Stelle ganz herzlich zu danken“. Die Familie Bödeker habe über viele Jahre hinweg ihr Autohaus als Opernbühne für diese Konzertreihe zur Verfügung gestellt. Stellvertretend für Viele, die das Anliegen des Fördervereins in „vielfältiger und unterschiedlichster Weise unterstützen“, sprach sie den Lang-Gönser „Fingerfertigen“ um Elisabeth Puhl ein herzliches Dankeschön für die seit „vielen Jahren zuverlässige Unterstützung“ aus, ebenso Ingi Fett, die in den Lang-Gönser Geschäftsräumen von „Rosa & Rosa“ die Konzertreihe „Das Konzertchen“ ins Leben gerufen hat; über die Einnahmen hieraus durfte sich PalliativPro ebenfalls freuen. Im kommenden Jahr seien weitere „Konzertchen“ an gleicher Stelle geplant.

„Um einen Menschen im Sterben würdig zu begleiten und seine Menschenwürde zu wahren bedarf es noch einer anderen Würde, der „Handlungswürde“. Sie ist uns nicht wie die Menschenwürde mit der Geburt gegeben, sondern sie hängt von unseren Handlungen ab. Handlungswürde von Betreuenden ist
eine kontinuierliche moralische Leitung, die sie den ihnen anvertrauten Menschen entgegenbringen“, zitierte Fandré Ulf Sibelius. An den Mediziner und PalliativPro-Vorsitzenden gewandt sagte sie: “Ich glaube, das trifft genau den Punkt. Dein Engagement ist einfach beispielhaft. Dafür danke ich Dir im Namen des Vorstands, der Mitglieder, der Patienten und ihrer Angehörigen aus tiefstem Herzen!“ Für „die angenehme Zusammenarbeit“ bedankte sich Barbara Fandré auch bei ihren Vorstandskollegen Reingard Forkert, Dr. Hans-Joachim Schaefer und Dr. Thorten Fritz. "Ihr seid nicht nur großartige Vorstandskollegen, sondern ihr leistet allesamt Hervorragendes!“, betonte sie.

Mit dem „Vogelfänger“ und „Papagena – Papageno“ aus Mozarts Zauberflöte eröffneten Kira Petry und ihre beiden männlichen BühnenpartnerTomi Wendt und Dan Deutsch das Programm. Es folgte eine höchst anspruchsvolle und abwechslungsreiche Mischung aus Oper, Operette und Musical. Kira Petry brillierte mit Arien aus Don Giovanni „In quali eccesi … Mi tradì quell´alma ingrata“, Puccinis „Quando men vo“ aus der Oper „La Bohème und der Arie „Lied an den Mond“ aus der Oper „Rusalka“ von A. Dvorák. Tomi Wendt bestach mit Arien „Tutto è disposto“ aus Mozarts „Le nozze di Figaro“ und „Votre toast, je peux vous le rendre“ aus der Oper „Carmen „von G. Bizet.
So fiel es dem harmonisch und beschwingt auftretenden Trio leicht, auch Besuchern, denen klassische Musik nicht so geläufig ist, zu begeistern. Bei Stücken wie dem „Fliegenduett“ von Jacques Offenbach, „All I aks of you“ aus dem Musical „Phantom der Oper“ oder „Lippen schweigen“ aus der Operette „Die lustige Witwe“ genoss das Publikum wunderschöne Melodien, die von herrlichen Stimmen, mal solo, mal im Duett, dargeboten wurden. Als Solist beeindruckte auch Pianist Dan Deutsch, der das „Prelude Op. 3 Nr. 2 in cis-Moll“ von Sergei Rachmaninow der Initiatorin und Organisatorin der Konzertreihe Barbara Fandré widmete.
Zuvor hatte Prof. Ulf Sibelius, Vorstandsvorsitzender des Fördervereins, die Gäste begrüßt. Wesentliches Vereinsziel sei es, den schwerkranken Patienten eine möglichst hohe Lebenszufriedenheit, Lebensqualität und Selbstständigkeit zu erhalten, auch wenn keine Heilung mehr möglich ist. „PalliativPro unterstützt die heimischen ambulanten PalliativCareTeams für Erwachsene und Kinder“. Auf den Stationen beschäftigt der Verein Honorarkräfte wie beispielsweise Psychoonkologen, Ergotherapeuten und Musiktherapeuten. Palliativarbeit geht weit über die Versorgung durch die Krankenkassen hinaus und schließt die Angehörigen mit ein.

Lars Witteck sprach in seine Grußwort eindrucksvoll über die Arbeit der PalliativPro-Mitarbeiter, die „im schwächsten Moment des Menschen, wenn die Qual und die Angst am „größten sind“, beginne, um Beistand und Erleichterung zu geben. Er ermunterte das Publikum, im Anschluss an das Konzert, zu dem der Eintritt traditionell frei ist, großzügig für den Förderverein zu spenden. Seitens der Volksbank, die die Konzertreihe von Anfang an unterstützt hat und auch das Forum kostenfrei zur Verfügung stellte, spendete Witteck noch einmal 500 Euro zusätzlich. Farbenfroh umrahmt wurde das Konzert mit Bildern der heimischen Künstler Inge Meixner, Catharina Peeters und Heinz Ruhrig.
Informationen über den Verein: www.palliativpro.de
Foto: PalliativPro


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Kommentare zum Beitrag

Martin Wagner
2.517
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 12.12.2017 um 10:05 Uhr
Kurze Nachfrage zu folgender Passage: (.....)"Schirmherr war Dr. Lars Witteck, Vorstandsmitglied des Bankinstituts." (.....)

Witteck, da klingelte es bei mir. War das nicht der Quereinsteiger aus der Politik? Hatte der nicht versprochen zwischen seinen zwei Jobs (wegen eventueller Interessenskonflikten) ein Jahr Karrenz einzulegen? Ist die jetzt rum?

Danke an den Bürgerreporter, welche mir die Frage beantwortet.
Barbara Fandré
495
Barbara Fandré aus Langgöns schrieb am 12.12.2017 um 10:49 Uhr
Sehr geehrter Herr Wagner,
ich kann Ihre Frage leider nicht beantworten. Mir ist von einer solchen Aussage Seitens Herrn Dr. Witteck nichts bekannt.
M.f.G.
Barbara Fandré
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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