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Fandré und Baldus: Eine bewusst herbeigeführte sozialpolitische Bankrotterklärung eines sozialdemokratischen Rathauschefs

Langgöns | Info: Verdi bietet den Kommunen an, eine Notvereinbarung zu treffen. Informationen findet man unter:

soziale-berufe-aufwerten.de

Hier können Eltern, aber auch Kommunen nachlesen, was es für Möglichkeiten für sie gibt und was die tatsächlichen Forderungen der Streikenden sind.

„Der Verlauf der letzten Gemeindevertretersitzung, insbesondere die vom stellvertretenden Elternbeiratsvorsitzenden Olaf Laggies geschilderte Verzweiflung einiger Eltern, war sehr berührend“, das schreiben die Ortsvorsitzende der Freien Liberalen, Barbara Fandré, und ihr Stellvertreter Stefan Baldus im Nachgang zu dieser Sitzung in einer Presseerklärung. Diese Schilderungen, im besonderen am Beispiel einer aus Verzweiflung weinenden Mutter, hätten überdeutlich gemacht, wie wenig nachvollziehbar die Untätigkeit von Bürgermeister Horst Röhrig (SPD) sei.

„Wer allerdings geglaubt hat, die Untätigkeit von Horst Röhrig sei schon schlimm und kritikwürdig genug, dem kann ich sagen: Es geht noch schlimmer!“, betont Barbara Fandré und berichtet: Eine sich im Ruhestand befindliche und bis vor einigen Jahren in einer Langgönser Einrichtung beschäftigte Erzieherin habe sich vergangenen Samstag telefonisch an sie gewandt. Einerseits, um ihre Hilfe bei der Kindernotbetreuung anzubieten, andererseits, um auf eine ähnliche Situation hinzuweisen, die sie selbst während ihres aktiven Dienstes erlebt habe. Während eines Streikes habe sie damals für eine Kindernotbetreuung zur Verfügung stehen wollen. Das sei ihr aber zunächst von „oben“ untersagt und eine Notbetreuung sei nur gegen heftigen Widerstand auf den Weg gebracht worden, gibt Barbara Fandré das Gespräch wieder, wofür sie die Erlaubnis der ehemaligen Gemeindemitarbeiterin habe. Nur ihren Namen wolle diese nicht geschrieben sehen.

„Wie der Bürgermeister im Hintergrund agiert, das hat ja schon ein Gemeindevorstandsmitglied in seiner Not, betroffenen Eltern zu helfen, öffentlich gemacht“, so Fandré weiter. Dass eine ehemalige Erzieherin nun an sie herangetreten sei und berichte, dass in Langgöns nicht gewerkschaftlich organisierte Mitarbeiter nach Hause geschickt würden, anstatt mit diesem Personal eine Notbetreuung zu organisieren, „das ist einfach unerhört“, betont die Kommunalpolitikerin.

„Und dann stellt Horst Röhrig sich vor die Eltern und uns Gemeindevertreter und sagt, er habe kein Personal. "Das ist eine bewusst herbeigeführte sozialpolitische Bankrotterklärung eines sozialdemokratischen Rathauschefs“, zeigt sich Barbara Fandré fassungslos. Es sei für sie auch völlig unbegreiflich, dass die Fraktionsspitze der SPD sich immer wieder hinter Röhrig stelle. „Auch den Genossinnen und Genossen war die Weigerung im Hinblick auf die Organisation einer Notbetreuung seitens ihres Bürgermeisters bekannt“, schreibt die Liberale und fragt: „Warum hat die SPD nicht reagiert und einen entsprechenden Dringlichkeitsantrag gestellt?“ Das habe die Koalition aus CDU/FDP und Grüne getan, nachdem die Verweigerungshaltung von Röhrig im Gemeindevorstand bekannt wurde.

Statt dessen stelle sich die Sprecherin der SPD-Fraktion, Kristine Tromsdorf, hinter Röhrig, indem sie sage, eine etwaige Notversorgung könne nicht angeboten werden, wenn gesetzliche Regelungen nicht eingehalten würden – selbst „wenn man wolle“. Das sei mehr als dürftig und suggeriere, dass Röhrig wolle, aber nicht könne. „Dass er es nicht will, wissen wir von Hans Dern“, erinnert Fandré. Dem habe der Bürgermeister auch nicht widersprochen, „wo er doch sonst so schnell ist mit Dementis und der Forderung nach Entschuldigung!“ Auch die Aussage von Tromsdorf, es sei jetzt wichtig, „die Situation irgendwie durchzustehen“, sei einfach zu bescheiden. So einfach dürfe man es dem Bürgermeister nicht machen. Fakt sei, „Horst Röhrig kann machen was er will. Immer in der Gewissheit, dass ihm die Unterstützung seiner sozialdemokratischen Fraktion sicher ist“.

Fandré berichtet weiter: „Mir ist von verschiedenen Seiten zugetragen worden, dass Röhrig öffentlich gesagt hat, er wolle dem Gemeindevorstand das Leben so schwer wie möglich machen und er würde Beschlüsse nur umsetzen, wenn sie in seinem Sinne seien. Das passt ins Bild.“ Nach solchen, eigentlich unfassbaren Äußerungen, bleibe nur das Fazit, dass Horst Röhrig sein Amt gründlich falsch verstehe. “Sollte der Langgönser Bürgermeister seine Verhaltensweise, sein Handeln und Tun nicht überdenken, dann sollte er zum Wohl der Gesamtgemeinde sein Amt niederlegen“, so die Liberalen abschließend.

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von:  Barbara Fandré

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Interessensgebiet: Langgöns
Barbara Fandré
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