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Heimische Triathlon Teams schaffen den Klassenerhalt

Das Team Heinz Bikes LahnLaender von links oben: Matthias Wagner, Marc Hofmann, Rüdiger Barchfeld, Martin Nissel, Ralf Hellhund, Susanne Martin, Bernd Bremser. Unten von inks: Kristina Zerfass, Norbert Kern, Jörg Fiedler, Silke Fiedler
Das Team Heinz Bikes LahnLaender von links oben: Matthias Wagner, Marc Hofmann, Rüdiger Barchfeld, Martin Nissel, Ralf Hellhund, Susanne Martin, Bernd Bremser. Unten von inks: Kristina Zerfass, Norbert Kern, Jörg Fiedler, Silke Fiedler
Lahnau | In diesem Jahr war alles anders. Das Finale der Triathlon-Hessenligen fand nicht wie gewohnt beim Viernheimer Triathlon Ende August statt, sondern eine Woche später mit einem »Kindertriathlon« in Griesheim. Die zwei Starts über extrem kurze Strecken entwickelten sich für die drei abstiegs-gefährdeten Teams aus Lahnau, Krofdorf-Gleiberg und Gießen zu einer Art Lotteriespiel, denn die Teilnehmer kamen in Sekunden-Abständen ins Ziel. Letztlich konnten alle fünf heimischen Teams mit ihrem Abschneiden in der abgelaufenen Ligasaison zufrieden sein, denn die Zielsetzung lautete Klassenerhalt, und diese wurde erreicht.

Bei allen Wettkämpfen der Hessischen Triathlon-Liga werden die vier besten Einzelplatzierungen (von fünf Startern) eines Teams addiert (bei Damen und Senioren drei von vier), woraus sich die Tagestabelle ergibt. Nach Darmstadt (Sprint) und Waldeck (Kurzdistanz) folgten nun noch Viernheim (Kurzdistanz) sowie Griesheim (Swim & Run und Short-Track).


Viernheim(31.8): Fiedler und Sack stark
Der gefürchtete Anstieg zur Juhöhe ist das Highlight der Radstrecke. Kurz nach dem Schwimmen im Hemsbacher See
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über 1,5 Kilometer, bei dem wieder einmal Neoprenanzüge verboten wurden, kommt der lange steile Anstieg von Laudenbach aus hinein in den Odenwald. Hier trennt sich schon die Spreu vom Weizen. Die gefährlichen Abfahrten mit schnellen Ortsdurchfahrten sind bei vielen Athleten sogar mehr gefürchtet als die kräftezehrenden Anstiege. Flach werden erst die letzten fünf Kilometer der 50-Kilometer-Radrunde sowie das Laufen über zehn Kilometer am Viernheimer Waldstadion.

Als schnellster Starter der fünf heimischen Liga-Mannschaften erreichte Daniel Sack vom TSV Krofdorf-Gleiberg nach 2:47:01 Stunden als 14. der 2. Hessenliga das Ziel. Im Vergleich zum Vorjahr verbesserte er sich in allen drei Disziplinen und freute sich besonders über die 40:34 Minuten beim abschließenden Zehn-Kilometer-Lauf. Vier Minuten später folgten mit Jens Pfeiffer (2:51:13) und Michael Bareth (2:51:23) zwei weitere Krofdorfer Starter auf den Plätzen 22 und 23. Beiden kam die bergige Radstrecke entgegen, so dass bei Pfeiffer ausnahmsweise nicht das Laufen (40:47), sondern Radfahren die beste Einzeldisziplin war. Durch das hohe Niveau der Liga reichte es für beide trotz der starken Leistungen nicht ganz zu den erwarteten Plätzen unter den ersten 20. Als 28. der 2. Hessenliga folgte mit Bernd Bremser der erste Starter vom Team Heinz Bikes LahnLaender Lahnau, der ebenfalls beim Radfahren seine Stärke ausspielte und nach 2:55:38 Stunden finishte. Rüdiger Barchfeld (Lahnau) blieb als 37. nur knapp über der Drei-Stunden-Grenze (3:00:04) und unterbot als dritter heimischer Starter 41 Minuten beim Laufen. Kurz darauf folgten mit Sebastian Ullrich (TSV) und Marc Hoffmann (Lahnau) als 40. (3:03:04) und 41. (3:03:06) zwei weitere wichtige Punktelieferanten ihrer Teams. Ullrich legte dabei die deutlich schnellste Schwimmzeit (24:33) der beiden Zweitligateams vor. Nach 3:06:49 Stunden und 3:12:02 Stunden komplettierten Matthias Wagner (48./Lahnau) und Martin Seipp (54./TSV) mit guten Leistungen ihre Teams. Krofdorf-Gleiberg wurde Tagessiebter und vergrößerte wie die LahnLaender (Tagesneunter) den Vorsprung auf die Abstiegsplätze 12 und 13.
In der dritten Hessenliga bildete Frank Lotz (Tri-Team Gießen) mit seiner ausgezeichneten Schwimmzeit (2. in 24:37) neben Ullrich vom TSV eine weitere Ausnahme unter den »schwimmschwachen Mittelhessen«. Sein sechster Platz (2:52:42) in der 3. Liga war die Basis für den Sprung von Abstiegsplatz zwölf auf Rang acht der Tabelle. Überraschend stark war der junge Gießener Kai Schreek, der die zweitbeste Radzeit der 3. Hessenliga erzielte, aber beim Laufen einen Einbruch erlebte. Er überquerte nach 2:57:37 Stunden als 13. die Ziellinie. Wieder einmal aushelfen musste Stefan Jung, der als 16. 2:59:20 Stunden für die Strecke benötigte. Im Vergleich zu Waldeck konnte sich der Heuchelheimer Patrick Weber deutlich steigern und steuerte als 43. (3:19:29) wichtige Punkte für die gute Tagesplatzierung bei.

In der Hessenliga der Damen musste die Startergemeinschaft Krofdorf-Gleiberg/LahnLaender die kurzfristigen Ausfälle von Vanessa Farley (Examensprüfung) und Manuela Stiebig (Verletzung) verkraften. Neben Silke Fiedler und Susanne Martin kam mit Kristina Zerfass eine weitere Lahnauerin zum Einsatz. Wie am Edersee erzielte wiederum Fiedler das herausragende Ergebnis. Mit ausgeglichen starken Leistungen in allen Disziplinen konnte sie sich nach 3:18:01 Stunden über den achten Platz unter 45 Starterinnen freuen und ließ damit auch drei ihrer männlichen Vereinskollegen hinter sich. Für Susanne Martin und Kristina Zerfass ging der Wettkampf erst nach der ungeliebten Auftaktdisziplin richtig los. Vor allem dank sehr guter Radleistung schob sich Martin vom 37. Platz nach dem Schwimmen noch bis auf den 20. Gesamtrang (3:32:48) nach vorne. Zerfass setzte nach dem Verlassen des Sees als 44. zur Aufholjagd an und finishte nach 3:48:04 Stunden letztlich als 35. im Damenfeld. Trotz der Ausfälle rutschte die SG nur vom siebten auf den achten Platz (13 Teams) der Tabelle ab, womit man immer noch über den Erwartungen lag.

In der Seniorenliga (ab 40 Jahre), in der es weder Aufstiegs- noch Abstiegsmöglichkeiten gibt, stellen die LahnLaender das einzige heimische Team. Die Senioren zeigten sich sehr zufrieden, denn sie konnten ihre gute Leistung vom Edersee noch steigern. Schnellster Lahnauer war Martin Nissen als 24. in 3:09:57 Stunden. Es folgten in kurzen Abständen Jörg Fiedler (33. in 3:19:21), Ralf Hellhund (37. in 3:21:40) und Norbert Kern (39. in 3:24:20). Nach Platz zwölf in Waldeck reichte die Teamleistung in Viernheim zum achten Platz unter 17 Teams.


Griesheim (7.9.): Kritik der Teilnehmer
Hätten die abstiegsgefährdeten Männerteams aus Lahnau und Krofdorf-Gleiberg (2. Hessenliga) und Gießen (3. Hessenliga) nicht durch ihr sehr gutes Ergebnis in Viernheim ein kleines Polster zu den Abstiegsrängen geschaffen, wären sie sicher mit einem sehr mulmigen Gefühl zu den Sprints nach Griesheim gefahren. Mit einem Durchschnittsalter um die 40 Jahre hat man auf diesen extrem kurzen Strecken gegen jüngere Teams kaum eine Chance. Schon im Vorfeld sorgte die Wettkampfform für viel Unmut bei vielen Teams, so mussten die Teilnehmer ihre Räder umbauen (Triathlonlenker und -aufsätze waren nicht erlaubt) oder sich Räder ausleihen. Außerdem lag zwischen den beiden kurzen Starts fast vier Stunden Wartezeit, so dass der ganze Sonntag für geopfert werden musste.

Früh morgens hatten die Teilnehmer einen »Swim & Run« mit 250 Meter Schwimmen und 2000 Meter Laufen zu absolvieren. Mittags das Gleiche, unterbrochen durch eine 1,6 Kilometer lange Rad-Wendepunktstrecke, die (bei Windschattenfreigabe) fünf Mal zu fahren war. Schon beim Schwimmen herrschte dichtes Gedränge. Entscheidende Bedeutung kam den Wechseln zu, hier durfte man keine Sekunden verschenken, denn bei beiden Wettbewerben passierten zeitweise mehr als fünf Starter innerhalb von zehn Sekunden die Ziellinie. Im Gegensatz zu den Wettkämpfen in Waldeck und Viernheim spielte das Radfahren in Griesheim durch die Windschattenfreigabe eine eher untergeordnete Rolle, viel mehr gefragt war Tempohärte auf der Laufstrecke. In der 2. Hessenliga kam mit Rüdiger Barchfeld (Lahnau) bezeichnenderweise der jüngste der heimischen Starter am besten zurecht und erzielte die Plätze 35 (13:13) und 23 (28:26). Mit Sebastian Ullrich fiel schon nach dem ersten Schwimmen der Hoffnungsträger der Krofdorfer mit gesundheitlichen Problemen aus. Die meisten Punkte für den TSV sammelte Michael Bareth als 23. (12:49) und 36. (29:03). Ebenfalls im Mittelfeld platzierten sich die Krofdorfer Daniel Sack (37. in 13:15/32. in 28:43) und Jens Pfeiffer (33. in 13:04/38. in 29:11) sowie der LahnLaender Bernd Bremser (52. in 13:55/27. in 28:39). Auch die Lahnauer Dirk Schmitt (50./50.), Martin Nissel (55./54.) und Matthias Wagner (53./-) sowie vom TSV Martin Seipp (49./52.) trugen mit ihren Ergebnissen dazu bei, dass der Klassenerhalt nicht mehr in Gefahr geriet. Beide Teams konnten sich aber nicht weiter verbessern und erzielten die Plätze zehn (LL) und elf (TSV) in der Abschlusstabelle.

Verbessern konnten sich hingegen noch einmal die Gießener in der 3. Hessenliga. Hier bot vor allem Kai Schreek eine glänzende Leistung, der Sechster (12:46) und Fünfter (28:40) unter 46 Startern wurde. Kurz darauf folgte jeweils Frank Lotz als Zwölfter (13:02) und Elfter (29:13). Zu seinem ersten Ligaeinsatz in dieser Saison kam Tri-Team-Urgestein Michael Einhäuser (31. in 14:52/37. in 33:19). Stefan Göttinger komplettierte das Team (33. 15:05/41. 33:50), das mit Tagesplatz fünf noch auf den sechsten Gesamtplatz kletterte.

Im Damenteam waren Vanessa Farley und Manuela Stiebig nach ihrem Ausfall in Viernheim wieder dabei, so konnte Silke Fiedler den Sonntag für ihre Hawaii-Vorbereitung nutzen. Als gute Schwimmerin konnte sich die Krofdorferin Farley beide Male im Vorderfeld platzieren und sammelte als Achte (13:51) sowie 17. (33:51) die meisten Punkte für die Startergemeinschaft. Die drei Lahnauerinnen lagen dicht beisammen. Susanne Martin erreichte die Plätze 33 (16:32) und 30 (35:23), Kristina Zerfass wurde 31. (16:28) und 32. (35:44) und Manuela Stiebig wurde zweimal 35. (17:29/36:33). Da das Radfahren weniger Bedeutung hatte wie sonst, konnten alle drei nach ihrer schwachen Schwimmdisziplin diesmal nur noch wenige Plätze gutmachen, freuten sich aber über die Verteidigung ihres achten Gesamtplatzes in der Abschlusstabelle.

Das Lahnauer Seniorenteam konnte in Griesheim nur mit zwei (von vier) Startern antreten, profitierte aber davon, dass fünf Teams gar nicht am Start waren. Christoph Sprick erreichte die Plätze 26 (14:16) und 25 (31:02), Norbert Kern wurde 30. (14:28) und 31. (31:48). In der Abschlusstabelle reichte es zu einem guten achten Platz.

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