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Eröffnung Umbau Bahnhof Wetzlar - PRO BAHN sagt: Für aktuelles Zugaufkommen gelungen - jedoch Ausbau und nennenswerte Kapazitätserweiterung unmöglich

von Thomas Kraftam 14.09.20131080 mal gelesen1 Kommentar
Der neue Bahnhof Wetzlar wird von den öffentlichen Vertretern offiziell freigegeben. Bildherkunft: T. Kraft
Der neue Bahnhof Wetzlar wird von den öffentlichen Vertretern offiziell freigegeben. Bildherkunft: T. Kraft
Lahnau | PRO BAHN hält den Umbau des Wetzlarer Bahnhofs für das aktuelle Personenzugaufkommen für gelungen, sieht aber darüber hinaus keine Entwicklungschance, teilten der Landesvorsitzende PRO BAHN Hessen, Thomas Kraft (Lahnau) und Landesvorstandsmitglied Werner Filzinger am Rande der Feierlichkeiten zur ERöffnung des neuen Bahnhofs mit . Die optische Gestaltung ist ansprechend, notwendige Einrichtungen wie Fahrkartenautomaten, Fahrradabstellplätze, Fahrplanaushänge und kurze Wege zum neu gestalteten Busbahnhof haben Wetzlar im Ranking unter den Bahnhöfen stark nach oben gestiegen. Besonders zu begrüßen ist das neue Angebot eines Kiosk. Viele Jahre lang gab es keine direkte Einkaufsmöglichkeit für den schnellen Einkauf, z.B. ein belegtes Brötchen für die Zugfahrt.

Der Bahnhof Wetzlar ist jedoch nur für das aktuelle Aufkommen ausgelegt. Sehr bedauerlich ist, dass die Fläche der früheren Gleise 1 und 2 zum großen Teil für den Busbahnhof zum Opfer gefallen sind. Das bedeutet, dass gerade auf der Lahntalbahn keine weitreichende Fahrplanaufstockung mehr möglich sein wird. Züge können nicht mehr über eine längere Zeit bereitgestellt
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werden, da es sich nur noch um Durchgangsgleise handelt. Auch wenn man bei dem bisherigen Fahrplanangebot die Gleise 1 und 2 nicht braucht, so wäre es dringend geboten gewesen, entsprechende Freiflächen zu belassen, so dass ein künftiger Kapazitätsausbau des Bahnhofs Wetzlar noch möglich wäre. Wetzlar hat im Moment keinen Fernverkehr. Wenn Intercity z.B. über Wetzlar nach Nordrhein-Westfalen, kann es schnell zu Kapazitäten mit dem Schienennahverkehr kommen, denen in Wetzlar nicht mehr Rechnung getragen werden kann.

Die Lahntalbahn muss aber aus dem touristischen Nebenstreckendasein heraus, wenn man die Region um Wetzlar und Weilburg weiterentwickeln möchte. Bedenklich auch die deutliche Kürzung der Bahnsteige für die Gleise 3 und 4. Mit aktuellem Wagenmaterial sind sie zwar lang genug. Nur lokgespannte Züge mit Waggons, da wird der Bahnsteig schnell zu kurz.

Sehr positiv ist die Entwicklung der Bahnhof-Nordseite, für die die Stadt Wetzlar verantwortlich ist. Neben breiter Treppe und funktionaler Rampe befinden sich auf der Nordseite die Pendlerparkplätze. Damit ist der Stadtbezirk Niedergirmes direkt an den Bahnhof angebunden. Dass an den nördlichen und südlichen Ausgängen anstelle von Aufzügen Rampen zur Barrierefreiheit gebaut wurden zeigt die Weitsichtigkeit, da Aufzüge oft durch Vandalismus und witterungsbedingte Schäden außer Betrieb sind.

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Kommentare zum Beitrag

ADFC Gießen
451
ADFC Gießen aus Gießen schrieb am 14.09.2013 um 19:00 Uhr
Der Bahnhof ist wirklich sehr schön geworden. Insbesondere die Aufzüge sind eine große Erleichterung. Leider wurden jedoch auf der Südseite zu wenig Fahrradstellplätze geschaffen. Schon im ersten Jahr nach Eröffnung reichen sie nicht aus, so dass eine Erweiterung erforderlich ist.
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