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Bundestagskandidatin Dagmar Schmidt besucht Förderverein

von links: Bürgermeister Eckhard Schultz, Murat Polat und Dagmar Schmidt von der SPD, Peter Schepp, Dr. Armin Becker und Wilfried Paeschke vom Förderverein
von links: Bürgermeister Eckhard Schultz, Murat Polat und Dagmar Schmidt von der SPD, Peter Schepp, Dr. Armin Becker und Wilfried Paeschke vom Förderverein
Lahnau | Als „Kleinod mit unglaublich hoher Bedeutung“ bezeichnete Dagmar Schmidt bei Ihrem Besuch das Römische Forum Waldgirmes. In Begleitung von Murat Polat (Landtagskandidat) und Manuel Failing (Wahlkampfteam) trafen sie in der Geschäftsstelle auf den Bürgermeister von Lahnau, Eckhard Schultz, und auf Vorstandsmitglieder des Fördervereins. Der erste Vorsitzende Wilfried Paeschke brachte zu Beginn des Gesprächs seine Befürchtung auf den Punkt: „Das Interesse unserer Besucher wird schwinden, wenn wir die Besucher vor Ort nicht über die Bedeutung der Funde aufklären können. Das ist von der Grabungsstätte entfernt gelegenen Geschäftsstelle nur bedingt möglich. Wir müssen die Besucher direkt bedienen können und sie auf dem Gelände mit Informationen versorgen.“
Das Ziel des Fördervereins ist, die Funde zu erhalten und in angemessener Form zu präsentieren. „Dazu möchten wir ein kleines Besucherzentrum auf dem Grabungsgelände errichten“, erklärt Geschäftsführer Peter Schepp. Die Kosten lägen bei ca. 300.000 Euro. „Das ist eine geringe Summe, wenn man bedenkt, wie viele Millionen Euro in kulturelle Institutionen, wie z.B. die Museumslandschaft in Nordhessen, gesteckt werden“, äußert Dagmar Schmidt erstaunt. Sie könne sich vorstellen, im Rahmen der Strukturpolitik in Mittelhessen eine über-geordnete Institution zu schaffen, um in einem kulturellen und pädagogischen Konzept die interessante Geschichte aus dieser Region erzählen zu können. Dazu wäre eine Kooperation mit den Kreisen Marburg-Biedenkopf, Gießen, Lahn-Dill-Kreis und Wetterau denkbar und sinnvoll. „Die Vereine alleine können diese Aufgabe ehrenamtlich nicht stemmen“, so Dagmar Schmidt, „das funktioniert nur, wenn in einem Gesamtkonzept die vielfältigen historischen Begebenheiten zusammenfasst werden, die hier in Mittelhessen aufeinander treffen. Nur dann können die einzelnen historischen Stätten gestärkt werden.“ „Wir haben hier eine ganz besondere Situation“, ergänzt Grabungsleiter Dr. Armin Becker, der derzeit an der Publikation der Grabungsergebnisse aus Waldgirmes arbeitet. „Hier in Mittelhessen treffen die letzten Kelten auf siedelnde Römer und sesshafte Germanen. Das birgt großes Potenzial für eine gemeinsame Präsentation“.
Eine gemeinsame Zusammenarbeit mit der Saalburg, dem Glauberg, dem Dünsberg, der Zeiteninsel und dem Limes wäre für den Vorstand des Fördervereins gut vorstellbar.
Dass in Mittelhessen Geschichte neu geschrieben wird, weiß die Historikerin Dagmar Schmidt. „Und gerade das macht Waldgirmes zu einem spannenden historischen Fleckchen“. Ihr wirkliches Interesse, die beeindruckende Geschichte in Mittelhessen zu fördern, hinterlässt großen Eindruck bei den Gastgebern. Die Zukunft bleibt spannend.

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