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LahnLaender Rüdiger Barchfeld löst Hawaii Ticket

Der LahnLaender Fanblock in Zürich
Der LahnLaender Fanblock in Zürich
Lahnau | “Grüezi mitenand am IRONMAN Zurich Switzerland, powered by ewz! Zum 17. Mal erleben Athleten aus aller Welt einen außergewöhnlichen Wettkampf rund um das Zürcher Seebecken, bei dem es 60 Slots für die 2013 IRONMAN World Championship in Kailua-Kona, Hawai’i zu gewinnen gibt.“
So steht’s im Internet auf der Startseite der Veranstaltung. Außergewöhnlich sollte auch werden, denn mit tropischen Temperaturen von 36° und ab nachmittags auf der Strecke einem strammen Wind herrschten in Zürich fast hawaiianische Bedingungen. Wegen den hohen Wassertemperaturen von über 25° war darüber hinaus die Verwendung von Neopren-Anzügen nicht erlaubt. Das Verbot diente dem Schutz der Athleten vor Überhitzung im Wasser. Morgens um 7:00, die Professionals 5 Minuten davor, Massenstart im Zürichsee am Mythenquai. Zwei Runden waren zu Schwimmen mit einem kurzen Landgang dazwischen, dabei auch zwei vom Team LahnLaender Giessener Zeitung, Rüdiger Barchfeld und Markus Jankofsky, die sich die letzten Monate akribisch auf diese Herausforderung vorbereitet hatten und einen langen, sehr harten Tag haben sollten.
Im Rennen der Profis lag zunächst
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der Schweizer Jan van Berkel im Rennen vorne, gefolgt von seinem Rivalen und Seriensieger der Vorjahre Ronnie Schildknecht, der jedoch bei Radkilometer 120 die Führung übernahm. Es blieb aber spannend, denn technische Probleme warfen Schildknecht wieder Minuten zurück, die er erst nach 13 Kilometern auf der Laufstrecke wieder egalisieren konnte. Das war‘s dann aber auch, kurz darauf musste van Berkel völlig entkräftet das Rennen ausgeben. Die letzten Kilometer wurden zum Triumphlauf: Schildknecht sicherte sich als erster Triathlet der Geschichte den siebten Sieg in Folge bei einem Ironman-Rennen in 8:33:39. Nur der Belgier Marino Vanhoenacker hatte zuvor sechs Mal in Folge beim IRONMAN Austria in Klagenfurt gewonnen, der Neuseeländer Cameron Brown jeweils fünf Mal in Serie den IRONMAN New Zealand. Zweiter in Zürich wurde der Spanier Ivan Raña in 8:40:55, drittplazierter der Deutsche Per Bittner in 8:46:23. Ronnie Schildknecht im Ziel: "Ich hatte unglaubliche Krämpfe, und die Bedingungen waren unglaublich hart. Es war ein wahnsinniges Rennen."
Noch knapper ging es im Rennen der Damen her und die erst 23-jährige Schweizerin Céline Schärer lieferte eine Triathlon-Show der Extraklasse, nach nur 52:38 Minuten hatte sie die 3,8 Kilometer
LahnLaender Rüdiger Barchfeld auf der aufstrecke in Zürich
LahnLaender Rüdiger Barchfeld auf der aufstrecke in Zürich
im Wasser zurückgelegt und war damit nach dem Schwimmen Gesamt-Vierte. Nach knapp 50 Kilometern auf dem Rad musste sie die Führung an Anja Beranek abgeben. Für sie ging es darum, sich zu rehabilitieren, denn vor drei Wochen hatte sie ihr „Heimrennen“, den IRONMAN Europe Frankfurt, auf der Laufstrecke abbrechen müssen. Beranek konnte fünf Minuten Vorsprung herausfahren und halten.
Nach dem Wechsel in die Laufschuhe trumpfte allerdings nochmals die Vorjahressiegerin Erika Csomor groß auf, die Ungarin arbeitete sich Platz um Platz voran Richtung Spitze. Nach 23 Kilometern auf der Laufstrecke waren aus 17 Minuten Rückstand auf Beranek plötzlich nur noch 9:30 Minuten geworden. Die Konstellation hielt allerdings. Beranek holte sich in 9:21:31 in Zürich den ersten IRONMAN-Sieg ihrer Karriere, Schärer durfte sich als Sensations-Zweite mit 7 Minuten Rückstand feiern lassen und Csomor sicherte sich in 9:33:17 den dritten Rang.

Jeweils fünf Stunden Anreise, wie auch Heimreise nahmen vier begeisterte LahnLaender auf sich, um am heißesten Tag des Jahres den beiden LahnLaender Triathleten etwas mentalen Beistand zu liefern. Beladen mit einigen Kühlboxen voller Eiswürfeln und Kaltgetränken begann auch für Julian Bodem, Gunnar Klös,
Markus beim ersten Landgang
Markus beim ersten Landgang
Stephan Kleinhans und Dirk Schmidt ein langer Tag: Der Überraschungs-Fanblock war rechtzeitig zum Schwimmstart vor Ort und die LahnLaender Triathleten Rüdiger und Markus staunten nicht schlecht als sie beim ersten Landgang von der Truppe begrüßt wurden.
Nach knapp einer Stunde ging’s dann schon aus dem mit 26°C vergleichsweise kühlen Zürichsee in den Glutofen der Radstrecke. Im Laufe des Tages sollten die Temperaturen noch bis auf 36° ansteigen.
Mit der Niederländerin Yvonne van Vlercken (zweitplatzierte beim Challenge Roth vorletztes Wochenende) hielt sich zeitweise auch etwas Prominenz im LahnLaender Fanblock auf und auch sie ließ es sich nicht nehmen und feuerte die beiden LahnLaender auf der Strecke eifrig mit an, die jede mentale Unterstützung in diesem Wahnsinnsrennen gut gebrauchen konnten. Auf der Laufstrecke kamen dann die mitgebrachten Eispacks zum Einsatz, welche beiden LahnLaender Cracks dankbar entgegennahmen. Nach einem übermenschlich harten Wettkampf erreichten aber beide nach 10:00 bzw. 10:35 Stunden das Ziel. Mit Platz 11 in der Altersklasse ist Rüdiger zunächst knapp an einer direkten Hawaiiquali (neun Slots für AK35-39) vorbeigeschrammt, es wurde also nochmals spannend für ihn. Am Montag dann die Überraschung, einige Athleten der AK35 hatten verzichtet! Der Sprecher bittet den nächsten Qualifikanten auf die Bühne des Schützenshause Albisgüetli in dem das Awards Banquet stattfindet. Rüdiger Barchfeld hat einen der 60 Startplätze für den IRONMAN World Championship Hawaii 2013! Applaus, Applaus!!

Der LahnLaender Fanblock in Zürich
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Markus beim ersten Landgang
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