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Lahnauer zeigen Bürgermeister Schultz die rote Karte

Stiller Protest durch "Rote Karten" für Bürgermeister Schultz
Stiller Protest durch "Rote Karten" für Bürgermeister Schultz
Lahnau | Der Ärger und die Wut auf den Bürgermeister von Lahnau, Eckard Schultz (SPD), ist in Atzbach nicht mehr zu übersehen. Viele Bürger zeigten dem Bürgermeister bei seiner Rede zur Adventsmarkteröffnung in Atzbach am letzten Samstag in friedlichem Protest die "rote Karte" und drehten ihm demonstrativ den Rücken zu. Andere machten ihren Protest deutlich, indem sie den Platz ruhig verließen, als der Bürgermeister zum Mikrofon griff. Hintergrund ist das verzögernde Verhalten des Bürgermeisters im Bezug auf den Erhalt des Grundschule Atzbach. Ihren Unmut drücken die Atzbacher mittlerweile auch mit vielen großen Plakaten an ihren Häusern aus, auf denen Sie den Erhalt der Grundschule Atzbach einfordern.
Auf dem Adventsmarkt setzten einige Bürger noch ein deutliches Zeichen, indem sie nach der offiziellen Eröffnung symbolisch Geldscheine verbrannte. Die Aktion sollte darauf hinweisen, dass durch die Verzögerungs- und Beanstandungstaktik des Bürgermeisters der Gemeinde Lahnau eventuell Gelder in Höhe von 1,7 Mio. Euro verloren gehen, die der Lahn-Dill-Kreis eigentlich in den Grundschulstandort Atzbach investieren wollte.
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Der Bürgermeister reagierte nicht während seiner Eröffnungsrede auf die Proteste seiner Bürger, sondern trug "tapfer" ein Weihnachtsgedicht vor. Mit einem Gedicht frei nach Heinrich Heine konterte dann auch IGA, indem sie Handzettel mit folgenden Zeilen zur Verfügung stellte:

Heinrich Heine (1797-1856)

Wir, Bürgermeister und Senat,
wir haben folgendes Mandat
stadtväterlichst an alle Klassen
der treuen Bürgerschaft erlassen.

„Zugereiste“, Fremde sind es meist,
die unter uns gesät den Geist
der Rebellion. Dergleichen Sünder,
Gottlob! sind selten Landeskinder.

Wo ihrer drei beisammen stehn,
da soll man auseinander gehn.
Des Nachts soll niemand auf den Gassen
sich ohne Leuchte sehen lassen

Wer auf der Straße räsoniert,
wird unverzüglich füsiliert;
das Räsonieren durch Gebärden
soll gleichfalls hart bestrafet werden.
Vertrauet Eurem Magistrat,
der fromm und liebend schützt den Staat
durch huldreich hochwohlweises Walten;
Euch ziemt es, stets das Maul zu halten.

Stiller Protest durch "Rote Karten" für Bürgermeister Schultz
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"Tapfer" trug der Bürgermeister sein Weihnachtsgedicht vor
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Kommentare zum Beitrag

Birgit Hofmann-Scharf
10.140
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 14.12.2012 um 18:28 Uhr
Ihr habt im schönen Atzbach ja schon so Euren Kampf, damit der Ort attraktiv bleibt.
(Ich wohnte bis 2002 in "LA", gerne hätten wir uns dort wieder niedergelassen, aber der Immobilienmarkt gab/gibt in Atzbach nicht so viel her. Neubaugebiet wollten wir nicht ! )
Übrigens, sehr gut gedichtet.
Ich drücke Euch beide Daumen !!!
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