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Fahrgastverband PRO BAHN findet Preiserhöhung bei dem RMV und der Deutschen Bahn unangemessen.

von Thomas Kraftam 02.12.20121214 mal gelesen4 Kommentare
Lahnau | Die auf Busse und Bahn angewiesenen Fahrgäste und alle, die Öffentliche Verkehrsmittel aus einem ideellen Umweltbewusstsein heraus nutzen, haben sich in Deutschland längst daran gewöhnen müssen: Die Ticketpreise werden jeweils zum Fahrplanwechsel erhöht. Der Aufschlag beträgt bei dem immer noch Staatsunternehmen Deutsche Bahn ab dem 9. Dezember 2012 durchschnittlich 2,8 Prozent, und der RMV setzt mit einer Teuerungsrate von knapp um die 4 Prozent dabei sogar noch einen drauf. Es handelt sich in beiden Fällen um einen Durchschnittswert. Insbesondere auf Kurzstrecken kann die Erhöhung auch schon einmal deutlich mehr betragen. Eine Preisanpassung ist irgendwie immer mit gestiegenen Kosten zu rechtfertigen und findet auch die Billigung des Fahrgastverbandes PRO BAHN, wenn sie denn einerseits moderat ausfällt und die Marge der allgemeinen Inflationsrate (derzeit 1,9 Prozent) nicht übersteigt. Andererseits müssen auch Qualität, Pünktlichkeit und Leistung stimmen, das Fahrplanangebot bedarfsgerecht gestaltet und das Personal in den Zügen und Bussen in angemessener Weise entlohnt und entsprechend sozial abgesichert werden. Und auf diesem Feld sind lägst nicht alle Voraussetzungen für eine Preissteigerung in der aktuellen Höhe erfüllt, meint der Fahrgastverband PRO BAHN Hessen.
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1. Deutsche Bahn: Fahrpreiserhöhung trotz Rekordgewinn
Die Deutsche Bahn verzeichnete im Geschäftsjahr 2011 einen Rekordgewinn von 37,9 Milliarden Euro, was einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 10,1 Prozent entspricht. Auch die Zahl der Reisenden auf der Schiene verzeichnete ein kleines Plus und erreichte einen neuen Rekordwert von fast 2 Milliarden beförderten Personen. Jeder Deutsche fährt im Schnitt also 25 Mal im Jahr mit der Bahn, unsere Schweizer Nachbarn bringen es übrigens auf fast 50 Fahrten. Hierzulande besteht also schon aus Umweltgründen noch ein immenser Nachholbedarf. Bahnfahren stellt zweifelsohne eine, zum Teil auch preislich attraktive Alternative zum Individualverkehr und auf bestimmten innerdeutschen Flugstrecken dar, sofern man denn den Tarifdschungel der DB durchschaut und das Glück hat, eines der vom Preis her unveränderten, aber nachweislich leider immer knapper werdenden Angebote für â‚ 19, â‚ 29 oder â‚ 39 ergattern konnte.
Bahnchef Grube betont, dass ihm die Zufriedenheit seiner Kunden sehr am Herzen liegt. Die will er durch eine exzellente Qualität erreichen, wozu absolut kontraproduktiv dazu die immer noch unbefriedigende Pünktlichkeit der Fernzüge zählt, sowie qualifizierte und hoch motivierte Mitarbeiter erreichen. Auch die von der Bahn angekündigte Winteroffensive 2012/13 ist ein Thema, an dem sich die Qualität der Bahn wird messen lassen müssen. Wenn all diese Versprechen in Zukunft eingehalten werden, dann mag die Fahrpreiserhöhung von 2,8 Prozent in diesem Jahr für den einen oder anderen zwar schmerzhaft, aber insgesamt tolerierbar sein. Ob sie aber in Anbetracht der Liberalisierung des Fernbusverkehrs in Deutschland zum 1. Januar 2013 ein kluger Schachzug war, werden die Reisenden entscheiden. Um die Wettbewerbsfähigkeit der Schiene zu gewährleisten und eine Chancengleichheit im Zuge der Öffnung des Fernbusverkehrs herzustellen, müssen alle Deutschen Bahnen aber nun endlich von der Mineralölsteuer und Ökosteuer auf Bahnstrom befreit werden, fordert daher Thomas Kraft, Landesvorsitzender des Hessischen Fahrgastverbandes. Damit könnten Nah- und Fernverkehr die Fahrpreise stabil gehalten, wenn nicht sogar gesenkt werden, was insbesondere für die Preisgestaltung in den Regionen von Vorteil sein könnte.

2. RMV: Exorbitante Verteuerung auf Kurzstrecken
Auch der RMV, der zumindest beim Kreisgrenzen überschreitenden Verkehr zu den teuersten Verbünden in Deutschland zählt, erhöht seine Fahrpreise kräftig, und zwar um durchschnittlich 3,9 Prozent, wobei dieser Wert nicht nach der Anzahl der verkauften Fahrkarten gewichtet wurde. Besonders hart trifft es die einkommensschwächeren Bevökerungsschichten im ländlichen Raum bei der Preisstufe 1, also bei Fahrten Innerorts bzw. zwischen den Ortsteilen von meist weniger als zwei Kilometer. Diese verteuern sich fast um 6 Prozent, bei Fahrten in die Nachbargemeinde (in der Regel Preisstufe 2, teilweise auch Preisstufe 3) beträgt die Teuerungsrate sogar bis zu 8 Prozent. Die Aufsichtsratsmitglieder der betroffenen Landkreise, die der Preiserhöhung einstimmig zugestimmt haben, hätten für ihren Bereich durchaus etwas mehr Fingerspitzengefühl an den Tag legen können, meint PRO BAHN. Für Personen, die in Ortsteilen ohne Einkaufsmöglichkeiten wohnen, fallen zukünftig für Besorgungen bei zwei wöchentlichen Fahrten satte 370 EURO pro Jahr (Anm.: Eine Jahreskarte würde â‚ 398,00 kosten) alleine an Fahrtkosten an, sofern es dort überhaupt noch zumutbare Fahrverbindungen gibt. Dass ein Aufschlag bei den Preisstufen 1 bis 3 in dieser exorbitanten HÃhe nicht notwendig gewesen wäre, belegen die Städte Frankfurt, Offenbach und Wiesbaden/Mainz, die im Aufsichtsrat darauf bestanden, dass die Aufschläge in ihrem Bereich moderater ausgefallen sind (s. Anlage 1).
Mit der Einführung der Einzel-Tageskarte für alle Preisstufen im vergangenen Jahr ist dem RMV zweifelsohne ein größer Wurf gelungen. Nach Befragungen des Fahrgastverbandes PRO BAHN konnten viele neue Fahrgäste gewonnen werden, weil jetzt das lästige Lösen einer Fahrkarte für die Rückfahrt entfällt, sich Hin- und Rückfahrt - außer in Frankfurt am Main - sogar verbilligen und sich der Fahrgast ohne Zeitlimit innerhalb der gelösten Tarifgebiete einen Tag lang frei mit Bussen und Bahnen bewegen kann (s. Anlage 2). Auch bei der Tagesgruppenkarte für fünf Personen, die sich bekanntlich bereits ab zwei Personen lohnt, hat der RMV ein unverändert attraktives Angebot aufgelegt. Die Preisaufschläge bei beiden Karten für 2013 erwecken allerdings den Eindruck, dass die Anhebungen mehr gewürfelt als denn berechnet wurden (s. Anlage 2 und 3).
Zum 1. Januar 2013 geht eine langjährige Forderung von PRO BAHN nach Auflegung einer Rentnerkarte endlich, zunächst allerdings nur als Jahreskarte und im Laufe des Jahres 2013 auch als Monatskarte, in Erfüllung. Die neue „65-plus-Karte“ bietet gegenüber der bekannten 9-Uhrkarte zahlreiche Vorteile. So kann man die Fahrt bereits vor 9 Uhr antreten, die erste Klasse dort, wo es sie gibt, benutzen und am Wochenende und an Feiertagen sogar Aufpreis frei das gesamte RMV-Gebiet bereisen. Die Mitnahmeregelung sieht die kostenlose Mitnahme eines Erwachsenen, aller eigenen Kinder, was bei Personen über 65 Jahre allerdings die absolute Ausnahme darstellen dürfte, bzw. von bis zu drei Kindern (Enkel und deren Freunde) werktags nach 19 Uhr im Gültigkeitsbereich der Karte und am Wochenende im gesamten RMV-Gebiet vor. Unverständlich bleibt auch, warum man das Alter auf 65 und nicht wie sonst in Hessen üblich auf 60 Jahre als Berechtigungsgrenze festgelegt hat (Anlage 5).
Die Preisveränderungen bei den Jahreskarten für Erwachsene entnehmen Sie der Anlage 6.
Angekündigt, aber bisher nicht bestätigt, wurde durch die Geschäftsleitung des RMV die längst überfällige Ausweitung der bisher nur für direkte Fahrten zwischen Schul- und Wohnort beschränkten Gültigkeit der CleverCard (Jahreskarte für Schüler und Auszubildende) auf das gesamte Kreisgebiet. Auch das ist und bleibt eine langgehegte Forderung von PRO BAHN, die für den RMV sogar kostenneutral umsetzbar wäre, da hierfür keine Kapazitätsausweitungen erforderlich sind, erläutert Wilfried Staub, Pressesprecher des Fahrgastverbandes PRO BAHN Hessen.
Für Staub unverständlich bleibt die beharrliche Kinderfeindlichkeit des RMV. Fahrgastverband und VCD fordern seit Jahren, die Fahrpreise für Kinder sozialverträglich wie bei der Bahn - auf 50 Prozent des Erwachsenentarifs zu begrenzen (s. Anlage 4). Für die Preisrunde 2014 wird der Aufsichtsrat des RMV hiermit nachdrücklich aufgefordert, endlich eine familien- und kinderfreundlichere Tarifgestaltung zu verwirklichen.
Schließlich moniert der Hessische Fahrgastverband, dass der RMV die seit Jahren angekündigte Tarifreform von einem auf das andere Jahr verschleppt. Auf die Einführung des Ballungsraumtickets, das Härtefälle bei Fahrten aus der Region nach Frankfurt beseitigen sollte, hatte man große Erwartungen geknüpft. Wieder ist ein Jahr vergangen, in dem das Projekt keinen Schritt weiter vorangekommen ist. Welche Blüten die Tarifmatrix des RMV so treibt, entnehmen Sie bitte der Anlage 7.
NVV und vorn
Auch der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV) in Kassel passt seine Tarife zum 9. Dezember 2012 an gestiegenen Energie- und Personalkosten an, so die Begründung der Geschäftsleitung. Die durchschnittliche Teuerungsrate beträgt hier 3,5 Prozent. Geschäftsführer Wolfgang Dippel befürchtet aber für die Folgejahre deutlich höhere Anpassungen, falls das Land Hessen nicht bereit sein sollte, dem hoch defizitären Öffentlichen Nahverkehr im schwach besiedelten Nordhessen mit landeseigenen Zuschüssen unter die Arme zu greifen. Andernfalls stehen dort massive Angebotskürzungen ins Haus.
Der dritte in Hessen im Kreis Bergstraße tätige Verkehrsverbund, der Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) erhöht seine Preise für die verschiedenen Fahrkarten erst zum 1. Januar 2013 und zwar teilweise um bis zu 9,1 Prozent.

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Kommentare zum Beitrag

Martin Wagner
2.110
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 02.12.2012 um 22:52 Uhr
Herr Thomas Kraft schrieb in seinem Artikel:

"Eine Preisanpassung ist irgendwie immer mit gestiegenen Kosten zu rechtfertigen und findet auch die Billigung des Fahrgastverbandes PRO BAHN, wenn sie denn einerseits moderat ausfällt und die Marge der allgemeinen Inflationsrate (derzeit 1,9 Prozent) nicht übersteigt."

Klingt ja irgendwie gemässigt und so regelrecht staatstragend. Aber wird das der heute anzutreffenden Situation in der BRD irgendwie gerecht. Schon heute können sich immer weniger Menschen aus der 5 A - Personengruppen (Alte, Arme, Arbeitslose, Auszubildende und Ausgegrenzten) den OEPNV leisten. Da müssen die Tarife massiv runter und um keinen Cent rauf! (Wenn schon nicht die Forderung: OEPNV-Nutzung zum Nulltarif!) Also meiner Meinung nach müssen da ganz andere Forderungen her.

Als ich vor cirka 25 bis 15 Jahren im Fahrgastverband "Pro Bahn und Bus"
(www.probahn-bus.org) aktiv war, sind wir viel offensiver an die Öffentlichkeit getreten.

Aber sie Herr Kraft sind ja auch beim Fahrgastverband "Pro Bahn" (www.pro-bahn.de/hessen).

Bitte nicht falsch verstehen: wir Deutschen neigen zur Vereinsmeierei. Das ist politisch gesehen Öfters kontraproduktiv. Ich denke irgendwann müssen sich alle Fahrgastverbände (und ausser den zwei angesprochenen soll es ja noch mehr geben ...) die alten Grabenkämpfen vergessen und zu einer starken Organisation zusammenschliessen. Denn das können die Herrschenden prima: Teilen und herrschen!

Aber mit einer solchen Forderung (gemeint ist hier von mir z.B.: Preisanstieg nur in Höhe der Inflationsrate) "locken sie niemand hinter den Ofen hervor". Da bleiben sie in dem Kreis der bisher Aktiven. Und wie wollen sie so gegenüber den Betonköpfen in der Politik ihre sachlich ja sehr vernünftigen Vorstellungen durchzusetzen.

Massenbasis sieht anders aus.
Karl-Ludwig Büttel
3.229
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 03.12.2012 um 11:06 Uhr
Ich bin seit Jahren Bahnfahrer. Als Pendler ist man sich doch bei der Bahn nur in einem sicher. Das ist die Preiserhöhung zur Umstellung des Winterfahrplanes. Es werden immer Verbesserungen versprochen. Die neuen Züge, das wurde aber an anderer Stelle schon beschrieben genannt Mittelhessenexpress, sind ein Zustand für eine gesunde Wirbelsäule. Die Sitze zu schmal und die Rücklehne zu hart. Das einzige was pünktlich ist die die genannte Preiserhöhung. Ansonsten weiterhin und immer noch häufig zu spät, zu voll und Heizung oder Klimaanlage kaputt. Es ist nichts zu erkennen was die jährlichen Preissteigerungen rechtfertigt.
Wie stellen Sie sich den Aufstand der auf die Bahn angewiesenen Pendler denn vor Herr Wagner. Wir bleiben alle von der Arbeit zu Hause oder nehmen das Auto? Und zum Nulltarif wie soll das denn gehen, wenn ich eine Leistung beanspruche muss ich auch dafür bezahlen.Es kann ja nicht sein, dass dafür die Allgemeinheit aufkommt oder wie denken sie sich das?
Martin Wagner
2.110
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 03.12.2012 um 17:27 Uhr
Ganz kurz (dazu gäbe es sehr viel zu schreiben) zu Herrn Büttel aus Hungen zu einigen seiner Sätzen:

"Wie stellen Sie sich den Aufstand der auf die Bahn angewiesenen Pendler denn vor Herr Wagner?" Wir bleiben alle von der Arbeit zu Hause oder nehmen das Auto?"

Bei einer Massenbasis (davon sprach ich ja) sind Streikaktionen immer sehr erfolgreich. Ich gebe ihnen aber recht, dass es sehr schwer ist die doch wirklich nicht homogene Gruppe der Nutzer des OEPNVs (neben den von mir angesprochenen 5 A - Personengruppen gibt es ja noch die Gruppe der Natur- bzw. Umweltfreunde, der "Das-rechne-ich-mir-mal-genau-durch", die Glücklichen, welche mit einer OEPNV-Verbindung schlicht und einfach schneller sind, ...... etc.! Alle diese Menschen auf einen Termin zu einigen, das dürfte sehr schwer werden.

Was ich in meinem Kommentar eher vor Augen führen wollte war, dass als erster Schritt zur Bildung einer Massenorganisation der OEPNV-Nutzer zuerst mal die vereinsmäßige Zersplitterung der jetzt schon existierenden Fahrgastverbände stehen sollten. Gelingt dies werden die Organisierten sicher ihre berechtigte Frage zu ihrer Zufriedenheit beantworten.

"Und zum Nulltarif wie soll das denn gehen, wenn ich eine Leistung beanspruche muss ich auch dafür bezahlen."

Herr Büttel, ich habe damals (wie gesagt ist schon länger her und da waren politisch gesehen noch andere Zeiten ...) innerhalb des Verbandes nicht die Forderung nach dem sofortigen Einführung des Nulltarifs für den OEPNV gefordert. (Als Fernziel in einer nichtkapitalistischen Gesellschaft ist da natürlich selbverständlich.) Weiter links stehende Kräfte waren "aber damit unterwegs". In den jetzigen politischen Gesamtsituation wäre das setzen dieser Forderung auf die Tagesordnung eher kontraproduktiv, da sie den bürgerlichen Teil der OEPNV-Nutzer vor den Kopf stossen würde. (Und der wird nun mal gebraucht um die Massenbasis zu erreichen.) Ich erwähnte das eben im Gedenken an (auch für mich persönlich) bessere Zeiten vor 25 bis 15 Jahren. (Ja ich gebe zu, manchmal bin ich etwas sentimental.)

"Es kann ja nicht sein, dass dafür ((für die Nutzung des OEPNVs mw)) die Allgemeinheit aufkommt oder wie denken sie sich das?"

Herr Büttel - nicht das ich die Diskussion scheue - aber für was die Allgemeinheit aufkommen soll (ohne dafür einen direkten Gegenbetrag einzufordern) und für was nicht - auweiha da "machen sie ein riesengroßes Fass auf". So wie ich sie politisch einschätze sind sie ein Bürgerlicher. Da dürfte es sehr schwer werden auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. Nur ein klitzekleiner Einwand Herr Büttel: Wenn sie mal eine ruhige Minute haben, vielleicht überlegen sie was zur zeit ohne Gegenleistung von der Allgemeinheit finanziert wird. Und als Linker - das erlaube ich mir jetzt einmal - frage ich natürlich: wem nützt diese kostenlose Dienstleistung.

Sollte ihre Frage spezieller nach meinen Vorstellungen zur technischen Machbarkeit gestellt worden sein, gibt es - obwohl ihnen das wahrscheinlich illusiorich vorkommt - eine einfache Antwort: Wir erkämpfen eine nichtkapitalistische Gesellschaft und da kann jeder kostenfrei ein gutes OEPNV-Angebot nutzen, weil dafür genügend Geld da ist. (Ich will keine Propaganda treiben und erspare mir den Hinweis wer dafür in Zukunft kein Geld "nachgeworfen" bekommt.) Aber, wie geschrieben, die Forderung nach dem Nulltarif gehört in diesen politischen Zeiten als Fernziel propagiert und bis dahin (um auf den Artikel zurück zu kommen) die Forderung: drastische Denkung der Tarife (und nicht so etwas, wie Tarifgerhöhungen in maximal bis Inflationsrate).
Karl-Ludwig Büttel
3.229
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 03.12.2012 um 20:18 Uhr
Den Forderungen nach drastischen Senkungen bzw. nach einen bezahlbaren ÖPNV stimme ich zu.
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