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Die Wechseljahre - eine spannende Zeit in der Lebensmitte

Herbstlaub (Fotolia, gekauft)
Herbstlaub (Fotolia, gekauft)
Lahnau | Die Wechseljahre zeigen einmal mehr, dass es in unserem Leben keinen Stillstand gibt, sondern dass wir einem ständigen Wandel unterworfen sind.
Sie sind ein Übergangstadium in eine neue Lebensphase – ähnlich wie es die Pubertät für den Übergang zwischen Kindheit und Erwachsensein bedeutet.

Vieles was uns als Frau in der ersten Lebenshälfte belastet und gehemmt hat, können wir jetzt hinter uns lassen. Wir sind frei für Neues!

Es geht also keineswegs bergab, sondern eher hinauf - beispielsweise zum Gipfel einer neuen Karriere oder zu neuen Aufgaben.

Mittlerweile setzt sich auch in unserem Kulturkreis immer mehr die Erkenntnis durch, dass Altern auch etwas Schönes sein kann, dass es den Menschen nicht wertloser sondern wertvoller macht, weil er an Reife, Weisheit und Gelassenheit gewinnt.
Höhen und Tiefen unseres Daseins haben mittlerweile auch die ersten Spuren in unseren Gesichtern hinterlassen. Sie künden davon, dass wir das Leben in vielen Facetten kennen lernen durften – welch ein Reichtum!

Die Wechseljahre setzen nicht schlagartig ein, sondern sie kommen langsam etwa 7 Jahre vor der letzten Periode und gehen auch wieder langsam bis zu 7 Jahren nach der letzten Periode.

Mehr über...
Östrogene (1)Wechseljahre (2)Menopause (2)Klimakterium (1)Frau (13)Ernährung (65)
Diese Zeitspanne umfasst den gesamten Umstellungsprozess und kann zeitweise – aber nicht zwingend – von verschiedenen körperlichen Symptomen begleitet sein.
Manche Frauen erleben alle Symptome als sehr ausgeprägt und leiden auch sehr darunter. Andere vergießen kein Schweißtröpfchen, schlafen lange und tief und gelangen ohne Probleme in die zweite Lebenshälfte.

Zwischen diesen beiden Extremen sind nahezu alle Varianten möglich, und keine ist krankhaft, denn die Wechseljahre sind keine Krankheit.

Die deutlichsten Anzeichen dafür, dass die Wechseljahre begonnen haben sind zum Beispiel Zyklusschwankungen, Hitzewallungen, Schlafstörungen, Gewichtszunahme, Muskel-und Gelenkschmerzen aber auch eine Veränderung bzw. Schwankung der Gemüts- und Stimmungslage, nämlich manchmal „himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt“ sein

Wichtig ist in dieser Zeit eine gute Gesprächskultur – der offene Umgang mit anderen Frauen, der Austausch von Erlebnissen, Erfahrungen und Gefühlen.

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist in dieser Lebensphase ebenfalls von großer Bedeutung. Unser Körper braucht Vitamine und Mineralstoffe für den Stoffwechsel und als Nährstoffe für seine Organe. Besonders wichtig ist die Aufnahme von Vitamin C, D, E und ²-Carotin, die als „Radikalfänger“ unseren Körper besonders wirksam gegen Krankheiten schützen.

Diverse Pflanzen wie die Sojabohne enthalten zudem Substanzen (Phytoöstrogene), die ähnliche wie körpereigene Östrogene wirken und die helfen können Wechseljahrbeschwerden zu lindern.

Ausreichende Bewegung stärkt Herz und Kreislauf, bringt den Darm in Trab, mildert Hitzewallungen, ist gut für die Haut, lässt uns besser schlafen und stärkt letztendlich auch die Knochen und beugt so Osteoporose vor. Es ist schon völlig ausreichend, wenn man eine halbe Stunde täglich an der frischen Luft verbringt.

Frauen stellen oft sehr hohe Anforderungen an sich selbst. Wir verlangen von uns perfekt sein zu müssen und reibungslos zu funktionieren – im Haushalt, im Beruf, mit den Kindern oder dem Partner. Richtig abschalten fällt dann oft schwer und die Entspannung kommt zu kurz.
Machen Sie sich klar: Niemand ist perfekt, und niemand muss perfekt sein – auch Sie nicht!
Gönnen Sie sich zwischendurch auch immer etwas Gutes für sich selbst.
Schon Erich Kästner sagte:
„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen innere Stärke und Mut, um Ihre Wünsche und Interessen zu zeigen und zu verwirklichen.

Ihre Jutta Achenbach

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Kommentare zum Beitrag

Birgit Hofmann-Scharf
9.630
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 04.10.2012 um 10:56 Uhr
Ein Thema, welches von vielen Menschen tabuisiert wird, trotzdem alle etwas angeht.

Jedoch mit dem Satz "Frauen stellen oft sehr hohe Anforderungen an sich selbst" bin ich nicht ganz konform. Das Umfeld (!) verlangt den Frauen meist eine Perfektion ab, eine Vielseitigkeit, die nur mit Stress verbunden ist.
Eben dieser Stress mindert die Wechseljahr-Symptome
( und vieles mehr ) nicht wirklich.

Danke für Ihren Bericht !
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von:  Jutta Achenbach

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Jutta Achenbach
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