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Hunderte Besucher erlebten Einblick in die Antike

Das Wort des Centurio!
Das Wort des Centurio!
Lahnau | Die Legionäre standen bereit. In voller Rüstung, mit Schild und Pilum, den römischen Wurfspeeren, postierten sie sich hinter zwei Spitzgräben jenseits des Forumgebäudes. Oben auf den Hügeln reihten sich säuberlich eingeschlagen die Schanzpfähle der Legio I GERMANICA. Vor dem eingerichteten Lager versammelten sich immer wieder interessierte Besucher, die ihren Weg am Tag des offenen Denkmals in das Römische Forum Waldgirmes gefunden hatten. Zahlreiche Fragen wurden gestellt und von den Legionären geduldig beantwortet. Die Fragen betrafen nicht nur das römische Militär, sondern auch die einzigartige römische Geschichte von Waldgirmes, die vor mehr als 2.000 Jahren begann. Dass die Siedlung bereits 3-4 vor Christus erbaut wurde, ergaben archäologische Holz-Funde aus einer Brunnengrabung. Diese waren dank des Grundwassers so gut konserviert, dass Dr. Thorsten Westphal vom Dendrochronologischen Labor in Frankfurt das Alter der Hölzer exakt bestimmen konnte. „Es bedarf für die erfolgreiche Datierung mindestens 50 Jahresringe“, so Dr. Westphal, der mit interessanten Vorträgen zu seiner Arbeit die Besucher fesselte. Dazu präsentierte er einige mitgebrachte Holz-Proben und mikroskopische Analysen, mit denen er seine Ausführungen anschaulich erläuterte. „Sogar verkohltes Holz kann analysiert werden“, so Westphal weiter. „Die Jahresringe bleiben erhalten, auch wenn das Holz geschrumpft ist. Wichtig ist, dass das Holz bei der Bergung an einem Stück erhalten bleibt.“ An einem Stück und rekonstruiert bestaunten die Besucher eine römische Sänfte. Diese war bereits beim Hessentagsumzug in Wetzlar im Einsatz und diente den Besuchern als beliebtes Fotoobjekt. Ebenfalls beeindruckend war ein ausgestelltes, großes Holzfass. Diese dienten den Römern als Brunnenstube zur Gewinnung von Trinkwasser. Und in solch einem Fass wurde im Jahr 2009 der bronzene Pferdekopf in 11 Meter Tiefe gefunden. Das diesjährige Thema „Holz“ durchzog die gesamte Veranstaltung im Römischen Forum Waldgirmes, zu der an diesem Tag 600 Besucher kamen, darunter viele Kinder. Der Förderverein Römisches Forum Waldgirmes hatte sich speziell für die Jüngsten einiges ausgedacht. Sie erfuhren, wie ein römisches Fachwerk entsteht und durften selbst die warme Lehm-Stroh-Mischung anbringen. Das Team der RöMinis bastelte mit den Kindern Schilde, Ehrenabzeichen, Feldzeichen und Mosaike. Dank den Ehrenamtlichen des Fördervereins, den Legionären, des Teams der Haustädter Mühle und den befreundeten Vereinen war der Tag des offenen Denkmals in Waldgirmes eine schöne Gelegenheit für die ganze Familie, in die römische Antike einzutauchen und Geschichte zum Anfassen zu erleben.
Weitere Informationen: www.roemisches-forum-waldgirmes.de

Das Wort des Centurio!
Das Wort des Centurio! 
Legionäre und ziviles Volk vor Kaiser Augustus
Legionäre und ziviles... 
Deckung vor dem Spitzgraben
Deckung vor dem... 
Römische Sänfte
Römische Sänfte 
Kinder beim Basteln von Feldzeichen
Kinder beim Basteln von... 
Ein römisches Fachwerk entsteht
Ein römisches Fachwerk... 
Auch die Kinder durften Hand anlegen
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Dr. Westphal während des Vortrages zu Dendrochronologie
Dr. Westphal während des... 
Dr. Westphal mit einer Holzprobe
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Kommentare zum Beitrag

Nicole Freeman
10.704
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 14.09.2012 um 06:35 Uhr
danke fuer den artikel schoen geschrieben und tolle bilder
Susanne Burzel
163
Susanne Burzel aus Lahnau schrieb am 14.09.2012 um 18:41 Uhr
Es war wirklich eine tolle Veranstaltung bei bestem Wetter! Hat Spaß gemacht. Und es war für jeden was dabei. Besonders die Kinder sind sehr stolz mit ihren Feldzeichen durch das Gelände gelaufen:-)
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von:  Förderverein Römisches Forum Waldgirmes e.V.

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