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Besuch der Europäischen Weltraumorganisation

JU-Gruppe vor der ESA in Darmstadt mit den Verbandsvorsitzenden Sven Ringsdorf (4. von links) und Jan Ludwig (5. von rechts)
JU-Gruppe vor der ESA in Darmstadt mit den Verbandsvorsitzenden Sven Ringsdorf (4. von links) und Jan Ludwig (5. von rechts)
Lahnau | Junge Union (JU) informiert sich im Europäischen Raumflugkontrollzentrum.

Zwanzig Mitglieder und Freunde der Jungen Union (JU) Solms-Braunfels-Leun und Jungen Union Lahnau haben am Freitag, 04. November 2011, das Europäische Raumflugkontrollzentrum (ESOC) der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) in Darmstadt besucht.

Während eines 90-minütigen Rundganges wurden die Teilnehmer über die Einrichtung geführt und erhielten zahlreiche Einblicke in die unterschiedlichen Tätigkeitsfelder der Behörde.

Die jungen Christdemokraten erfuhren, dass die ESA von 19 Mitgliedsstaaten getragen würde und über ein jährliches Budget von 4 Milliarden Euro verfüge. Am Standort Darmstadt würden seit 1967 u.a. die europäischen Satelliten überwacht und Bodenstationen betreut.

Die Verbandsvorsitzenden, Sven Ringsdorf (Solms-Braunfels-Leun) und Jan Ludwig (Lahnau), zeigten sich erstaunt von den vielfältigen Tätigkeitsbereichen der hessischen Behörde. Aus Darmstadt würden so u.a. Missionen zu verschiedenen Planeten gesteuert, wie beispielsweise der Mars Express, der Spuren von Wasser auf dem Mars entdeckte. Außerdem würden auch Erdbeobachtungen durchgeführt. Diese gäben Rückschlüsse auf den Klimawandel sowie der Wetterbeobachtung.

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Seit 2005 werde das Galileo-Programm betreut. Bis 2013 würden dazu dreißig Satelliten die Erde umkreisen und das System 2014 in Betrieb gehen können. Das System, dass das GPS-System der USA ablösen soll, wird der sattelitengestützten Navigation dienen. Des Weiteren wird Galileo für Such- und Rettungsdienste zur Verfügung stehen.

Auch Bereiche der Internationalen Raumstation (ISS) würden aus Darmstadt betreut. Aus dem Hauptkontrollraum könne man direkten Kontakt dahin aufnehmen. In regelmäßigen Abständen würden von europäischem Territorium nahe des Äquators im Weltraumbahnhof Französisch-Guayana Raketen mit Material für die ISS ins Weltall geschickt. Diese werden aus Darmstadt gesteuert.

Zum Anschluss gab es noch Informationen zur Funktionsweise eines Satelliten, ohne den Smartphones, internationale Telefongespräche und Computersysteme nicht funktionieren würden.

„Die Arbeit der Europäischen Weltraumbehörde leistet einen wichtigen und wertvollen Beitrag zur Verbesserung der internationalen, digitalen Infrastruktur“, so Ringsdorf und Ludwig.

„Wir wünschen uns, dass auch Schulen aus dem Lahn-Dill-Kreis das Angebot der Europäischen Weltraumbehörde in Darmstadt wahrnehmen und sich anschaulich die Arbeit der Behörde erklären ließen. So wird Unterricht noch anschaulicher und Zusammenhänge begreifbarer“, so der abschließende Appell der Verbandsvorsitzenden.

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