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Lahnauer SPD besichtigte Mehrgenerationenobjekt in Löhnberg

Bürgermeister Dr. Frank Schmidt (SPD/rechts) erläutert den Gästen aus Lahnau das Generationenobjekt in Löhnberg.
Bürgermeister Dr. Frank Schmidt (SPD/rechts) erläutert den Gästen aus Lahnau das Generationenobjekt in Löhnberg.
Lahnau | Eine Fahrt nach Löhnberg stand auf der Tagesordnung der Lahnauer SPD am Dienstag, den 15. März zu der alle Mitbürgerinnen und Mitbürger eingeladen waren. Lahnauer SPD-Gemeindevertreter/innen sowie Kandidatinnen und Kandidaten, ebenso parteiungebundene Frauen und Männer machten sich auf den Weg in die 30 km entfernte Gemeinde mit der Burgruine.

Der Löhnberger Bürgermeister Frank Schmidt (SPD) empfing die Lahnauerinnen und Lahnauer in einer anderen Form der kommunalen Einrichtungen. Mitten im Ortskern der 4.500-Seelen-Gemeinde an der Lahn nahe Weilburg ist in einer vormals herunter gekommenen kommunalen Liegenschaft ein Mehrgenerationenprojekt entstanden. Früher residierten dort der Gemeindebauhof und die Feuerwehr in dem Anfang des 20. Jahrhunderts errichteten Gebäude.

Nun ist in dem hofreitenartig gegliederten Gebäudekomplex ein Mix aus kommunalen Einrichtungen entstanden, wovon die Einwohnerinnen und Einwohner direkt profitieren. Im einen Gebäudetrakt ist eine Bücherei engerichtet, worin die Menschen ihre nicht mehr benötigten Bücher abgeben und neue dauerhaft mitnehmen können. Außerdem ist eine Büchersammlung vornehmlich für Kinder entstanden. Darüber im Dachgeschoss ein kleiner Funktionsraum, worin Spiele, Gymnastikübungen und ähnliches durchgeführt werden.

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Im gegenüberliegenden Komplex ist ein Werkraum, worin Kinder und Jugendliche an Werkbänken die technischen Voraussetzungen erlernen, die sie für praktische Arbeiten im späteren Leben, vielleicht auch für den Beruf, brauchen. Nebenan eine mit Holz betriebene Heizung. Sie ist Bestandteil eines Gesamtkonzepts Fernwärme mit der nahe liegenden Volkshalle. Hierüber werden demnächst 70 Haushalte ihre Heizwärme beziehen.

Herausragendes Objekt ist der Querbau im Gesamtensamble. Hier ist unten ein großer Essraum mit einer kleinen Küche angesiedelt. Über diese Einrichtung werden die Kinder der naheliegenden beiden Kindergärten und der Löhnberger Grundschule mit einer Mittagsmahlzeit versorgt. Wer als älterer Mitbürger das Mittagessen in Anspruch nehmen möchte, kann dies für einen kleinen Preis tun. Das Essen wird in Form von Catering durch das naheliegende Kreiskrankenhaus angeliefert.

Darüber angesiedelt ein Versammlungsraum, welcher von Vereinen, von den Gemeindegremien und natürlich vom Mehrgenerationenprojekt genutzt wird. Der Raum findet reges Interesse. Entspricht der doch der Größenordnung bzgl. Personenzahl, die man oftmals benötigt, im Gegensatz zu der viel größeren Volkshalle.

In dem Mehrgenerationenobjekt in Löhnberg wird dies auch aktiv gelebt. Ortsansässige ältere Bürgerinnen und Bürger ergänzen die Ganztagsbetreuung der Kinder und Jugendlichen z.B. durch praktische Kursangebote, durch Hausaufgabenhilfe. Die örtlichen Vereine, insbesondere Sportvereine, sind in die Ganztagsbetreuung eingebunden und bieten sportliche Angebote für Kinder während der Betreuung am Tag an, anstatt sie abends noch zusätzlich zu beanspruchen.

Die Eindrücke, die die Reisegruppe aus Lahnau mitnehmen konnte, waren durchaus positiv. Es ist klar, dass das Löhnberger Modell nicht 1 zu 1 auf Lahnau übertragbar ist. Dabei weichen die gewachsenen Strukturen von Bürgerhaus, Dorfgemeinschaftshaus und weiteren vereinsbezogenen Häusern zu sehr ab. Auch gibt es in den kommunalen Kindergärten in Lahnau schon Essensangebote zum Mittag. Lahnau hat Entwicklungspotentiale, die die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten nutzen wollen. Dabei können einzelne Projekte und Aspekte des Löhnberger Mehrgenerationenmodells durchaus auch in Lahnau nachhaltig umsetzbar sein.

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