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"Es war die Nachtigall und nicht die Lerche"

von Otmar Busseam 27.04.2019473 mal gelesen3 Kommentare
Lahnau | ... so heißt es in Shakespeares Romeo und Julia, doch am Freitag, den 26.04. konnten sich die Vorstandsmitglieder von „Schützt die Lahnaue“ e.V. während einer Vogelstimmenwanderung vom Gesang beider, von Nachtigall und Lerche überzeugen.
Colin, ein junger Mann mit feinem Gehör, geschultem Blick und einem erst kürzlich bei der staatlichen Vogelschutzwarte in Frankfurt absolviertem Praktikum, ließ die Teilnehmer zum Erkennen der Vogelstimmen vielfach innehalten, um zu erklären wer da singt.
Vom Warnruf der Amsel, die durch das Krächzen einer Elster auf sie aufmerksam geworden war, bis hin zum Zilpzalp, der unentwegt seinen Namen rief, reihten sich die wahren Sangeskünstler, wie Nachtigall und Grasmücken in den Reigen ein, um ihr Gesangsrepertoire zu präsentieren.
Von A-Z konnten folgende Vogelarten gehört und zum Teil auch gesichtet werden: Amsel, Blaumeise, Buchfink, Elster, Feldlerche, Gartenbaumläufer, Gartengrasmücke, Gartenrotschwanz, Gimpel, Grünfink, Grünspecht, Heckenbraunelle, Kernbeißer, Klappergrasmücke, Kohlmeise, Mönchsgrasmücke, Nachtigall, Rotkehlchen, Star, Zaunkönig und Zilpzalp. Manche Arten waren mehrfach zu hören und steckten mit ihrem Gesang ihre Reviere ab, oder warben um die Gunst der Weibchen.
Voraussetzung für diese Artenvielfalt ist das Vorhandensein von entsprechendem Lebensraum. Dieser ist, wie das Ergebnis der Vogelstimmenwanderung, die entlang der Bahntrasse der ehem. Kanonenbahn in der Gemarkung Lahnau führte, deutlich aufzeigte, dort, wo der Mensch seit Stilllegung des Bahnverkehrs nicht in die Rückeroberung der Natur eingegriffen hat, am vielfältigsten vorhanden.
Nachdem im Anschluss auch der bereits bearbeitete Abschnitt der Bahntrasse besucht wurde, war deutlich hör- und erkennbar, dass die größere Vielfalt im naturbelassenen Bereich vorzufinden ist – so auch die neutrale und unvoreingenommene Einschätzung des Vogelkundlers, der die Vogelstimmenwanderung leitete.

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Kommentare zum Beitrag

Wolfgang Heuser
7.940
Wolfgang Heuser aus Gießen schrieb am 28.04.2019 um 09:55 Uhr
Eine gute Zeit ist das im Moment um die Vogelstimmen zu erkunden, das war eine ganze Menge. Mal sehen wie es bei uns in der nächsten Woche im Lohraner Revier so aussieht!

Morgens wenn es noch dunkel ist, kann man auch vor der eigenen Haustüre etliches an Vogelstimmen hören, sowie heute Morgen!
Otmar Busse
837
Otmar Busse aus Lahnau schrieb am 28.04.2019 um 14:32 Uhr
Ja Herr Heuser, es war eine ganz ansehnliche Zahl und Vielfalt die wir erkennen konnten. Leider, oder eigentlich muß man ja in Anbetracht der Trockenheit "Gott sei Dank" sagen, fing es an zu regnen und so konnten wir nicht die gesamte Strecke abgehen.
Bei meinem gestrigen Spaziergang entlag des gleichen Weges, kamen noch ein gemischter Trupp aus Hänflingen und Stieglitzen dazu, die sich offenbar an den ersten verblühten Löwenzahnblüten mit unreifen Sämereien versorgten.
Wolfgang Heuser
7.940
Wolfgang Heuser aus Gießen schrieb am 28.04.2019 um 19:32 Uhr
Heute war ich seit längerer Zeit wieder mal im Gelände und konnte mir so meine Gedanken über die Natur machen. Dazu fiel mir ein Auszug von einem Buch über den schleichenden Tod der Arten, von Ernst Paul Dörfler bei uns im Naturkundehaus so auf. Es ist schon erschreckend, wenn man im Wald die sterbenden Fichten so sieht und den Lebensraum auf den Feldern sieht, es wird für die Insekten und Wildvögel immer schlechter! Vielleicht werde ich darüber noch ein Beitrag machen, aber es fällt mir immer schwerer hier meine Gedanken rüber zu bringen.
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