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"Die Kinder werden hier missbraucht"

Lahnau | Es ist der Einsatz von Glyphosat auf der ehemaligen Bahntrasse der Kanonenbahn, der viele Eltern mit etwa 40 Kinder auf den Plan gerufen hatte, um vor Beginn der Gemeindevertretersitzung gegen die weitere Verwendung des Gifts zu demonstrieren.
Vorausgegangen war die Fällung von rund 90 Robinien, deren Baumstümpfe gegen Wiederaustrieb mit dem glyphosathaltigen Herbizid "Round up", behandelt wurden, sowie ein Antrag der Wählergemeinschaft geo, der den sofortigen Stopp forderte.
Viele der Kinder haben ihre Schilder selbst gemalt und recken sie im Sitzungssaal den Politikern mit Stolz entgegen. Auch "Schützt die Lahnaue" hatte seine Mitglieder zur Teilnahme aufgerufen und so waren es über 100 Teilnehmer die dem Aufruf gefolgt waren.
Eine Situation die auf der anderen Seite sichtlich Unbehagen erzeugte worauf hin der Sitzungsleiter gleich zu Beginn ankündigte, den Saal räumen zu lassen, wenn hinten nicht völlige Ruhe gehalten würde. Eine Begrüßung der anwesenden Bürger überging er. Es kam wie es kommen musste, bereits nach den ersten Redebeiträgen der Befürworter für weiteren Einsatz des Herbizids, kochten die
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Emotionen hoch. Besorgte Eltern, deren Kinder den "Schacht" als Spielplatz entdeckt haben, können in Anbetracht der Sorglosigkeit und Verharmlosung seitens der Redner, nicht mehr die geforderte Ruhe einhalten und es gibt Zwischen-und Buhrufe. Zu recht !
Völlig überfordert passiert CDU-Parlamentarier Michael Mondre dann der Lapsus und Ausraster, sich in Richtung Eltern und Besucher zu wenden um ihnen mit erhobenen Armen wild gestikulierend zuzurufen "Die Kinder werden hier missbraucht, denn sie wissen nicht um was es geht".
Der Sidepunkt war erreicht und es kommt zu Beschimpfungen von beiden Seiten.
Nach mehr als einer Stunde verlangt dann CDU-Chef Ronald Döpp nach einer Pause.
Nach leichter Abkühlung stellt wiederum Ronald Döpp den Antrag eine Rückverweisung des geo-Antrages ind den Umweltausschuss. SPD und CDU waren sich einig und stimmten mit ihrer Mehrheit gegen geo und FW/FDP.
Eine Entscheidung, die unzufriedene Bürger hinterlässt und für viele der Gäste ein neues Meinungsbild von Feiglingen hinterlässt, die Face to Face mit dem Bürger, die Hand nicht heben wollten.
Ein ausgesprochenes Trauerspiel von SPD und CDU, deren Parteigenossen nicht nur durch auffälliges, bis hin zu ausfälligem Verhalten, einmal mehr bewiesen haben, dass Versprechen wie "Bürgernähe" und sich für den "Umweltschutz einsetzten wollen", nur Floskeln sind, deren Gültigkeiten mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum versehen sind, welches nach den Wahlen endet.

 
 
 

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Kommentare zum Beitrag

Birgit Hofmann-Scharf
10.314
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 11.11.2018 um 15:11 Uhr
Shame on you! ( Danke für den Beitrag, Otmar)
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Otmar Busse

von:  Otmar Busse

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Otmar Busse
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