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Mitgliederversammlung im Römischen Forum Waldgirmes

Wilfried Paeschke, Daniel Rumpf, Rainer Grabowski
Wilfried Paeschke, Daniel Rumpf, Rainer Grabowski
Lahnau | Nach den Berichten der einzelnen Vereinsbereiche kristallisierte sich ein Konsens heraus: Das Unverständnis darüber, dass es in Waldgirmes kein Besucherzentrum gibt. Dabei ist bemerkenswert, dass diese Enttäuschung von angereisten Besuchern und befreundeten Gruppen, die man in ganz Deutschland besucht, geäußert wird.

Gerade die Legionärsgruppe des Fördervereins Römisches Forum Waldgirmes hat sich im ganzen Bundesgebiet einen Namen gemacht, so buchte man diese in Würzburg, Kempten und Salzwedel für Auftritte. Die 14 Legionäre nehmen aber auch regelmäßige Termine in der heimischen Region wahr, wie in Driedorf oder in Pohlheim oder bei unserem Römertag mit 2.000 Besuchern, berichtete Hartmut Krämer. Doch ein besonderer Höhepunkt erwartet die Legionäre im Juni: Die Fahrt auf dem römischen Kriegsschiff "Lusoria" bei Karlsruhe.

Trotz der vielen Auftritte haben sich zwei bereits sehr aktive Vereinsmitglieder für eine Vorstandsposition zur Verfügung gestellt: Daniel Rumpf, Legionär seit der ersten Stunde und Rainer Grabowski, dessen Sohn ebenfalls seit langer Zeit Legionär ist, wurden einstimmig als Beisitzer in den Vorstand gewählt.

Einige Legionäre haben schon klein angefangen als "RöMinis". Hildegard Wille ist gemeinsam mit Tamara Barnusch nun schon seit 8 Jahren verantwortlich für die Kindergruppe. Sieben- bis 14-Jährige kochen, spielen und basteln gemeinsam, die römische Geschichte bietet viel zu diesem Thema. Ein besonderes Projekt ruft derzeit sogar die Presse auf den Plan: Die Herstellung eines kleinen Animationsfilms. Mit großem Spaß sind die Kinder am Werk und freuen sich jetzt auf den Besuch von Radio FFH.

Dass Jugendarbeit ein wichtiges Thema ist, ist vor allem Hildegard Wille zu verdanken. Sie kümmert sich zusammen mit Carmen Schmitt um Ferienspiele, macht Führungen für Schulklassen und Kindergärten und beteiligt sich an Projekttagen in Schulen. So kommt es auch regelmäßig zu Anfragen für Schulpraktika - eine Schülerin der Herderschule absolvierte kürzlich ihres in Waldgirmes.

Seit März finden wieder öffentliche Führungen statt. Das Interesse der Besucher aus der näheren Region steigt, berichtete Tamara Barnusch, die Führungen seien gut besucht. Doch auch hier kommt immer wieder die Frage auf, warum es kein Besucherzentrum gibt.

Darauf hat der erste Vorsitzende Wilfried Paeschke eine Antwort. Denn mit einem Angebot
eines Holzbauunternehmens stehen mittlerweile Kosten von 700.000 Euro auf dem Plan. Das sind 100.000 Euro mehr, als der Förderverein derzeit stemmen kann. Nun soll trotzdem - um weitere Angebote einholen zu können - ein vermaßter Architektenplan in Auftrag gegeben werden. Einen Schritt weiter in Richtung Besucherzentrum, denn man ist guter Dinge, dass bis Ende des Jahres eine Lösung gefunden wird.

Doch zunächst ist da noch die Sache mit dem Pferdekopf. Im September soll ein letzter Gerichtstermin die Entscheidung bringen und den Weg für eine Erstpräsentation des Pferdekopfes in Waldgirmes ebnen, ehe er auf der Saalburg dauerhaft ausgestellt wird. Dann, so hofft Paeschke, wird es einen neuen Schub geben in Richtung Spenden, um das Besucherzentrum zeitnah verwirklichen zu können und die Besucher und Schulklassen, die u. a. von weit her kommen, angemessen und vor Ort über die einzigartige römische Geschichte in unserer Heimatgemeinde informieren zu können.

Wilfried Paeschke, Daniel Rumpf, Rainer Grabowski
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