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Kunst in der Lahnaue

Nein, es ist kein galaktisches Kassenhäuschen
Nein, es ist kein galaktisches Kassenhäuschen
Lahnau | Über Kunst und das Verständnis für Objekte, die von ihren kreativen Gestaltern häufig erklärungsbedürftig zur Schau gestellt werden, kann man bekanntlich streiten. Spätestens nachdem ein Hausmeister das "Kunstwerk" des deutschen Künstler Joseph Beuys nicht verstanden und entfernt hatte, weiß man, Kunst kann zum Streit führen. Streit, der in diesem Fall sogar zum Prozess führte. Das Kunstwerk bestand aus 5 kg Butter die Beuys in einer Raumecke "installiert" und der "sorgfältige" Hausmeister entfernt hatte.

Nun hat die Kunst, besser gesagt das Institut für Kunstpädagogik der Uni Giessen, die Lahnaue als "spannenden Naturraum" für die Auf- Ausstellung von Exponaten entdeckt. Unterstützt wird die als"künstlerische Intervention" bezeichnete Aktion, bzw. deren Seminare, von der Lahnpark GmbH.
Aus diesem Grund spricht man auch nicht weiter von Kunst in der Lahnaue, sondern "die Kunst endeckt den Lahnpark" ( ... so ein unter gleicher Überschrift lautender Artikel in der WNZ ) . Auch der Titel eines der Kunstpädagogikseminare lautet " Expedition Lahnpark".

Doch wo ist der Lahnpark ? Es gibt keinen Lahnpark und ich
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Naturschutz (248)Kunst (500)
zitiere die Aussage Herrn Professor Dr. Dr. h.c. Kuntz ( Ehrenvorsitzender der Bürgerintitative "Schützt die Lahnaue e.V." aus einem Interview mit dem GAZ vom 27.7.17 : "Immer wieder wird seitens dieser GmbH versucht,der Öffentlichkeit den Begriff "Lahnpark" durch ständigen Gebrauch als Tatsache einzuprägen. Vielleicht aber auch um die Bürgerintiative zu ermüden und letztlich resignieren zu lassen.
Wir als BI stellen jedoch unentwegt fest: Es gibt keinen Lahnpark, und wir werden allen Versuchen, in diese Richtung Tatsachen zu schaffen, kompromisslos Widerstand entgegensetzen."
Und zum Thema Kunst in der Lahnaue: Dazu möchte ich ebenfalls eine Aussage von Herrn Prof. Kuntz zitieren: "Auch bestehen keine Einwände gegen Kunst in der Natur. Wohl aber gegen Kunst in Naturschutzgebieten, denn diese sind an sich die beste "Kunst".
Dem ist nichts hinzuzufügen !

Nein, es ist kein galaktisches Kassenhäuschen
Nein, es ist kein... 
... und es ist auch kein Ansitz für Beobachtungen oder jagdliche Zwecke
... und es ist auch kein... 
.... es regnet auch durch die hinter Öffnung rein
.... es regnet auch... 
... es ist ein Kieselstein !!!
... es ist ein... 
 

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Kommentare zum Beitrag

Otmar Busse
403
Otmar Busse aus Lahnau schrieb am 05.10.2017 um 19:09 Uhr
Wer das "Kunstobjekt" gerne einmal betrachten möchte ... es steht rund 100m vom Bahnübergang entfernt bei den Heuchelheimer Seen auf der, wenn man von Heuchelheim kommt, linken Seite.
Klaus Viehmann
1.418
Klaus Viehmann aus Hüttenberg schrieb am 05.10.2017 um 20:50 Uhr
Das ist endlich einmal ein Projekt was die Lahn-Park GmbH auf die Beine gestellt hat. Was wird dieser Kieselstein gekostet haben, sicher nicht die ca. 500.000€ die die GmbH, von Steuergelder bezahlt, bis jetzt verbraten hat. Eins ist sicher, aus diesem Material OSB Platten, wird das Bauwerk nicht lange halten. Es ist unfassbar wozu alles Geld verschleudert wird, warum nicht in den Naturschutz der so schönen „Lahnaue“.
Otmar Busse
403
Otmar Busse aus Lahnau schrieb am 05.10.2017 um 22:23 Uhr
Klaus, die Frage ist wirklich berechtigt und es gäbe so viele Maßnahmen zum Schutz der Lahnaue die es verdient hätten Geld dafür auszugeben. Doch nach wie vor, es fehlt dem Naturschutz vielerorts die entsprechende Lobby. Und trotz aller Umweltkastrophen die uns ständig erreichen glauben viele Menschen immer noch, die fänden nur woanders statt.
Nicole Freeman
8.329
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 06.10.2017 um 06:10 Uhr
das ist unbegreiflich. sowas gehört nicht in die natur gestellt!.
in einer stadt kann ich das verstehen. in einem echten park würde das passen, aber in die lahnaue nicht!
Otmar Busse
403
Otmar Busse aus Lahnau schrieb am 06.10.2017 um 09:51 Uhr
... und das Schlimme ist, die Dinge passieren einfach. Ohne viel Aufhebens zu machen stehen sie plötzlich da und es entwickelt sich, wenn es mehr werden, in einem schleichenden Prozess doch ein Lahnpark aus der Lahnaue.
In dem Zusammenhang ist für mich auffällig und auch zugegeben, ein wenig enttäuschend, wie gering hier das Interesse an diesem Beitrag ist.
Bernd Zeun
10.314
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 06.10.2017 um 12:26 Uhr
Nach einem Kieselstein sieht das Objekt ja nicht gerade aus, eher nach einem Mineral, und das hat Kanten und Ecken. Anecken und zur Diskussion anregen tut das Kunstwerk ja auch gerade, was ja durchaus auch eine Aufgabe der Kunst ist. Da die Objekte vom Material her schon als vergänglich anzusehen sind, sehe ich das Ganze als vorübergehende Aktion und auch den Standorten nach nicht als großen Eingriff in die Natur. Allerdings hoffe ich auch, dass für die Lahnpark GmbH so etwas als Schuss nach hinten losgeht und den Widerwillen der Bevölkerung gegen eine Kommerzialisierung der Lahnaue stärkt.
Klaus Viehmann
1.418
Klaus Viehmann aus Hüttenberg schrieb am 06.10.2017 um 21:03 Uhr
Es ist ja auch das Geld was verschwendet wird, auf Kosten der Steuerzahler.
Birgit Hofmann-Scharf
10.030
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 06.10.2017 um 22:40 Uhr
Herr Busse, mit dem Aufzwingen einer nicht offiziellen Namensgebung haben die Gießener auch zu tun. Die Wieseckau wird von den Stadtverordneten als "Stadtpark" bezeichnen, die Medien übernehmen / übernahmen diesen künstlichen Namen inzwischen.
Einprägen ist auch hier die Devise.
Otmar Busse
403
Otmar Busse aus Lahnau schrieb am 07.10.2017 um 14:12 Uhr
Sie haben recht Frau Hofmann-Scharf, es ist ein "Aufzwingen einer nicht offiziellen Namensgebung" und die wird mit enormen Eifer betrieben.
Erst gestern verkündete die Stadt Wetzlar ... "Die Lahnaue zwischen Wetzlar, Lahnau, Heuchelheim und Gießen ist um einen Wanderweg reicher. Am Donnerstag eröffneten der Heuchelheimer Bürgermeister Lars Burkhard Steinz (CDU) und Lutz Adami, Geschäftsführer der Lahnpark GmbH, den „Lahnparkrundweg“ mit dem Anbringen des ersten Aufklebers."
Nicole Freeman
8.329
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 08.10.2017 um 09:08 Uhr
oh am tag des offenen denkmal in heuchelheim sprach er noch von weniger wege in die lahnaue die er durchsetzen will.
Otmar Busse
403
Otmar Busse aus Lahnau schrieb am 08.10.2017 um 10:37 Uhr
Er hält es bei diesem Thema wohl eher mit Konrad Adenauer der einmal sagte : "Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern, nichts hindert mich, weiser zu werden."
Nicole Freeman
8.329
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 08.10.2017 um 11:47 Uhr
scheint so.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Otmar Busse

von:  Otmar Busse

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Interessensgebiet: Lahnau
Otmar Busse
403
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