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Markus Velten erhält volle Zustimmung von der Wählergemeinschaft geo für seine Bürgermeisterkandidatur

Markus Velten stellte seine Ideen für Lahnau vor
Markus Velten stellte seine Ideen für Lahnau vor
Lahnau | In der Mitgliederversammlung der Wählergemeinschaft geo präsentierte Markus Velten am 14.12.2016 im Bürgerhaus Atzbach seine Schwerpunkte für die von ihm angestrebte Kandidatur für das Bürgermeisteramt von Lahnau.
Markus Velten stellte dabei neben seiner eigenen Person auch seine Ideen und Gedanken für Kinder, Jugendliche und Senioren und seine Haushaltspolitik vor. Ebenso erläuterte er den Mitgliedern der Wählervereinigung seine Standpunkte zu aktuellen Themen. So machte er z. B. deutlich, dass er sich gegen die im Raum stehende Erhöhung der Kindergartengebühren ausspreche.
„Mein Ziel ist es Lahnau für junge Familien attraktiv zu gestalten. Ich bin froh darüber, dass wir in Lahnau mit der Qualität und der unterschiedlichen Ausrichtung unserer Kindertagesstätten einen wertvollen Beitrag zur frühkindlichen Erziehung leisten. Die angemessene Bezahlung der Erzieherinnen ist mir dabei ebenfalls wichtig. Aber ich möchte diese dringend notwendige Anpassung der Gehälter nicht direkt auf die Eltern umlegen. Als Gemeinde ist es unser gesellschaftlicher Auftrag in Kindertagesstätten zu investieren. Und im Anbetracht unserer ausgeglichenen Haushaltslage sehe ich hier eine Möglichkeit ein Signal an junge Familien zu senden ohne den Haushalt über Gebühr zu belasten.“
Auf Nachfrage von Vereinsmitgliedern zu seiner Einschätzung zum öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), führte Markus Velten aus, dass er sich dafür einsetzen wolle, für Lahnau die Anbindung nach Gießen und Wetzlar wieder zu verbessern. „Bei unserer zentralen Lage zwischen einer Universitäts-und einer Kreisstadt, muss der ÖPNV für die Bevölkerung Lahnaus städtisch und nicht dörflich strukturiert sein. In diesem Sinne möchte ich alle Möglichkeiten ausloten, die uns als Gemeinde zur Verfügung stehen.“
Mit seinen überzeugenden Argumenten und einer sympathischen und offenen Art und Weise, konnte Markus Velten die anwesenden Mitglieder überzeugen, dass er ein erfolgversprechender Kandidat für Amt des Bürgermeisters ist.
In der anschließenden geheimen Abstimmung sprachen ihm die Mitglieder einstimmig ihr Vertrauen aus. Brigitte Sauter-Hill gratulierte als Vorsitzende im Namen aller Vereinsmitglieder und sicherte Markus Velten für den anstehenden Wahlkampf die volle Unterstützung der Wählergemeinschaft und der Fraktion geo zu.

Markus Velten stellte seine Ideen für Lahnau vor
Markus Velten stellte... 
Bürgermeisterkandidat Markus Velten - ein offenes Ohr für die Fragen der Mitglieder und kompetente Antworten
Bürgermeisterkandidat... 

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Kommentare zum Beitrag

Martin Wagner
2.216
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 17.12.2016 um 11:41 Uhr
Wenn ich mich nicht irre musste Lahnau doch unter den Rettungsschirm "schlüpfen".

Wenn das noch gilt, dann wäre es doch richtig, dass dieser Kandidat erklärt, dass er mit einer Bezahlung als Bürgermeister mit dem Geld eines durchschnittlichen Arbeiters (brutto so um die 2,5 Tsd. im Monat) sich zufrieden geben würde, damit all die schönen Sachen, die er jetzt verspricht auch finanziert werden können (zumindest ein Teil davon).

Habe im Netz nachgeschaut, was der Kandidat im Moment beruflich macht und ich werde den Verdacht nicht los, dass er sich mit dem Job mehr Geld in die eigene Tasche "schaufeln" will. Ich denke die Zeiten der Absahner sind endgültig vorbei.

Wenn der "gute Mann" sagt mit dem Arbeiterlohn komme ich nicht aus, weil .......... dann sollte er wenigsten anbieten für seinen jetzigen Monatslohn das zu machen. Bleibt dann eben weniger für die Leute im Ort, aber Kleinvieh macht auch Mist und eventuell verzichten dann auch die anderen gewählte Volksvertreter auf Aufwandsentschädigungen, Fraktionsgelder usw.. Dann käme schon eine vorzeigbare Summe zusammen.

Politisch ist es ein Skandal, dass das Land / der Bund die Kommunen finanziell aushungert, aber so lange das so ist (wir haben ja bald Bundestagswahl!) sollten Gutmenschen schon etwas tun damit der Ruf "Sie predigen Wasser und saufen Sekt!" sich in der Bevölkerung nicht lawinenartig fortsetzt.
geo - gruen, ehrlich, offen
170
geo - gruen, ehrlich, offen aus Lahnau schrieb am 18.12.2016 um 23:39 Uhr
Sehr geehrter Herr Wagner,
ich begrüße es, dass Sie einen Kommentar zu dem Bericht über meine Kandidatur verfasst haben, auch wenn Sie sich mit Ihren Vermutungen zur Lage der Finanzen in Lahnau und über die Motive zu meiner Kandidatur im Irrtum befinden.
Glücklicherweise musste Lahnau zu keinem Zeitpunkt unter den sogenannten „Rettungsschirm“ schlüpfen. Seit geraumer Zeit sind die Haushalte der Gemeinde Lahnau ausgeglichen. Und auch der von Herrn Bürgermeister Schultz am letzten Donnerstag für das Jahr 2017 vorgestellte Haushaltsentwurf ist ausgeglichen. In Lahnau wird also nicht mehr Geld ausgegeben, als vereinnahmt wird. Unseren Bürgern werden nur die Gebühren und Beiträge zugemutet, die für das Funktionieren des Gemeinwesens tatsächlich erforderlich sind.
Mit ihrem erarbeiteten Einkommen tragen unsere Bürgerinnen und Bürger in Form von Steuern und Beiträgen zum Allgemeinwohl bei und dürfen daher völlig zu Recht einen verantwortungsvollen Umgang mit öffentlichen Mitteln erwarten.
Ich bin schon ein wenig betrübt darüber, dass Sie mich als „Absahner“ bezeichnen und mutmaßen, dass finanzielle Aspekte oder andere eigennützige Motive bei meinen Überlegungen, nun in meiner Heimatgemeinde für das Amt des Bürgermeisters zu kandidieren, eine Rolle gespielt hätten. Schade, dass wir uns nicht persönlich kennen. Denn mit Gewissheit hätten Sie dann gerade dies nicht vermutet.
Sie erklären ja, dass Sie sich über meinen Beruf unterrichtet haben und ziehen daraus die Schlussfolgerungen für Ihre Vermutungen. Scheinbar sind Sie generell der Auffassung, dass im öffentlichen Dienst beschäftigte Personen zu hoch entlohnt werden und man sich auch in kommunalen Spitzenpositionen mit geringen Bezügen zufrieden geben müsse. Sie meinen konkret, mit dem Gehalt eines „durchschnittlichen Arbeiters“. Sollte dies tatsächliche Ihre allgemeine Überzeugung sein, werden wir hier wohl keine Übereinstimmung erzielen.
In Lahnau wird das Amt des Bürgermeisters nach der Besoldungsgruppe A16 vergütet. Das ist aufgrund der Einwohnerzahl gesetzlich so vorgeschrieben und aus Rechtsgründen kann ein Bürgermeister auf diese Besoldung auch nicht verzichten. Selbst dann nicht, wenn er es wollte. Ohne Wenn und Aber ist eine Besoldung nach A16 attraktiv und der Bürgermeister gehört damit nicht zu den Geringverdienern. Ich bin mir auch völlig darüber bewusst, bereits mit meiner derzeitigen Besoldung auskömmlich entlohnt zu werden und weiß, dass viele Menschen mit erheblich weniger Geld auskommen müssen, obwohl auch sie für ihren Lohn den ganzen Tag arbeiten und viele Entbehrungen in Kauf nehmen müssen. Ich halte es auch nicht für hinnehmbar, dass in einer Anzahl von Berufen Menschen in der heutigen Zeit sogar so gering entlohnt werden, dass sie von ihrem erarbeiteten Einkommen nicht vernünftig leben können. Gerade durch meinen Beruf habe ich alltäglich mit Menschen zu tun, die sich in wirtschaftlich schwierigen Situationen befinden und oftmals verzweifelt sind. Und es hat mich auch schon immer geärgert, wenn sich jemand abfällig über irgendeine Erwerbstätigkeit geäußert hat, nach dem Motto, „der ist ja von Beruf nur …“. Denn nach meiner Überzeugung sind alle Erwerbstätigkeiten gleichermaßen wertvoll und nützlich und leider hat nicht jeder die Chance, eine seinen Wünschen und Fähigkeiten entsprechende Tätigkeit auszuüben. Darüber anders zu denken, wäre auch mit meiner eigenen persönlichen und beruflichen Biografie überhaupt nicht zu vereinbaren. Ich kann Ihnen versichern, dass mir gerade im beruflichen Bereich bisher nichts leicht gemacht wurde oder gar geschenkt worden ist.
Ihre Vorschläge, Fraktionsgelder, Sitzungsgelder usw. einzusparen, halte ich für nicht praktikabel. Auch auf kommunaler Ebene kostet eine vernünftige politische Arbeit Geld, und sei es nur für Büromaterialien. Und glücklicherweise setzen sich die Kommunalparlamente aus einer Vielzahl unterschiedlicher Personen zusammen, darunter auch Rentner, Studenten und Menschen mit geringem Einkommen. Soll es Ihrer Auffassung nach Menschen aus finanziellen Gründen unmöglich sein, sich auf kommunaler Ebene ehrenamtlich zu betätigen ? Oder halten Sie es wirklich für verwerflich, das Engagement der ehrenamtlichen Gemeindevertreterinnen und Gemeindevertreter mit einem Sitzungsgeld von 20,00 € wertzuschätzen ?
Und weil ich dann zum Schluss einfach einmal davon ausgehe, dass Sie Humor haben, will ich auch noch kurz auf Ihre markante Aussage, „Sie predigen Wasser und saufen Sekt!“ eingehen. Schauen Sie doch einfach mal auf das zum Bericht eingestellte Bild ! Dort sehen Sie, was ich „gesoffen“ (und selbst bezahlt) habe ! Ich will Sie aber natürlich nicht darüber im Unklaren lassen, dass wir später auch noch mit einem Glas Bier angestoßen haben (das ich auch bezahlt habe).
Sehr geehrter Herr Wagner, es war mir einfach ein Bedürfnis, auf Ihren Kommentar zu antworten. In vielen Fragen werden wir bestimmt nicht einer Meinung sein. Möglicherweise liegen wir in anderen Punkten aber auch gar nicht so weit auseinander.
In diesem Sinne mit herzlichem Gruß, Markus Velten
Thomas Kraft
189
Thomas Kraft aus Lahnau schrieb am 19.12.2016 um 00:35 Uhr
Wagner, der Ausgangskommentator ist der Grund meines Textes hier. Herr Wagner, ich muss feststellen, dass Sie hier in dieser Zeitung viele Artikel im breit gefächerten Blumenstrauß kommentieren. Leider musste ich mir die Arbeit machen. In ganz anderen Zusammenhängen musste ich auch diverse Kommentare von Ihnen zur Kenntnis nehmen, welche in weiten Teilen des Lesens nicht wert sind. Es hat den Eindruck als ist es Ihr Hobby, hier Tag und Nacht vor dieser Internetzeitung zu sitzen. Meines ist es nicht und ein Glück ist die breite Masse der Bevölkerung noch nach anderen Dingen aus. Wenn sich Menschen für die Gesellschaft engagieren und auch für Mandate bereit erklären, brauchen wir nicht den in einer Minderheit in die Mode gekommenen Protestbürger, der plumpe Mutmaßungen über Dinge anstellt, zu Verbänden und Parteien schreibt, ja über Dinge von denen er anscheinend keine ausreichenden Kenntnisse hat. Vielleicht sollte man mal die Redaktion über den unnötigen Blumenstrauß informieren.
Bernd Zeun
9.919
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 19.12.2016 um 03:20 Uhr
Wer die Beiträge Herrn Wagners gelesen hat, wird wissen, dass er sozial sehr engagiert ist. Er schlüpft aber auch immer wieder in die Rolle eines Don Quijote, und auf der Suche nach Feinden vergaloppiert er sich dann manchmal gewaltig.
Martin Wagner
2.216
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 19.12.2016 um 11:47 Uhr
Kurz zu Herr Velten und Herrn Kraft:

1. Ich gratuliere den Bürgern von Lahnau, dass sie nicht (wie die meisten Kommunen und Kreise drumherum) unter dem Rettungsschirm sich stellen mussten. Ich bedaure mich falsch erinnert zu haben.

2. Danke für die "Adelung" als "Protestbürger". Ja für mich stellt das keine Disqualifizierung dar, sondern ein Lob. Ich habe mein ganzes Leben (bin fast 62) gegen die das kapitalistische System stabilisierende Parteien(un)wesen gekämpft. Dabei kam ich mir öfters als "einsamer (Vor)Reiter" ((müßte das nachlesen, aber "Don Quijote" geht doch in die Richtung .... oder)) vor. In den letzten Jahren hat sich das zum Glück für unser Gemeinwesen rasant geändert. Die Jahre der Absahner der Parteien sind (zumindest auf kommunaler Ebene) gezählt. Das geht jetzt nicht gegen Herrn Velten, denn der kandidiert ja für eine Wählergemeinschaft. (Also besteht nicht die Gefahr, dass er später das dicke Geld auf Landes- oder Bundesebene abkassiert.)
Nur einmal vorsorglich bevor ein Leser meint mir Verfassungsfeindlichkeit vorwerfen zu müssen. Im Grundgesetz Artikel 21 steht drin "...... (...) Parteien wirken ...mit (....) ......" * Von einer Sonderstellung ist keinesfalls die Rede. Die haben sich die Parteien im Laufe der Jahrzehnte zusammen "gebastelt". **

3. Ich war fast mein ganzes Leben Maurer (bevor mich das kapitalistische System vor über 10 Jahre "auskotzte"). Als Maurer habe ich sicher etwas mehr als der durchschnittliche Arbeiter verdient. Mein Vorschlag hat also Nichts mit meiner eigenen Biographie zu tun. Ich würde (bin ja bald Rentenbezieher) hier in Giessen auch ohne Bezahlung als Oberbürgermeister etwas für die Allgemeinheit tun. Ich kenne sie Herr Velten (nach dem Bild sind sie so um die 45) ja nicht, vielleicht haben sie ja noch Kinder, welche noch vom Haushaltseinkommen abhängig sind (es soll ja Kinder geben, die mit 25 Jahren noch von Papa und Mama Geld bekommen - ich habe mit 15 Jahre meinen Eltern ein großen Teil meines Lehrlingslohnes gegeben ...). Na klar, dann können sie nicht für "lau" den Lahnauer Bürgemeister machen.

4. Pro Sitzung 20 Euro ist zwar etwas hoch, aber das geht noch. Hier in der Stadt Giessen können sie (für den Monat) glatt eine Null dran hängen. Egal ob " .... (...) Rentner, Studenten und Menschen mit geringem Einkommen (....) ...." wenn eine Kommune unter der Rettungsschirm ist sollte keinerlei Aufwandsentschädigung fliessen. Damit die angesprochene Personengruppen mitmachen können sollten die Parteien und Wählergemeinschaftern aus eigener Tasche diesen Menschen eine kleine (aber wirklich kleinen) Betrag zur Verfügung stellen.

5. Nach welchem Paragraphen kann ein Hauptamtlicher nicht auf Bezahlung verzichten? Sollte so ein Wahnsinn wirklich so geregelt sein, dann kann das Geld doch noch am selben Tag als Spende auf die Gemeindekasse zurück überwiesen werden. Mit den Erfahrungen mit den "Grünen" hier in Giessen (die "grüne" Hauptamtliche heisst bei vielen Giessener nur noch Kettensäge-Gerda) tue ich mich schwer ihnen diesen Tipp zu geben, aber weil sie ja offensichtlich erkannt haben, dass die Parteien versagt haben (sonst würden sie ja für die Partei die "Grünen" kandidieren). Was glauben sie wie viele Lahnauer sie wählen werden, wenn sie erklären: Wählen sie mich, ich bin kein Absahner irgendeiner Partei, ich war, bin und werde nie einer Partei angehören, ich werde für euch für den Lohn eines durchschnittlichen Arbeiters arbeiten! Und weil ich keinen übergeordneten Interessen einer Partei "verpflichtet bin" werde ich nur die Politik betreiben die Lahnau wirklich voran bringt.


* https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_21.html
** https://de.wikipedia.org/wiki/Parteienprivileg
Thomas Kraft
189
Thomas Kraft aus Lahnau schrieb am 19.12.2016 um 12:55 Uhr
Herr Wagner, ich melde mich mit einem hoffentlich nicht zu langen Text hier ein letztes Mal zu Wort. Sie haben offenbart, dass Sie sich in Lahnau überhaupt nicht auskennen, da sollte man sich zurückhalten. Dann argumentieren mit völligen Allgemeinplätzen zu dem Thema Bürgermeisterwahl und ehrenamtliche Mandatsträger. Wenn Sie sich über das kasinokapitalistische Staatssystem auslassen wollen, wozu ich auch eine sehr kritische Beurteilung habe, dann kann dies an anderer Stelle und in anderen Foren erfolgen, jedoch nicht hier. Ihnen fehlt neben anderen Dingen die Information, dass das (Rück-)Spenden von Einkünften aus Mandaten, ob hauptamtlich oder ehrenamtlich, gesetzlich untersagt ist. Es ist einfaches Getrommele, welches selbst dem Faktum der Boulevardpresse nicht genügt. Seien Sie sicher, dem Protestbürger, der im Wechsel mal Nichtwähler ist, mal die AfD wählt, mal die Linke, ja wie es ihm gerade in die Tagesform passt, solchen Menschen sage ich die verbale gesellschaftliche Auseinandersetzung zu, so dass dieses Treiben in Zukunft der wirklichen politischen Bildung und Debatte weicht. Suchen Sie sich andere Schlachtfelder aus als den Bürgermeisterwahlkampf einer kleineren aber doch urbanen und dadurch nah am Leben sowie Bildungsbürgertum befindlichen Gemeinde, wo die Menschen bei der Bürgermeisterwahl am 05.03. und 19.03. sicherlich ohne Ihre Eingebungen die Entscheidung alleine werden treffen können. Sollten Sie sich auch in Zukunft eine gleiche oder ähnliche Wortwahl u.a. hier im Medium erlauben, sofern es denn meine Interessensgebiete betrifft, da können Sie auf mein wachsames Auge hoffen.
Martin Wagner
2.216
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 20.12.2016 um 13:33 Uhr
superkurz Herr Kraft:

Habe verstanden - mein Kommentar hat nicht einmal das Nivaue der Boulevardpresse!

Dann mal viel Spass mit ihrem Bikldungsbürgertum.
Martin Wagner
2.216
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 21.12.2016 um 10:30 Uhr
Das Wort Bildungsbürgertum besteht aus zwei Begriffen: Bürger und Bildung.

Bürger ist jeder Bewohner der BRD mit Pass. In dieser sehr engen Definition bin ich "Bürger".

Mit Bildungsbürger wird in der Regel die Gruppe der Angestellten, Selbstständigen, Freiberufler, Beamten, Unternehmer etc. bezeichnet. Sie zeichnet sich in meinen Augen durch eine sehr große Nähe zum exisitierenten kapitalistischen Wirtschaftssystem und dessen sich im Laufe der Jahrzehnte heraus gebildeten staatlichen und gesellschaftlichen Strukturen aus. Dieser Gruppe gehöre ich nicht an.

Der Begriff Bildung halte ich für völlig konturlos. Ob ich über Bildung verfüge (oder mir Bildung aneignen sollte) oder nicht sei dahin gestellt. Meine Eigeneinschätzung: Als klassenbewusster Arbeiter habe ich genug Bildung.

Bildungsbürger (nach der Definition oben) bin ich nicht und will ich keinesfalls werden (falls so etwas überhaupt geht). Ich bin stolz darauf mein ganzes Leben Arbeiter gewesen zu sein. Arbeiter sind keine Untergruppe der (Bildungs)bürger, sondern eine eigenständige Gruppe neben den (Bildungs)bürgern. Sie leben in einer von den (Bildungs)bürgern sich stark unterscheidenden Realität mit eigenen Lebenstil, Werten, Zielen, etc. Sie wohnen aber mit der anderen Gruppe in dem selben Land, in der selben Stadt / Gemeinde und manchmal sogar im selben Haus.

Zahlenmässig sind die Arbeiter nach Berufsgruppen sortiert (immer noch) die Mehrzahl in der BRD. Zählt man aber die anderen Berufsgruppen zusammen (was ja üblicherweise beim Begriff Bildungsbürger erfolgt) haben diese wiederum eine Mehrheit gegenüber den Arbeitern. Je nach statistischer Erfassungsmethode irgend eine Zahl zwischen 60 und 70 Prozent. Bei einer oberflächlichen Betrachtung fallen die Arbeiter wenig auf, da die Nicht-Arbeiter in der Regel als Block (eben als Bildungsbürger) gesehen werden und weil der herrschende Block (wegen der nicht zu gewährleistenden Systemnähe der Arbeiter) keinen Wert darauf legt, dass die Welt der Arbeiter als solche wahr genommen wird.

Oft wird von einer multikulturellen Gesellschaft gesprochen. Gemeint ist damit meist eine Gesellschaft die ausländische Mitbürger einschliesst. Ich finde das Wort beschreibt viel mehr die viel ältere Realität zwischen Arbeiter und (Bildungs)bürger in Deutschland.
Martin Wagner
2.216
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 21.12.2016 um 13:52 Uhr
Richtig erkannt Herr Büttel - 1918 hatten wir Arbeiter die letzte Chance die Macht im Staate auf Dauer zu übernehmen. Durch den Verrat der "Sozial"demokratie dauerte diese Phase leider nur ein paar Monate.
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von:  geo - gruen, ehrlich, offen

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