Bürgerreporter berichten aus: Hungen | Überall | Ort wählen...

Erlebnisraum Schaf und Natur ist eröffnet

Staatsministerin Lucia Puttrich eröffnet den multimedialen Erlebnisraum Schaf und Natur - unterwegs in den Wetterauer Hutungen.
Staatsministerin Lucia Puttrich eröffnet den multimedialen Erlebnisraum Schaf und Natur - unterwegs in den Wetterauer Hutungen.
Hungen | Zur Eröffnung des „Erlebnisraumes Schaf und Natur – unterwegs in den Wetterauer Hutungen“, der auf Initiative der Stadt Hungen und als Maßnahme des LIFE-Projekt „Wetterauer Hutungen“ entstanden ist, waren zahlreiche Vertreter der Politik gekommen: Staatsministerin Lucia Puttrich, Landrätin Anita Schneider, Landrat Joachim Arnold und Bürgermeister Rainer Wengorsch. Auch die Wetterauer Schäfer, darunter Ralf Meisenzahl und sein neuer Schäferlehrling, sowie Projektentwickler und andere an der Planung des Projektes Beteiligte haupt- und ehrenamtlichen Naturschützer wie Bodo Fritz vom VNULL Hungen-Langd ergriffen bei der Eröffnung das Wort.

Staatsministerin Lucia Puttrich beglückwünschte in ihrer Ansprache alle Beteiligten zu dem, was sie „in einer Landschaft, die die Schäferei braucht“ geschaffen haben. „Im Erlebnisraum Schaf und Natur wird das umweltrelevante Thema zum Erhalt dieser traditionellen und artenreichen Weideflächen und die Zusammenhänge zwischen Schäferei, Ehrenamt und Naturschutz multimedial und sinnlich erlebbar aufbereitet.“ Mit dem Projektpartner Stadt Hungen und in der Kombination mit der Hungener Käsescheue sei zudem ein Informationszentrum entstanden, das über die Laufzeit des Life-Projektes Wetterauer Hutungen, das Ende 2014 ausläuft, trägt.

Bürgermeister Rainer Wengorsch ist sehr erfreut, dass Hungen als Schäferstadt mit dem Erlebnisraum und der Schaukäserei Bürgerinnen und Bürgern sowie Besuchern der Stadt Hungen eine weitere touristische Sehenswürdigkeit präsentieren kann. „Der Erlebnisraum Schaf und Natur bringt den Menschen den regionalen Erlebnisraum näher und ist eine Bereicherung für das Freizeitangebot im Landkreis Gießen“, sagte er bei der Eröffnung und freute sich über den im Projekt „gelungen Brückenschlag zwischen Tradition und Moderne“.

Projektmanagerin Jutta Katz verwies in ihrer Ansprache besonders auf die die Bedeutung des Ehrenamtes für das Life-Projekt. Es seien die ehrenamtlichen Helfer und die Schäfer, ohne die der Erhalt der traditionellen Weideflächen im südlichen Landkreis Gießen und in der Wetterau nicht möglich sei.

Im neu geschaffenen, multimedialen Erlebnisraum Schaf und Natur im Obergeschoss der Hungener Käsescheune finden Besucher nun auf 65 Quadratmetern viele interessante und spannende Einblicke in das Life-Projekt „Wetterauer Hutungen“ und erhalten reichlich Informationen
Jutta Katz, Projektmanagerin Life+ Wetterauer Hutungen, bei der Eröffnungsrede.
Jutta Katz, Projektmanagerin Life+ Wetterauer Hutungen, bei der Eröffnungsrede.
zu Themen wie Schäferei früher und heute, Schafe als Nutztiere, Hungen als Schäferstadt sowie die Bedeutung des ehrenamtlichen Naturschutzes. Die Dauerausstellung will informieren und unterhalten, deshalb ist Vielfalt Trumpf. Das Raumkonzept erlaubt es, begleitet von den „Helden“ der Ausstellung - den Schafe – den Erlebnisraum zu erkunden. Denn es gibt zahlreiche Stationen und Angebote, ob reine Sachinformationen oder spielerische Erlebnisstationen. Zwei „Highlights“ werden sicherlich einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen: In der Filmecke wird mit einem Augenzwinkern die Welt des Schäfers im Originalmaßstab inszeniert. Ein für den Erlebnisraum produzierter Film zeigt dort in verschiedenen Kapiteln die Arbeit des Schäfers und die Anstrengungen im Naturschutz auf den Huteflächen in all ihren Facetten. Die Hauptvitrine fasziniert mit ihren Pflanzen- und Tierpräparaten und macht den Reichtum der Magerrasenflächen durch beeindruckende Details deutlich.

Neben vielen Informationen gibt es aber auch Möglichkeiten, sich spielerisch den verschiedenen Themenbereichen zu nähern. So können unterschiedliche Fell- bzw. Wollqualitäten gefühlt und die imposanten Gehörne verschiedener Schafrassen bestaunt werden. In klassischen „Museums-Schubladen“
Landräting Anita Schneider, Projektmanagerin Jutta Katz, Bürgermeister Rainer Wengorsch, Staatsministerin Lucia Puttrich, Hausherr Gerd Kaiser bei der Eröffnung des Erlebnisraumes Schaf und Natur in der Hungener Käsescheune.
Landräting Anita Schneider, Projektmanagerin Jutta Katz, Bürgermeister Rainer Wengorsch, Staatsministerin Lucia Puttrich, Hausherr Gerd Kaiser bei der Eröffnung des Erlebnisraumes Schaf und Natur in der Hungener Käsescheune.
gibt es einiges zu entdecken. Das alles und noch viel mehr kann man im „Erlebnisraum Schaf und Natur“, mit allen Sinnen erfahren und im besten Sinne des Wortes begreifen. Denn Anfassen ist ausdrücklich erwünscht! Insgesamt wurden für die Planung und Gestaltung des Erlebnisraumes 130.000 Euro investiert. Projektträger ist das Hessische Ministerium für Umwelt, Energie und Landwirtschaft (HMUELV), Projektpartner ist die Stadt Hungen. Die Finanzierung erfolgt zu 100 Prozent über Mittel des EU-Förderprogramm Life+.

Führungen durch den „Erlebnisraum Schaf und Natur – unterwegs in den Wetterauer Hutungen“ können ab sofort unter 06402/518857-2 (Hungener Käsescheune) und 06402/85-0 (Stadt Hungen) vereinbart werden. Man kann den Erlebnisraum jedoch auch sehr gut auf eigene Faust erkunden und erleben. Öffnungszeiten: Di-Sa 9-22 Uhr, So 11-22 Uhr.

Staatsministerin Lucia Puttrich eröffnet den multimedialen Erlebnisraum Schaf und Natur - unterwegs in den Wetterauer Hutungen.
Staatsministerin Lucia... 
Jutta Katz, Projektmanagerin Life+ Wetterauer Hutungen, bei der Eröffnungsrede.
Jutta Katz,... 
Landräting Anita Schneider, Projektmanagerin Jutta Katz, Bürgermeister Rainer Wengorsch, Staatsministerin Lucia Puttrich, Hausherr Gerd Kaiser bei der Eröffnung des Erlebnisraumes Schaf und Natur in der Hungener Käsescheune.
Landräting Anita... 
Kino im Schäferwagen: Hier kann man einen eigens gedrehten Film über die Schäfer und ihre Herden sehen.
Kino im Schäferwagen:... 

Dies könnte Sie zum Thema auch interessieren

Bild: eigene Kollage
Energiepolitik – eigenständiges recherchieren angesagt … dazu einige Angebote!
Wem tatsächlich etwas an einer sachlichen und fundierten Information,...
Eine Wacholderdrossel am Eisapfel
Für was sind Äpfel gut, wenn welche hängen bleiben!
Da wir im Verhältnis insgesamt bei uns ein gutes Apfeljahr hatten,...
Foto: NABU / S. Hennigs
Freibrief für Holzeinschläge in Schutzgebieten?
NABU Hessen zieht wegen HessenForst-Praxis vor Gericht. Der NABU...
Bei Bauarbeiten dürfen Schwalbennester nicht beschädigt oder zerstört werden. Bild: seedo_pixelio.de
Schwalbennester dürfen auch im Winter nicht beschädigt oder zerstört werden
Landkreis Gießen. Ein altes Sprichwort besagt „Wo die Schwalbe...
Prachtlibelle
Nach einem Jahr Pause ist die Blaugrüne Prachtlibelle wieder an...

Kommentare zum Beitrag

Leider gibt es noch keine Kommentare zu diesem Artikel.
Schreiben Sie doch den ersten!

Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

Mitmachen ist ganz einfach und alles ist kostenlos: Gleich registrieren und los geht's!

Herzlichst, Ihr(e) Ingrid Schick

von:  Ingrid Schick

offline
Interessensgebiet: Lich
Ingrid Schick
407
Nachricht senden
Aktuellste Beiträge des Autors:
99 x Gießen und das Gießener Land - Orte.Menschen.Bilder.Geschichten.
Gießen und das Gießener Land aus neuen Perspektiven entdecken!...
Märchenhafter Abend mit Michaele Scherenberg
Märchen und Essen passen gut zusammen. Denn in vielen Märchen spielen...

Weitere Beiträge aus der Region

Art in the Kleine Bühne, the Keller Theatre Giessen
Art is a peace by Yasmina Reza, translated by Christopher Hampton. I...
Bei meinem Besuch im Kinocenter.
Mein Praktikum geht zu Ende
Meine zwei Wochen bei der GIEßENER ZEITUNG neigen sich nun diese...
Filmrezension zu: Die Schöne und das Biest
Aus der Kindheit werden die meisten mit Sicherheit den animierten...

Dieser Beitrag als Banner

Um diesen Beitrag als Banner auf deine eigene Homepage einzubinden, kopiere einfach folgenden Link und füge diesen Code in deiner Homepage ein.
Link:
Übrigens: unter "Meine Seite" findest du auch einen Banner zum Einbinden der letzten Beiträge, die du selbst verfasst hast.