Bürgerreporter berichten aus: Hungen | Überall | Ort wählen...

Von Hassake nach Hungen- Familie Amr findet neue Heimat in der Schäferstadt

Pascha, Asmar, Stadträtin Andrea Krüger, Amina mit Baby Sina, Kamal, Leillee und Bürgermeister Rainer Wengorsch (von links nach rechts)
Pascha, Asmar, Stadträtin Andrea Krüger, Amina mit Baby Sina, Kamal, Leillee und Bürgermeister Rainer Wengorsch (von links nach rechts)
Hungen | „Ich bin eine Schäferstädterin“ stand auf dem Baby-Strampelanzug zu lesen, den Bürgermeister Rainer Wengorsch und Stadträtin Andrea Krüger dem jüngsten Mitglied der Familie Amr bei ihrem Besuch am vergangenen Donnerstag überreichten. Die kleine Sina wurde am 3. März diesen Jahres geboren. Damit sie und ihre drei Geschwister in Frieden und Sicherheit aufwachsen können haben ihre Eltern Kamal und Amina Amr ihre Heimatstadt Hassake im kriegsgebeutelten Syrien verlassen, und sind auf abenteuerlichen Wegen über 3.800 Kilometer weit bis ins mittelhessische Hungen geflohen.

Seit einem halben Jahr lebt die Familie nun in Deutschland. Zuerst waren sie gemeinsam mit anderen Flüchtlingen im Wohnheim im ehemaligen Hotel „Quellenhof“ in Hungen untergebracht. Nach dessen Schließung leben die anderen Asylbewerber nun in Laubach. Die Amrs blieben jedoch auf Initiative Hungener Bürger als einzige in der Schäferstadt. Die Kinder haben sich dort schon gut eingelebt und sprechen bereits erstaunlich gut Deutsch. Der zehnjährige Pascha und seine achtjährige Schwester Leillee gehen beide in die zweite Klasse der Grundschule. Die fünfjährige
Mehr über...
Asmar besucht den Kindergarten. Damit auch die Eltern, die in ihrer Heimat Landwirtschaft betrieben haben, sich möglichst schnell integrieren können, sollen auch sie bald die deutsche Sprache lernen. Der offizielle Sprachkurs findet derzeit allerdings in Laubach statt. Die Teilnahme daran ist für die Amrs aus organisatorischen Gründen nicht möglich. Andrea Krüger äußerte sich jedoch optimistisch was ein alternatives Lernangebot betrifft. Man hätte so viele pensionierte Lehrer in der Stadt die der Familie Sprachunterricht geben könnten. Und die Hilfsbereitschaft der Hungener ist groß, was man auch an der neu renovierten Wohnung sehen kann, die auf die private Initiative einer Unterstützergruppe in Ordnung gebracht und zweckmäßig ausgestattet wurde.

Ob die Familie auf Dauer in Deutschland bleiben kann steht noch nicht fest. Das Anerkennungsverfahren ihres Asylantrags läuft noch. Im Moment haben die Amrs eine Aufenthaltsgestattung bis eine endgültige Entscheidung gefällt ist. Die Chancen auf einen positiven Entscheid stehen jedoch nicht schlecht. Die Amrs gehören der religiösen Minderheit der Jessiden an. Auch die Geburt von Töchterchen Sina in Gießen könnte hilfreich sein. In Hungen will man auch weiterhin alles daran setzen der Familie ein Heim in der Fremde zu bieten, und ihnen den Weg zu einem echten dauerhaften Neuanfang zu ebnen.

Pascha, Asmar, Stadträtin Andrea Krüger, Amina mit Baby Sina, Kamal, Leillee und Bürgermeister Rainer Wengorsch (von links nach rechts)
Pascha, Asmar,... 
Kamal und Amina Amr mit Baby Sina, Asmar, Pascha und Leillee(von links nach rechts)
Kamal und Amina Amr mit... 
Kamal und Amina Amr mit Baby Sina, Asmar, Pascha und Leilee mit Bürgermeister Rainer Wengorsch und Stadträtin Andrea Krüger (von links nach rechts)
Kamal und Amina Amr mit... 

Dies könnte Sie zum Thema auch interessieren

Viele Besucher beim Begegnungsfest in der kulturellen Mitte Holzheim
“Fremde sind vielleicht Freunde, die wir heut' noch nicht kennen“ - „Begegnungsfest“ am Samstag in Holzheim
Holzheim - Silvia Stark-Fänders zitierte während der Begrüßung zum...
„Integration durch Sport“
Seit diesem Jahr ist das Karate Dojo Lich e. V. als...
Teilnehmer/innen des ALI-Projektes "Begegnung und Netzwerke" beim ersten Test der Malaktion
Herzliche Einladung zur Mal-Aktion bei Fluss mit Flair
Unter dem Motto "Kunst in Aktion" findet am 3. Juli 2016 zum 11. Mal...
Praktikant Golestan Momeni (2.v.l.) ist ebenso zufrieden mit der Arbeit seines dreiköpfigen Flüchtlingsteams wie die Verantwortlichen Dr. Christiane Schmahl, Rosemarie Kray, Tobias Kummer und Daniel Rühl. Bild: Gießener Allgemeine Zeitung
Flüchtlinge verbessern in Launsbach den Schulhof
Zwei Wochen dauerten die Bauarbeiten, danach stand fest: Das Projekt...
„Aktiv vor Ort: Engagiert für Flüchtlinge“ im vhs-Haus Lich
Die Unterbringung der Flüchtlinge aus den Krisengebieten beschäftigt...
Abschlussveranstaltung: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Weiterbildungsangebots „Vielfalt leben und gestalten“ von Landkreis, Technischer Hochschule und Migrantenorganisationen stellen zum Schluss verschiedene Projekte vor. Bild: Landkre
„Vielfalt leben und gestalten“ – und zwar ganz praktisch im Arbeitsalltag. Weiterbildungsangebot von Landkreis, THM und Migrantenorganisationen
„Wir haben einen Perspektivenwechsel geübt.“ „Unser Umgang mit...
Der Workshop soll den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Ansätze vermitteln, wie sie sprachliche Diskriminierung entlarven und analysieren können. Zugleich werden Alternativen aufgezeigt, um Rassismus im Alltag keinen Raum zu bieten.
Seminar: Rassismus im Alltag entlarven und umgehen Wie eine sensible Sprache bei der Integration hilft
Rassismus im Alltag begegnet uns täglich. Auch vermeintliche...

Kommentare zum Beitrag

Leider gibt es noch keine Kommentare zu diesem Artikel.
Schreiben Sie doch den ersten!

Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

Mitmachen ist ganz einfach und alles ist kostenlos: Gleich registrieren und los geht's!

Herzlichst, Ihr(e) Christiane Kowollik

von:  Christiane Kowollik

offline
Interessensgebiet: Langgöns
Christiane Kowollik
1.608
Nachricht senden
Aktuellste Beiträge des Autors:
Der Erste Stadtrat Werner Wirth überreicht Bürgermeister Rainer Wengorsch (links) die Jubiläumsurkunde
Hungens Bürgermeister Wengorsch feiert 25jähriges Dienstjubiläum
Am 1.Juli feierte Hungens Bürgermeister Rainer Wengorsch sein 25....
Bürgermeister Rainer Wengorsch, Stefan Buck, Anne Dietz und Dirk Siebert präsentieren die neuen Leseausweise. (von links nach rechts)
Die neuen Leseausweise der Hungener Stadtbücherei sind fertig
Rund 8.000 Leseausweise hat die Stadtbücherei Hungen bisher...

Weitere Beiträge aus der Region

Der Turm der Türme
Wieder ein Städterätsel
Mit 5 Fotos aus 5 verschiedenen Städten kommt hier ein weiteres...
Erdinger und Licher
Höchster bayrischer Biergarten in Hessen ?
Ob auf dem Hoherodskopf Hessens höchstgelegener bayrischer Biergarten...
Personnage luminieux - Leuchtende Personen
Lichterfest - Fete de lumières - in Lyon
Immer um den 8. Dezember herum findet in Lyon das Lichterfest statt,...

Dieser Beitrag als Banner

Um diesen Beitrag als Banner auf deine eigene Homepage einzubinden, kopiere einfach folgenden Link und füge diesen Code in deiner Homepage ein.
Link:
Übrigens: unter "Meine Seite" findest du auch einen Banner zum Einbinden der letzten Beiträge, die du selbst verfasst hast.