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SSG Hungen/Lich siegt im Derby gegen Butzbach

von Gerd Euleram 07.11.20127828 mal gelesenkein Kommentar
Hungen | In der Schachbezirksliga hat die SSG Hungen/Lich am vergangenen Sonntag nach hartem Kampf überzeugend auswärts gegen SC Butzbach II 5,5:2,5 gewonnen und steht nun einsam mit Mitaufstiegskonkurrent Biebertal II an der Tabellenspitze. Mitkonkurrent Battenberg hat mittlerweile drei Mannschaftspunkte Rückstand auf die Aufstiegsplätze. Teammanager Klaus Jakob hatte an diesem Spieltag genug Grund schlechte Laune zu haben, Spitzenspieler Markus Benz mußte diesen Sonntag beruflich für Recht und Ordnung sorgen, Stammspieler Sascha Nitz beruflich bereits eingespannt für die ordnungsgemäße Funktion von Fahrstühlen, ist auch als erneuter Vater für den Nachwuchs verantwortlich, da fällt auch noch krankheitsbedingt in der zweiten Mannschaft Kapitän Ralph Siegfried aus. Da Dr.Manuel Hölß seinen spielberechtigten Sohn Silas mit dabei hatte, wurde kurzfristig versucht ihn noch für den fehlenden Ralph Siegfried zu melden und nach Buseck zu fahren, die Mannschaftsmeldung war allerdings bereits abgeschlossen, so daß Hunge/Lich II nur zu dritt antrat. Und dann tritt Butzbach noch in Bestbesetzung an und lässt den Ex-Hungener Steinmetz
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und Ex-Oberligaspieler Harald als Karteileiche kamplos gegen Gerd Euler verlieren. Daß Ersatzmann Michael Brockmann durchaus die Klasse hat in der Liga zu bestehen, hat dieser in vorherigen Partien deutlich gezeigt, am Spieltag fiel Brockmann aufgrund der relativ unverständlichen Eröffnung des Gegners etwas unaufmerksam auf einen billigen Trick herein und verlor eine Figur gegen zwei Bauern, was nicht mehr wettzumachen war. Etwas genervt und wenig optimistisch fuhr Teamchef Klaus Jakob nach Buseck, wo gleichzeitig die verbliebenen aufrechten Recken der zweiten Mannschaft versuchten das Desaster zu verhindern. Dort konnte Christian Kohlheyer trotz der sportlich eindruckvollen Leistung im Regen mit dem Fahrrad bis nach Buseck zu fahren nicht das 0:2 verhindern. Mit wenig Hoffnung kehrte der Präsident zurück, zu klar erschien ihm der qualitative Rückstand der Mittelachse in den Partien von Dr.Manuel Hölß, Marco Hofmann, Michael Jack und Claas Spanke mit Gegnern, die um die 200 Wertungspunkte stärker sind. Der Gegner von Spanke hatte schnell genug vom absurden g5-Abspiel und ließ es bald bleiben sich taktischen Ärger einzufangen und machte Remis. Gleichzeitig deutete sich bereits an, daß Ersatzmann Christoph Soppa, seines Zeichens Student, sich die massive Stärke vergangener Oberligaeinsätze erhalten hat und gewann aufgrund deutlicher Stellungsdominanz. Hans-Jürgen-Fleuch an 2 hatte derweil allerdings erhebliche Probleme mit Zeitnot, der Stellung und einem durchaus unfairen Gegner. Brutal allerdings die Punktausbeute der von Butzbach ausgemachten Schwächen Hölß. Hofmann und Jack. Jack spielte eine langweilige Damengambitvariante mit Weiß gegen den Ex-Hungener und Butzbacher Vereinsgründer Wolfgang Keeß. Nicht gewillt etwas herzugeben zieht Jack einen Springer zurück um im nachfogenden Zug eine Figur durch Springergabel zu gewinnen. Wenig konnte auch der hochfavorisierte Ex-Hungener Joachim Woitzik mit Weiß gegen Allrounder Marco Hofmann ausrichten. Einfach in die Leib-und Magenvariante Hofmanns Marshall-Gambit gelaufen war schon klar das wird kein hoher Sieg für den Favoriten, nach Rückgewinn des Gambitbauern und schwarzem Vorteil flogen sofort alle Sicherungen nach einem unglaublichen Patzer durch. Relativ gleichzeitig der nächste Knockout für die Butzbacher Favoriten, Dr.Manuel Hölß mußte sich nicht mehr auf die Kinderbetreuung konzentrieren, der beschäftigungslose Euler konnte Silas und Joel zur nächsten Pizzeria führen, und hatte daher freie Hand aus so etwas langweiligem wie der französischen Abtauschvariante einen Königsangriff mit Rochaden auf unterschiedliche Seiten zu machen. Der Versuch des Gegners, die weiße Dame in eine Fesslung zu führen, endete in einem feinen taktischen Konter mit völliger Vernichtung. Einzig Topscorer Hans-Jürgen Fleuch war unzufrieden, letztlich verlor er die schlechtere Stellung gegen den selbsternannten "Gott des Schachs" der wenig überzeugend in gegnerischer Zeitnot aufhörte Züge aufzuschreiben und mit seltsamen Gebaren auffiel. Noch mehr munterte sich die Miene von Teamchef Klaus Jakob auf, als das Ergebnis der zweiten Mannschaft feststand. Nach langem Kampf überwanden Michael Schmidt und Florian Brockmann ihre Gegner zum verdienten 2:2 in Buseck, die zweite Mannschaft bleibt damit auch ungeschlagen. Die SSG Hungen/Lich hat immer Donnerstags um 20:00 Uhr in der alten Grundschule am Zwenger Spielabend, wer ne Runde Schach spielen will oder dabei ein Bier trinken oder in einer Mannschaft spielen ist herzlich willkommen.

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