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Keine Killerkeime auf den Teller

Hungen | Neuste Informationen von Campact zu den Antibiotika-Skandalen:


Auf engstem Raum tausende Hühner, Rinder und Schweine zusammenpferchen - das funktioniert nur unter massivem Einsatz von Antibiotika. So werden Megaställe zu Brutstätten für Antibiotika-resistente Keime. Über Fleisch, Eier und mit Gülle gedüngtem Gemüse, landen sie auf unseren Tellern. Eine der Ursachen für eine große Gefahr: Durch Krankheitserreger, gegen die kein Antibiotikum mehr hilft, sterben laut Weltgesundheitsorganisation in der EU jährlich mehr als 25.000 Menschen!

Den Antibiotika-Einsatz in der Tierhaltung reduzieren - das verspricht Agrarministerin Aigner mit ihrem neuen Arzneimittelgesetz. Doch der heute vom Bundeskabinett beschlossene Entwurf ist völlig zahnlos. Selbst ein Ziel zur Verringerung der Antibiotika-Vergabe fehlt. Jetzt muss der Agrarausschuss des Bundestags das Gesetz verschärfen. Die Abgeordneten werden sich aber nur mit der Agrarlobby anlegen, wenn sie den Rückhalt von unzähligen Bürger/innen wie Ihnen spüren. Deshalb wollen wir mindestens 100.000 Menschen hinter unserem Appell versammeln.

Wie viel Antibiotika wird
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Umweltschutz (73)Tierquälerei (29)massentierhaltung (4)gesundheitsschädigung (1)Antibiotika (2)
in Deutschland jedes Jahr an Tiere verfüttert? 1.734 Tonnen, sieben Mal mehr als in der Humanmedizin und fast doppelt so viel wie bisher angenommen. Diese schockierende Zahl veröffentlichte letzte Woche das Bundesamt für Verbraucherschutz. Aigners Gesetzentwurf zementiert diesen Wert: Als Obergrenze für die jährliche Antibiotika-Vergabe gilt die eingesetzte Durchschnittsmenge des Vorjahres. Zudem werden Tierzuchtbetriebe und Fischfarmen erst gar nicht erfasst, obwohl sie besonders viel Antibiotika einsetzen.

Mit dieser Klientelpolitik für die Agrarindustrie darf Ministerin Aigner nicht durchkommen! Der Agrarausschuss im Bundestag muss jetzt dafür sorgen, dass der Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung massiv reduziert wird. Wenn er demnächst über das Gesetz berät, wollen wir mit einem keimspuckenden Riesenhuhn vor Ort sein und den Abgeordneten mindestens 100.000 Unterschriften unter unserem Appell überreichen.
Machen auch Sie mit und unterzeichnen Sie:

https://www.campact.de/antibiotika/appell/teilnehmen/

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Kommentare zum Beitrag

Nicole Freeman
8.797
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 20.09.2012 um 11:27 Uhr
Was nuetzen alo die tollen Gesetze wenn die Produzenten von Nahrungsmittel immer guenstiger Produzieren muessen und ihre Schlupfloecher finden. Der Verbraucher kann einzig und allein einen Einfluss auf die Tierhaltung nehmen. Wenn der Verbraucher nicht mehr nur auf den Preis schaut sondern auch auf den Produktionshintergrund kann man vieles Verbessern. Das Fleisch aus der Region z.B. die Martinsgans aus Polen fuer wenig Geld aus dem Supermarkt liegen lassen und einmal eine frische Gans aus dem Vogelsberg oder der Wetterau kaufen. Das Lammfleisch aus Neuseeland brauchen wir eigendlich nicht. Gutes Weidelammfleisch gibt es z.B. auf dem Wochenmarkt in Hungen. Ja das Fleisch ist teurer als die Massenware aus dem Supermarkt. Solange die Massenware gekauft wird , solange wird sie Produziert . Der Verbraucher allein hat die Macht etwas gegen Massentierhaltung und ihre Folgen zu tun.
Birgit Hofmann-Scharf
10.065
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 20.09.2012 um 20:52 Uhr
Allergien, Unverträglichkeiten -
die Ärzte können die wahren Ursachen oft nicht finden. Kein Wunder, bei dem "Gift", welches wir täglich zu uns nehmen !

Ansonsten schließe ich mich dem Vor-Kommentar an.
Bernt Nehmer
1.110
Bernt Nehmer aus Hungen schrieb am 23.09.2012 um 12:59 Uhr
Ich versuche kein Fleisch zu konsumieren. Wenn jeder Erdenbürger Fleisch essen wollte, reichte eine Erde nicht aus um die Tierhaltung in dem Umfang zu realisieren.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Mitmachen ist ganz einfach und alles ist kostenlos: Gleich registrieren und los geht's!

Herzlichst, Ihr(e) Sibylle Zimmer

von:  Sibylle Zimmer

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