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Gift in Mehl, Brötchen und Müsli: Alarmierende Ergebnisse von ÖKO-TEST

Hungen | Neuste Informationen vom Umweltinstitut München:
Insgesamt 20 Getreideprodukte hat ÖKO-TEST auf das Totalherbizid Glyphosat getestet. Das erschreckende Ergebnis: In 14 Produkten, also 70 Prozent der Proben, wurde Glyphosat nachgewiesen. Gefunden wurde das Gift nicht nur in Discounter-Billigwaren, sondern auch in Produkten bekannter Markenhersteller.

Damit steht fest: Der Einsatz des Pflanzengiftes zur Vorernte-Spritzung ist inzwischen Standard – und nicht nur eine Ausnahme, wie es uns die Lobbyverbände vorgaukeln. Neu ist auch der Nachweis, dass Glyphosat den Backprozess übersteht und selbst bei hohen Temperaturen stabil bleibt. Zudem kann davon ausgegangen werden, dass die untersuchten Produkte noch mit Getreide vom Vorjahr hergestellt wurden – ein weiterer Beweis für den langsamen Abbauprozess und die Gefährlichkeit von Glyphosat.
Bemerkenswert sind auch die völlig unterschiedlichen Untersuchungsergebnisse von ÖKO-TEST und den behördlichen Kontrollen. Nach Angaben der Bundesregierung wurden zwischen den Jahren 2003 und 2010 insgesamt 1230 unterschiedliche Lebensmittel auf Glyphosat überprüft. Fündig wurde
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man bei gerade mal 27 Proben. Dabei wurde jedoch überwiegend Obst und Gemüse untersucht, bei dessen Anbau der Einsatz von Roundup und anderen glyphosathaltigen Giften ohnehin kaum üblich ist. Inzwischen sollen zwar mehr Getreideproben getestet werden, ob die Untersuchungsergebnisse dann tatsächlich die Realität abbilden, bleibt abzuwarten.

Der Industrieverband Agrar nimmt derweil die „Giftduscher“ in Schutz, denn die Grenzwerte würden doch eingehalten. Bei genauerer Betrachtung stellt sich jedoch die Frage, warum der Grenzwert von Pflanzen, bei denen die Vorerntespritzung erlaubt ist, bei zehn Milligramm pro Kilogramm liegt, während bei fast allen anderen Obst- und Gemüsesorten nur 0,1 Milligramm erlaubt sind. Liegt das an der gängigen Praxis, die Grenzwerte einfach anzuheben, sobald sie nachweislich mehrfach überschritten wurden? Sollte der Hersteller nicht vielmehr verpflichtet werden, die Grenzwerte einzuhalten?
Verbraucherschutz sieht anders aus! Lassen Sie sich das nicht länger gefallen und unterstützen die Aktion "Allestöter Roundup verbieten" ( http://umweltinstitut.org/roundup_verbieten) für ein Verbot von glyphosathaltigen Pestiziden. Inzwischen haben bereits über 50.000 Menschen an der Aktion teilgenommen.

Darüber hinaus raten wir zu Bio-Lebensmitteln, bei deren Produktion dürfen keine giftigen Pestizide wie Roundup und Co. eingesetzt werden.

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Kommentare zum Beitrag

Jenny Burger
1.714
Jenny Burger aus Buseck schrieb am 07.09.2012 um 10:02 Uhr
Sofort erledigt.
293
Sibylle Zimmer aus Hungen schrieb am 07.09.2012 um 10:05 Uhr
Super, danke. Denn wenn man sich nicht wehrt, kann man auch nichts erreichen und nur in der Gemeinschaft ist man stark. LG Sibylle
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Sibylle Zimmer

von:  Sibylle Zimmer

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Interessensgebiet: Hungen
293
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