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Massiver Pestizid-Einsatz auf Getreidefeldern kurz vor der Ernte

Hungen | Folgende besorgniserregende Information erreichte mich vom Umweltinstitut München e.V. Mit diesem Leserbrief möchte ich Sie auf das drängende Thema aufmerksam machen :


Massiver Pestizid-Einsatz auf Getreidefeldern kurz vor der Ernte
Nur wenige Tage vor der Getreideernte spritzen viele Landwirte das Totalherbizid Roundup oder andere glyphosathaltige Mittel auf Getreideflächen, um Unkräuter zu vernichten und das Getreide zum gewünschten Termin „reifen zu lassen“. Das frisch geerntete Getreide enthält noch große Mengen des hochgiftigen Herbizids, das sich nicht schnell genug abbauen kann. Weil so gut wie keine Kontrolle des Getreides auf Giftrückstände stattfindet, landen die gefährlichen Stoffe direkt auf unseren Tellern.
In der Beschreibung der Pestizid-Verpackungen steht sogar, dass das Stroh nach dem Ausbringen des Gifts nicht mehr verwendet werden darf. Beim Korn hingegen sei es egal, da dies ja „nur“ zu Viehfutter oder Brot verarbeitet werde.
Indessen überschlagen sich weltweit die bestätigten Gesundheitsprobleme. Vielen Landwirten sind die Gefahren ihres Handelns nicht bewusst, weil sie von niemandem darüber aufgeklärt werden. Chemie-Konzerne wollen schlicht den Absatz steigern. Es ist verantwortungslos, wenn Agrarhändler Landwirten derlei Pestizid-Spritzungen empfehlen. Und all dies geschieht mit Rückendeckung der Politik! Zwar ist Roundup zugelassen, doch das waren einst auch Tiermehl aus Kadavern, Atrazin, DDT, Contergan und Agent Orange. Heute würde niemand mehr ihre Gefährlichkeit anzweifeln.
Wir Verbraucher sollten beim Einkauf verlangen, dass Futtermittel, Brot oder Stroh nur aus Getreide stammen, das keine Vorernte-Spritzung erhalten hat. Nur so lässt sich diese alljährlich wiederkehrende „Bauernfängerei“ für steigende Umsätze mit Pflanzengiften abstellen. Außerdem würden die Folgekosten im Gesundheitssektor sinken. Wir brauchen auch in Zukunft gesunde Lebensmittel für Menschen und Tiere!

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Kommentare zum Beitrag

Birgit Hofmann-Scharf
9.484
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 20.08.2012 um 11:28 Uhr
.... und die Anzahl der allergischen Reaktionen steigen und steigen.

Obst, Gemüse wasche ich mit warmen bis heißem Wasser, aber Getreideprodukte, Pestizide im Fleisch, Milch, Ei !?

Dieser Bericht, diese Tatsache, bereitet mir großes Unbehagen !!!
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von:  Sibylle Zimmer

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