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Minister Jürgen Banzer spricht in Hungen

Hungen | Die Sommerferien in Hessen sind zu Ende und der Wahlkampf kann starten. Der CDU-Stadtverband Hungen hatte am Dienstag zu einer Veranstaltung mit dem Hessischen Minister für Arbeit, Familie und Gesundheit, Jürgen Banzer, geladen und rund 40 Gäste folgten dieser Einladung. Ebenfalls anwesend war der heimische Bundestagskandidat Dr. Helge Braun. Nachdem der Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes Hungen, Joachim Heinzerling, die Anwesenden begrüßt hatte, übernahm Helge Braun das Mikrofon. Braun sprach sich für eine Koalition mit der FDP aus. Er wolle die Wahl gewinnen, „nicht aus persönlicher Eitelkeit“, vielmehr sehe er die Notwendigkeit, die Ziele der CDU bundespolitisch durchzusetzen. Dabei sei ihm die Gesundheitspolitik ein besonderes Anliegen. Braun sprach sich für die Sicherung der ärztlichen Versorgung im ländlichen Raum aus. Ebenso hob er die Stellung der Unternehmen im medizinischen Bereich als wichtigen Wirtschaftsfaktor der Region hervor. Ihm sei es immer ein Anliegen gewesen, „Mittelhessen ein Gesicht zu geben“.
Jürgen Banzer wurde von Heinzerling als „Urgestein der CDU“ vorgestellt. 1976 begann Banzers politische Karriere bei der CDU als Kreisvorsitzender der Jungen Union Hochtaunus. Bevor er im Februar 2009 das Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit übernahm, war er bereits als Justiz- und kurze Zeit als Kultusminister im Amt.
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Der Minister äußerte sich zunächst besorgt zu den anstehenden Landtagswahlen im Saarland, in Sachsen und in Thüringen. Der Ausgang der Wahlen würde die Stimmung beeinflussen und das wechselhafte Wahlverhalten der Bürger, die oft erst auf dem Weg zur Wahlurne ihre Entscheidung träfen, sei nur schwer kalkulierbar.
Ergänzend zu den gesundheitspolitischen Zielen Brauns sprach sich Banzer für ein „Älter werden in Gesundheit“ aus. Die demografische Entwicklung der Gesellschaft sei positiv zu bewerten, alle wollten schließlich älter werden. Die Politik müsse sich darauf einstellen, der vorherrschende Jugendwahn gehöre abgeschafft. Problemlösungen seien bei ganz alltagspraktischen Dingen gefragt. Als Beispiele nannte er die Schriftgröße der Fahrpläne im Öffentlichen Nahverkehr oder den oft wenig komfortablen Buseinstieg.
Banzer plädierte mehrfach dafür, optimistisch in die Zukunft zu blicken. Das Thema Familie sei von der Ministerin Ursula von der Leyen massiv angegangen worden. „Kinder werden in die
Welt gesetzt, wenn positiv in die Zukunft geblickt wird“, so Banzer weiter. Kinder dürften nicht vom Wohlstand in die Armut führen, da müsse die Gesellschaft ausgleichen. Es sei nötig, „vernünftige Strukturen“ zu schaffen, so dass beide Elternteile arbeiten könnten.
Bei dieser Gelegenheit ging Banzer auch auf die Rolle der Frauen innerhalb der Gesellschaft ein. „Personenbezogene Berufe“, damit sind Pflegekräfte und Pädagogische Fachkräfte gemeint, seien immer noch überwiegend weiblich. Wen wundert´s, möchte man hinzufügen, es gibt nur wenige Männer die bereit sind in Berufe einzusteigen die ein nur geringes Ansehen und ein ebensolches Gehalt bieten.
Zum Thema Bildung erwähnte der Minister lobend den Bildungs- und Erziehungsplan für Kindertageseinrichtungen, der von den Landesregierungen auf den Weg gebracht wurde. Der Plan sieht vor, Kinder nachhaltiger und intensiver zu fördern. „Bildung findet nicht nur in den Schulen statt“, so Banzer. Jedes Kind habe seine Stärken und die müssten gefördert werden. Er sei nicht dafür, die Schule in den Kindergarten zu bringen, aber die Vorbereitung auf die Schule solle im Kindergarten verstärkt werden.
Nachdem Braun und Banzer in fast zweistündiger Vortragszeit ihre Arbeit erläutert hatten, hatten die Zuhörer Gelegenheit, Fragen zu stellen und die befassten sich mit der konkreten Umsetzung der Vorhaben. So wurde die Einrichtung von Pflegestützpunkten ebenso erörtert wie die Finanzierung des Bildungs- und Erziehungsplanes. Wenn diese Diskussion auch einigen Anwesenden zu sehr ins Detail ging, so zeigte sie doch, dass sämtliche Vorhaben ohne solide Finanzierung in gut gemeinten Absichtserklärungen stecken bleiben.

 
 
 

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