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Gesamtschule Hungen im Lernort Landtag

Hungen | Drei Tage lang den Hessischen Landtag von innen zu erleben und mit den Abgeordneten auf Tuchfühlung zu gehen – dazu hatten 28 Hungener Schülerinnen und Schüler aus der 11. und 12. Jahrgangsstufe vor einiger Zeit Gelegenheit. In Kleingruppen interviewten sie während der Plenarsitzungen ungefähr 30 Abgeordnete aller Fraktionen, um herauszufinden, warum sie sich in der Politik engagieren und was sie in Hessen anders machen wollen. Das nicht gerade überraschende Ergebnis: fast alle Abgeordneten sind bereits seit ihrer Jugendzeit politisch aktiv und halten insbesondere Verbesserungen in den Bereichen Bildung, Verkehr und Soziales für wichtig. Während die Vorstellungen der Abgeordneten zur Verkehrs- und Umweltpolitik gar nicht so weit auseinander liegen, konnten die Hungener hingegen bei anderen Themen deutliche Differenzen bei ihren Interviewpartnern feststellen, je nach politischer Richtung. Auf den sogenannten Fraktionszwang angesprochen beurteilten durchweg alle Abgeordnete dieses Problem als überbewertet, denn bei den vielen Sachentscheidungen verlasse man sich auf die jeweiligen Fachleute der eigenen Fraktion. Als Einzelner könne man gar nicht alle Themen gleich gut bearbeiten. Entscheidungen nach dem Gewissen gebe es nur ganz selten.
Die Landeszentrale für politische Bildung als Veranstalter des Seminars hatte den Schülerinnen und Schülern auch einen Besuch im Landtagsstudio des Hessischen Rundfunks ermöglicht. Hier und bei weiteren Pressevertretern diskutierten die Hungener, ob und wie die Berichterstattung der Medien das Verhalten der Politiker und ihre Entscheidungen beeinflusst.
Während Studiendirektor Roeschen gern seine Schüler häufiger als Zuschauer auf der Landtagstribüne gesehen hätte („die führten viel zu viele Interviews“) dankte Studienrätin Stolz der Landeszentrale: „Jetzt begreifen meine Schüler endlich konkret, wie ein Gesetz zustande kommt.“

 
 
 

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von:  Hartmut Roeschen

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Interessensgebiet: Laubach
Hartmut Roeschen
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